FÜR

WIDER

Freihandel führt zu Wirtschaftswachstum

Freihandelsabkommen schaffen größere Märkte, in denen Unternehmen ihre Produkte verkaufen können. Das heißt, dass nicht alles, was ein Land braucht, innerhalb seiner Grenzen produziert werden muss. Stattdessen können sich Länder auf Erzeugnisse spezialisieren, die sie besonders einfach oder besonders gut herstellen können. Waren, deren Produktion viel kostet, können hingegen aus dem Ausland importiert werden, dessen Wirtschaft sich auch spezialisiert hat. So steigt die Produktivität beider Länder, was zu wechselseitigem Wirtschaftswachstum führt.

Arbeitslosigkeit durch Abwanderung von Firmen

Freihandel ermöglicht Unternehmen, ihre Produktion an günstigere Standorte zu verlagern – dieses Verfahren nennt man Outsourcing. In Ländern, wo die Arbeitslöhne und Produktionskosten hoch sind, verlieren viele Menschen ihre Arbeit. Außerdem heißt es für viele Unternehmen, dass sie nicht mehr wettbewerbsfähig sind, weil globale Unternehmen den Markt mit günstiger Ware fluten.

Ausländische Direktinvestitionen schaffen Jobs

Freihandelszonen regen ausländische Direktinvestitionen an, also langfristige Investitionen einer Firma in ein Unternehmen, das in einem anderen Land sitzt. Das hat mehrere Vorteile für das Empfängerland, denn diese Investitionen führen oft zu neuen Arbeitsplätzen – auf direkte aber auch auf indirekte Weise. Zum Beispiel wuchs die Beschäftigungsrate zwischen dem EU-Beitritt und der Finanzkrise in zentral- und osteuropäischen Ländern jährlich um 1,5%.

Schlechte Arbeitsbedingungen und niedrige Löhne

Eine günstige Produktion fordert ihren Preis – und den müssen oft die Arbeitnehmer in ärmeren Ländern zahlen. Um Arbeits- und Herstellungskosten zu sparen, verlegen Unternehmen ihre Produktion oft in Länder mit schwachen Auflagen für den Arbeits- und Umweltschutz. Wird dann ein Freihandelsabkommen geschlossen, nehmen wir diese Arbeitsbedingungen nicht nur in Kauf, sondern profitieren wirtschaftliche sogar.

Niedrigere Preise für Verbraucher

Durch Freihandel erhalten globale Unternehmen einen direkten Zugang zu lokalen Märkten. Das bedeutet für den Konsumenten mehr Auswahl und oft auch niedrigere Preise. Handelsbarrieren verhindern durch Steuern und Bürokratie Konkurrenz zwischen den Unternehmen, wofür letztendlich der Verbraucher aufkommen muss.

Freihandel ist schlecht für die Umwelt

Durch Freihandel erhalten Unternehmen Zugriff auf die natürlichen Ressourcen anderer Länder. Dies hat negative Langzeitfolgen sowohl für die Umwelt als auch für die örtliche Wirtschaft, da diese Ressourcen nun nicht mehr lokalen Unternehmen zur Verfügung stehen. Darüber hinaus müssen Waren und Materialen in einem Freihandelssystem enorme Strecken zurücklegen bis sie beim Konsumenten ankommen. Zum Beispiel verursacht die Schifffahrt rund um die Waren drei Prozent der weltweiten Treibhausgase.

Foto: (CC) Unsplash – CJ Dayrit