PRO Legalisierung von Drogen |
CONTRA Legalisierung von Drogen |
1. PERSÖNLICHE FREIHEITWenn man damit niemand anderem schadet, hat der Staat kein Recht dazu, die Entscheidungen und das persönliche Leben eines Erwachsenen einzuschränken. Jeder hat das Recht, selbst darüber zu entscheiden, Drogen zu nehmen. Der Konsum verletzt niemanden anderen, bis auf den Konsumenten selbst. Klar, es gibt es eine kriminelle Industrie, die sich um das Drogengeschäft entwickelt hat, aber das ist auch indirekt eine Konsequenz des Verbots. Es ist unmoralisch, Leuten vorzuschreiben, wie und womit sie sich amüsieren wollen. |
1. DROGEN TÖTENIn den Vereinigten Staaten sind verschreibungspflichtige Opioide legal und reguliert. Dennoch haben nach Angaben der Amerikanischen Drug Enforcement Administration Überdosis-Todesfälle durch verschreibungspflichtige Medikamente „Epidemie“-ähnliche Ausmaße erreicht. In Europa sind mehr als 8.400 Menschen an einer Überdosis gestorben. Die Legalisierung stärkerer Drogen wie Heroin würde nur zu noch mehr Abhängigkeit und Todesfällen führen. Selbst wenn die härtesten Drogen illegal bleiben würden, würden weichere Drogen nur ein erster Schritt zu gefährlicheren Substanzen sein. |
2. LEGALISIERUNG BEDEUTET REGULIERUNGIllegale Drogen werden häufig mit toxischen Substanzen oder mit anderen Substanzen vermischt und die Reinheit und Stärke jeder produzierten Charge kann enorm variieren. Das liegt daran, dass Drogen auf dem Schwarzmarkt gekauft und verkauft werden, abseits von Regeln und Kontrollmechanismen. Wenn Drogen legalisiert würden, könnten sie standardisiert und reguliert werden. |
2. DER KONSUM NIMMT ZUDrogen machen süchtig. In den Vereinigten Staaten sind über sieben Millionen Menschen drogenabhängig oder Konsumenten von Drogen. Sollten sie legalisiert werden, würden noch mehr Menschen abhängig werden, einschließlich junge Menschen. |
3. BESSERE SUCHT-BEHANDLUNGWären Drogen legal, wäre es einfacher abhängige Menschen zu identifizieren und zu behandeln. Drogensucht sollte wie eine Krankheit behandelt werden, nicht wie ein Tatbestand. Abhängige treibt es in den Untergrund, wenn der Erwerb und der Besitz von Drogen illegal sind. Die Legalisierung von Drogen könnte mit wirksameren Wegen zur Rehabilitation und zur Unterstützung von Abhängigen einhergehen. |
3. LEGALISIERUNG IST KEIN ALLHEILMITTELDie Legalisierung von Drogen wird nicht zu weniger Gewalt und sozialen Problemen führen. Schaut man nach Amsterdam oder Tschechien, wo liberalere Ansätze zu einem Anstieg des Drogentourismus und öffentlichem Aufruhr geführt haben. In den Niederlanden haben einige Städte deshalb strengere Regeln hinsichtlich des Cannabis Verkaufs eingeführt. Laut der US Drug Enforcement Administration gehen “Kriminalität, Gewalt und Drogen Hand in Hand.” Sie argumentieren, dass „sechs Mal so viele Tötungsdelikte von Menschen begangen werden, die unter dem Einfluss von Drogen stehen, als von denen, die Geld suchen, um Drogen zu kaufen.“ |