Bildung ist in Deutschland Ländersache

Bildung ist ein öffentliches Gut und laut Grundgesetz Sache des Staates, doch die konkrete Ausgestaltung übernehmen in unserem föderalen System die Bundesländer. Das bedeutet das es in Deutschland praktisch 16 verschiedene Schulsysteme gibt mit 16 verschiedenen Lehrplänen, Leher*innen Ausbildung und Prüfungsinhalten. Das födere einen Wettstreit um das beste Schulsystem, argumentieren Befürworter des Bildungsföderalismus. Kritiker jedoch bemängeln, dass diese Unterschiede es Schüler*innen und Eltern nach einem Umzug in das neue Bundesland schwer machten. Außerdem sei es aufgrund der unterschiedlichen Prüfungsordnungen fraglich ist, ob die vergebenen Noten in den einzelnen Bundesländern überhaupt vergleichbar sind. Umfragen zeigen, dass sich 60 Prozent der Deutschen wünschen, dass bildungspolitische Entscheidungen grundsätzlich von der Bundesregierung anstatt von den Landesregierungen getroffen werden. Ist es Zeit, ein einheitliches Bildungssystem in Deutschland einzuführen?

Was denken unsere Leserinnen und Leser?

Ihr habt uns EURE Fragen und Kommentare zugeschickt und wir haben sie an einen Leher:innen-Vertreter und an eine Politikerin weitergeleitet! Ihre Antworten findet ihr im Video oben!

  • Heinz-Peter Meidinger ist ein deutscher Gymnasiallehrer und ist der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes
  • Ye-One Rhie ist Bundestagsabgeordnete der SPD und Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung

In seinem Kommentar weist Leser Raphael auf die unterschiedlichen Bildungsniveaus in den deutschen Bundesländern hin. Er schreibt:

Der Süden wird „für den gleichwertigen Bildungsabschluss“ geknechtet, kämpft mit Burnout und Depressionen, während im Norden jeder das Abitur bildlich nachgeschmissen bekommt.

Hat Raphael recht mit seiner Kritik? Ist der in Deutschland gelebte Bildungsföderalismus ein sinnvolles Konzept?

Auch Leser David sieht großen Verbesserungsbedarf bei der Bildung. Dafür macht er auch gleich einen Vorschlag:

Ich finde, einheitliche Schulabschlüsse wären wichtig, dadurch wäre der Einstieg in Ausbildung und Studium fairer. Gibt es Bemühungen der Regierung, zumindest die Lehrpläne der einzelnen Bundesstaaten zu vereinheitlichen? Komplette Zentralisierung von Bildung muss ja nicht unbedingt gleich die Konsequenz davon sein, man kann den einzelnen Bildungsministerien ja immer noch die Organisation der Schulen und ein bestimmtes Interventionsrecht lassen…

Wie stehen Sie zu Davids Vorschlag? Würde eine schrittweise Abschaffung des Bildungsföderalismus zu einem gerechteren Bildungssystem führen?

Sollte der Bildungsföderalismus abgeschafft werden?

Welche Vor- und Nachteile hat der Bildungsföderalismus? Würde eine schrittweise Abschaffung des Bildungsföderalismus zu einem gerechteren Bildungssystem führen? Schreib uns einen Kommentar und wir leiten ihn an Politiker:innen und Expert:innen weiter!

Foto: romrodinka auf Bigstock

Gefördert von der Europäischen Union. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die des Autors/der Autoren und spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union oder der Europäischen Kommission wider. Weder die Europäische Union noch die Bewilligungsbehörde können für sie verantwortlich gemacht werden.


2 Kommentare Schreib einen KommentarKommentare

Was denkst Du?

  1. avatar
    EDE Amiko

    Es geht um eine sinnvolle Verteilung. Wichtig sind eben auch Europäische Geschichte und Europäische Sprache. Europäisches Basiswissen. https://t.co/RonBWEzKsW

  2. avatar
    Maria

    Wir sind von NRW nach Bayern gezogen und es war eine Katastrophe sich mit dem neuen System zurechtzufinden

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