PRO ALTERNATIVE MEDIZIN

CONTRA ALTERNATIVE MEDIZIN

1. ÜBERDOSIERUNG

Ärzte verordnen Arznei immer häufiger ohne dringende Notwendigkeit, was zu einem ernsten Problem führt. Antibiotika Resistenzen sind dabei nur der Anfang. Ärzte beugen sich dem Druck der Patienten und verschreiben Medikamente. Oftmals ist die beste Medizin, nichts zu tun und den Körper sich selbst heilen lassen. Alternative Heilmittel und Therapien können den Wunsch des Patienten nach einem sichtbaren Behandlungsverlauf befriedigen und gleichzeitig Raum für den körpereigenen natürlichen Heilungsprozess bieten, der einer übermäßigen Abhängigkeit von Medikamenten vorzuziehen ist.

1. ES IST QUACKSALBEREI

Es gibt keinen Beweis, dass alternative Medizin funktioniert. Gibt es Beweise für die Wirksamkeit einer Behandlung, wird sie nicht als „alternative“ Medizin bezeichnet, sondern nur als „Medizin“. In kontrollierten klinischen Studien können diese Behandlungen keine wirklichen Ergebnisse liefern. Alternative Medizin ist im Wesentlichen Schlangenöl, das von Personen gefördert wird, die entweder skrupellos, leichtgläubig oder eine Kombination aus beidem sind.

2. EIN PERSÖNLICHERER ANSATZ

Untersuchungen zeigen, dass Konsultationen zwischen Ärzten und ihren Patienten an sich einen therapeutischen Effekt haben können. Praktiker alternativer Medizin bieten tendenziell ausführlichere (und einfühlsamere) Konsultationen an und Patienten, die das traditionelle Gesundheitssystem als zu bürokratisch und unpersönlich empfinden, können von diesem persönlicheren Ansatz tatsächlich profitieren. Einige Menschen werden traditionellen Behandlungen nie vollständig vertrauen oder sich wohl damit fühlen und sie könnten von alternativen Behandlungsmethoden profitieren.

2. ES IST UNETHISCH

Es ist unethisch, einem Patienten wissentlich ein Placebo zu verabreichen. Entweder müssen Sie dem Patienten mitteilen, dass die Behandlung ein Placebo ist (in welchem Fall die Behandlung unwirksam wäre), oder Sie müssen sie belügen. Und ausführlicherer, sensiblerer Konsultationen können auch im Rahmen traditioneller Behandlungen durgeführt werden. Dafür braucht es keine „Wunderpillchen“.

3. DER PLACEBO-EFFEKT

Studien zeigen, dass der Placebo-Effekt echt ist und die Gesundheit eines Patienten positiv beeinflussen kann. Danach bauen alternative Behandlungen auf dem Placebo-Effekt auf und Patienten, die sich einer solchen Therapie unterziehen, können echte Verbesserungen erfahren.

3. ES IST GEFÄHRLICH

Wenn einem Patienten ein Placebo verabreicht wird, dessen Erkrankung effektiv mit echten Medikamenten behandelt werden könnte, kann dies die Gesundheit des Patienten gefährden. Der Placebo-Effekt ist bekanntermaßen unzuverlässig und der Nutzen selbst im besten Fall begrenzt. Grundsätzlich ist Alternative Medizin fast immer weniger reguliert als traditionelle Medizin, und einige dieser Behandlungen können Inhaltsstoffe oder Verfahren enthalten, die gesundheitsschädlich sein können.

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