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Ein Verbot ist die einzige Möglichkeit, um das Schlimmste abzuwenden

Die Prognosen zum Klimawandel sind so eindeutig, wie es die seriöse Wissenschaft zulässt: Sämtliche Weltregionen werden unter den Auswirkungen leiden – sei es unter extremen Wetterbedingungen, neuen Krankheiten, Verlust von Biodiversität oder Trinkwassermangel. Ein Verbot als Lösung liegt auf der Hand, da Hauptverursacher fossile Brennstoffe sind.

Wir sind von fossilen Brennstoffen abhängig

Weltweit wird 80 Prozent der Energie aus fossilen Brennstoffen gewonnen, Millionen Menschen sind auf Kohle, Gas und Öl angewiesen. Eine schnelle Umstellung auf Alternativen scheint angesichts der Herausforderung unmöglich, vor allem da nur wenige Regionen über alternative Technologien für erneuerbare Energien verfügen.

Langzeitfolgen werden teuer

Die wahren Kosten fossiler Brennstoffe sind bisher kaum Teil der Debatte. Es werden nicht nur Unmengen an CO2 in die Atmosphäre gepustet, wenn wir Öl, Gas und Kohle verbrennen, auch die Infrastruktur zur Förderung fossiler Energieträger zerstört die Umwelt und gefährdet unsere Gesundheit durch schlechte Luft und verschmutzte Böden. Allein für die gesparten Kosten im Gesundheitswesen würde sich die Umsetzung des Pariser Abkommens lohnen.

Alternativen sind teuer

Fossile Brennstoffe sind billiger in der Produktion als erneuerbare Energien. Wenn wir fossile Brennstoffe verbieten würden, stiegen die Energie- und Heizkosten an. Das trifft die ärmsten Haushalte immer am stärksten, da sie einen größeren Anteil ihres Einkommens für Energie ausgeben müssen. Aber auch für die deutsche Wirtschaft wäre, zumindest zu Beginn, einiges an Mehrkosten zu stemmen.

Erneuerbare Energien werden sich rentieren

Über kurz oder lang müssen wir sowieso Alternativen für Öl, Gas und Kohle finden, da sie im Gegensatz zu erneuerbaren Energien – wie der Name schon verrät – nicht erneuerbar sind. Auf lange Sicht müssen wir unseren Verbrauch umstellen, warum dann nicht jetzt? Langfristig wären die Effekte nicht nur gut für unsere Umwelt und Gesundheit, sondern auch die deutsche Wirtschaft: bis 2050 gehen Studien von 23 0000 neuen Stellen allein durch die Energiewende in Deutschland aus.

Jobs gehen abrupt verloren

Die größten Verlierer der Energiewende sind schon jetzt die klassischen Energieversorger – sie müssen ihr Geschäftsmodell umkrempeln wobei viele alte Stellen gestrichen werden. Im Jahr 2020 werden schon durch die Energiewende 16 000 Jobs wegfallen, bis 2030 14 000. Mit einem zeitnahen Verbot kämen die Veränderungen noch abrupter, es ist fraglich, ob dann effektiv gegengesteuert werden kann.

Foto: (c) BigStock – toncd32