DAFÜR |
DAGEGEN |
VORSORGEWenn du Frieden willst, bereite dich auf den Krieg vor. Es erscheint paradox, aber in einer zunehmend turbulenten und instabilen Welt ist der Aufbau einer unabhängigen und effektiven Verteidigung der beste Weg, um Konflikte zu verhindern. |
WENIGER SOUVERÄNITÄTDie EU-Länder haben unterschiedliche Vorstellungen davon, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Den Interessen der größeren Mitgliedstaaten wird wahrscheinlich mehr Priorität eingeräumt als denen der kleineren Staaten, wodurch größere Länder wie Frankreich und Deutschland letztendlich zu viel Macht über Leben und Tod von Soldaten anderer Länder bekommen könnten. |
| WENIGER KOSTEN
Zurzeit verschwenden die Länder Ressourcen, indem sie parallele Strukturen, Ausrüstungen und Bürokratien unterhalten. Militärausgaben könnten gespart und effizienter genutzt werden, würden sich die ohnehin schon verbündeten Länder auch militärisch zusammenschließen. |
WENIGER NATO
Die Friedensmacht für Europa ist die NATO. Die EU hat von der NATO-Mitgliedschaft vielseitig profitiert, vor allem von der jahrzehntelangen relativen Stabilität. Eine eigene Armee könnte das enge Bündnis mit den USA schwächen, wenn dann in die eigene Ausstattung und Forschung statt in die gemeinsame investiert würde. |
| MEHR UNABHÄNGIGKEIT
Die Interessen der USA stehen nicht immer im Einklang mit den europäischen, eine eigene Armee könnte diesen mehr Nachdruck verleihen. Auch würde die weltweite Stellung der EU als ernst zu nehmende internationale Macht aufgewertet und zum multipolaren Gleichgewicht der internationalen Beziehungen beitragen. |
ZU LANGSAM
Alle EU-Nationen müssten bei militärischen Entscheidungen, zum Beispiel ob sie in den Krieg ziehen oder nicht, ein Vetorecht oder zumindest Mitspracherecht haben. Dies erfordert viel Zeit, wenn eigentlich Schnelligkeit – wie bei internationalen Krisen – zählt. Die vielen Ebenen der Bürokratie innerhalb der EU machen sie zu einem schlechten Forum für die Verteidigungspolitik. |