DAFÜR

DAGEGEN

MINDERT SOZIALE UNGLEICHHEIT

Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde direkt extreme Armut beseitigen und soziale Ungleichheiten mindern. Es würde auch den wirtschaftlichen Beitrag unbezahlter Arbeitskräfte in Bereichen wie Pflege und Kindererziehung anerkennen. Da diese unbezahlte Arbeit meist von Frauen erledigt wird, würden sie durch das Grundeinkommen finanziell abgesichert. Das schafft mehr Gleichberechtigung.

ENTWERTET ARBEIT

Ein Grundeinkommen beseitigt die Notwendigkeit zu arbeiten, was dazu führen würde, dass einige Menschen nicht arbeiten und nichts mehr für die Gesellschaft beitragen würden. Dies könnte Faulheit und anderes problematisches Verhalten fördern und den Wert der Arbeit untergraben. Das gilt insbesondere für Berufe, die einen geringen gesellschaftlichen Status haben. Würden unbeliebte Berufe noch angenommen werden? Das universelle Grundeinkommen könnte zu einem Mangel an Arbeitnehmern in bestimmten Bereichen oder zu überhöhten Löhnen führen, was wiederum wirschaftsschädlich wäre.

ZUKUNFTSSICHERE WIRTSCHAFT

Automatisierung und Digitalisierung bedrohen viele Arbeitsplätze. Ein Grundeinkommen würde sicherstellen, dass die Menschen vor den schlimmsten Folgen geschützt sind. Das könnte sogar positiv sein – die Menschen könnten sich durch die finanzielle Sicherheit in Ruhe umschulen lassen oder ihr eigenes Unternehmen gründen. Auch die Wirtschaft bliebe am Laufen, da sich Arbeitslose weiterhin Konsum leisten könnten.

SCHADET DER WIRTSCHAFT

Jedem Menschen ein Mindesteinkommen zu geben, wäre unerschwinglich. Die Regierungen müssten umfangreiche Kredite aufnehmen, was zu einer dauerhaften Staatsverschuldung führen könnte.

MEHR ZEIT, WENIGER STRESS

Die Menschen könnten ihre Arbeitszeiten verkürzen, ohne ihr Einkommen zu verlieren. Das bringt sie in die Lage Hobbys nachzugehen, mehr Zeit mit der Familie zu verbringen oder beruflich mutiger zu werden. Der kreative Geist der Bevölkerung würde durch mehr Muße gefördert. Sicher würde mehr Zeit auch zu weniger Stress und einer Verbesserung der allgemeinen psychischen Gesundheit führen.

NICHT NUR BEDÜRFTIGE PROFITIEREN

Auch die reichsten der Gesellschaft würden ein Grundeinkommen erhalten. Staatliche Leistungen finanziert von Steuergeldern sollten nur den Schwachen helfen und nicht denen, die bereits Geld haben. Die finanziellen Ressourcen eines Staates sind begrenzt, daher sollten sie sich auf diejenigen ausrichten, die sie am meisten brauchen. Für ein bedingunsloses Grundeinkommen würden gezielte Leistungen abgeschafft, Bedürftige stünden am Ende vielleicht sogar schlechter da.

BESSERE ARBEITSBEDINGUNGEN

Mit einem garantierten Mindesteinkommen steht es den Menschen frei, bei schlechten Arbeitsbedingungen zu gehen.  Arbeitgeber wären dazu gezwungen, gute Bedingungen zu schaffen, einschließlich sinnvollerer Arbeit und besserer Bezahlung. Dies würde die Position der Arbeitnehmer gegenüber Unternehmen stärken.

NIEDRIGERE LÖHNE

Mit einem universellen Sicherheitsnetz hätten die Arbeitgeber keinen Anreiz, die Löhne über das hinaus zu erhöhen, was von der Regierung vorgeschrieben ist. Dies dürften diejenigen, die weniger bezahlte Arbeitsplätze haben, stärker treffen als die wohlhabendsten und damit den Trend zu höheren Mindestlöhnen, der in ganz Europa zu beobachten ist, hemmen.

Foto: (c) BigStock – polack