Arguments for and against GMOs

FOR GMOs

AGAINST GMOs

1. Essen für die Welt

Es wird erwartet, dass die Weltbevölkerung bis zum Jahr 2050 von den 7 Milliarden heute auf 9 Milliarden und sogar darüber hinaus anwächst. Um mithalten zu können, muss laut UN die Lebensmittelproduktion in den nächsten 35 Jahren verdoppelt werden. Aber die Anbauflächen werden aktuell immer kleiner und kleiner. Biotechnologie ist daher der einzige Weg, genug Lebensmittel für die wachsende Bevölkerung zu produzieren, indem die Erträge erhöht werden, um mehr Nahrung von weniger Land zu bekommen. Genmanipulierte Lebensmittel sind wesentlich billiger und geeigneter um den Hunger in der Welt zu bekämpfen. Sie senken außerdem die Kosten für Konsumenten und erhöhen den Lebensunterhalt von Farmern in Entwicklungsländern.

1. Umweltrisiko

Genmanipulierte Lebensmittel sind eine ernsthafte Gefahr für die Umwelt. Ihre Samen verbreiten sich auch in Gegenden jenseits der Felder auf denen sie ursprünglich angepflanzt wurden. Fremdbestäubung verursacht Herbizid-resistentes „Superunkraut“, das andere Nutzpflanzen und Wildpflanzen bedroht. Mit dem genetischen Aufbau von Pflanzen herumzuspielen beeinflusst die gesamte Tier- und Pflanzenwelt: Wissenschaftler gehen davon aus, dass genmanipulierte Lebensmittel bereits Schmetterlingspopulationen in den USA dezimiert haben und Geburtsfehler bei anderen Tieren auslösen. Bis wir die langfristigen Effekte entdeckt haben, könnte es bereits zu spät sein.

2. Stärkeres Getreide = Weniger Pestizide

Durch gentechnische Veränderungen können Wissenschaftler Resistenzen gegen bestimme Krankheiten und Schädlinge sozusagen in Pflanzen „einbauen“. Das bedeutet, dass weniger Pestizide benötigt werden, die potentiell schädlich für die Umwelt sein können. Studien zeigen, dass die Einführung von genmanipulierten Sojabohnen und Mais in den USA zu einer Reduzierung von 13 Millionen Kilo Pestiziden innerhalb von 12 Jahren geführt hat. Ohne das Spritzen von Pestiziden wird auch der Treibstoffverbrauch von Bauern gesenkt, was wiederum gut für den Klimawandel ist.

2. Zigaretten sind harmlos, nicht wahr?

Biotech-Firmen benutzen alte „Zigaretten-Wissenschaften“, um zu beweisen, dass genmanipulierte Lebensmittel harmlos oder sogar gut für die Gesundheit sind. Jedoch sind genmanipulierte Lebensmittel Grund für eine Reihe von Besorgnissen. Gene verschiedener Pflanzen zu vermischen kann krasse Auswirkungen auf Allergiker haben – wenn zum Beispiel Paranüsse mit Sojabohnen gemixt werden. Genmanipulierte Lebensmittel erhöhen die Resistenz gegen Antibiotika, und machen damit Medikamente weniger effektiv. Außerdem gibt es Vermutungen, dass Verbindungen zu Krebs, Fortpflanzungsproblemen und Verdauungsstörungen bestehen. Niemand kennt wirklich die Langzeitauswirkungen.

3. Neue Geschmacksrichtung

Lebensmittel können gentechnisch verändert werden, um Geschmack und Konsistenz zu verbessern – Paprika werden schärfer und Mais süßer. In Geschmacksverkostungen werden genmanipulierte Lebensmittel regelmäßig höher bewertet als die natürlichen Varianten. Eine Studie aus dem Jahr 2007 zeigt, dass 60% genmanipulierte Tomaten bevorzugen. Genmanipulationen können Lebensmittel auch länger haltbar machen, was bedeutet, dass Konsumenten frischere Lebensmittel bekommen und weniger weggeworfen wird.

3. Großunternehmen fressen kleine Bauern

Bauern die genmanipulierte Lebensmittel anbauen, sind von den Firmen, die die Patente halten, abhängig – und von ihren Preisen. Sogenannte „Terminator-Technologie“ verhindert, dass die Samen vom Vorjahr wiederverwendet werden können. Damit müssen Bauern jedes Jahr neue Samen kaufen. Es gibt genügend Beweisstudien, die zeigen, dass genmanipulierte Lebensmittel nicht die Erträge erhöhen und natürliche Lebensmittel sogar besser abschneiden. Genmanipulierte Lebensmittel begünstigen Großunternehmen anstelle von kleinen Bauern und verstärken den Trend von industriellen Monokulturen, die schlecht für die Umwelt, Bauern und Konsumenten sind.

4. Verbesserte Gesundheit

Biotechnologie kann Lebensmittel gesünder machen – Salat wird nahrhafter, Kartoffeln enthalten weniger Stärke Öle weniger ungesunde Fette. Studien versuchen zu beweisen, dass das Hinzufügen von bestimmten Genen in Tomaten zu einer höheren Produktion von Antioxidantien führen kann, was wiederum gut gegen Herzerkrankungen und Krebs ist. Den Nährwert von Lebensmittel zu erhöhen, kann besonders wichtig für die Versorgung der Bevölkerung in Entwicklungsländern sein.

4. Nichts schmeckt besser als die Natur

Natürliche Lebensmittel schmecken besser und sind besser für deine Gesundheit. Wir wollen Äpfel, die nach Apfel schmecken, keine künstlich gesüßten Superäpfel. Und wir wollen eine Vielfalt von Produkten, die aus der Natur stammen. Denn wir wollen uns gut fühlen durch unser Essen. Eine Studie zeigt zum Beispiel, dass unsere Geschmacksknospen und unser Bewusstsein verflochten sind. Das Ergebnis legt nahe, dass sich Konsumenten besser fühlen, wenn sie glauben, dass ihr Essen organisch oder fair produziert wurde.

FOTO: CC / Flickr – Chiot’s Run