Soziales Medium oder Risiko für die psychische Gesundheit?

Wenn du zu der Generation der „Millennials“ oder der „Gen-Z“ gehörst, dann verbringst du wahrscheinlich einen Teil deines Tages damit, durch Instagram zu scrollen, TikToks zu filmen und Nachrichten mit deinen Freund:innen zu schreiben. Social Media bietet eine einfache Weise, um mit alten Freunden in Kontakt zu bleiben, schöne Bilder und witzige Memes mit ihnen zu teilen. Aber in den letzten Jahren wurden einige soziale Netzwerke immer wieder dafür kritisiert, wie sie unseren Seelenzustand beeinflussen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben einen Zusammenhang zwischen dem Gebrauch von Social Media und mehreren psychischen Gesundheitsproblemen gefunden. Die Rolle von Instagram, TikTok und Snapchat wird in diesem Kontext besonders oft betont. Wie kommt das?

Alltag oder Höhepunkte?

Als Instagram 2010 gegründet wurde, war die App eine Plattform für Schnappschüsse aus dem Alltag, Hunde- oder Essensfotos. Zwölf Jahre später hat sich das deutlich geändert: Nutzer:innen teilen zwar immer noch ihr Leben, aber eine idealisierte Version davon – jedes Foto wird mit einer von dutzenden auf Instagram spezialisierten Bildbearbeitungsapps nachgebessert.

Wenn man Tag für Tag mit so vielen scheinbar perfekten Leben konfrontiert wird, kann das unser eigenes Leben langweilig wirken lassen, im Prinzip vergleichst du deinen „Blick hinter die Kulissen“ mit den Höhepunkten von allen anderen. Dieser konstante Vergleich wirkt sich schlecht auf unsere Zufriedenheit und auf unser Selbstwertgefühl aus. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Zeitdauer, die Teenager täglich auf den sozialen Medien verbringen, einen großen Einfluss auf ihre psychische Gesundheit hat.

Auf der anderen Seite gibt es auch viele Nutzer, die es lieben, durch ihre eigenen Posts zu scrollen und in ihren Erinnerungen zu schwelgen. Als eine Art digitales und vor allem interaktives Fotoalbum kann Instagram also auch durchaus positive Wirkungen haben, so sorgt jedes Like für Glückshormone.

Was denken unsere Leserinnen und Leser?

Ihr habt uns Fragen und Kommentare geschickt, die wir an Expertinnen weitergeleitet haben: Dr. Kirsten Kappert-Gonther ist Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und seit 2017 Bundestagsabgeordnete in der Fraktion B90/Die Grünen. Dr. Manuela Richter-Werling, Gründerin und Mitarbeitende Geschäftsführerin von Irrsinnig Menschlich e. V., eine international tätige Non-Profit-Organisation, die seit 20 Jahren Präventionsangeboten für Jugendliche und junge Erwachsene zur psychischen Gesundheit durchführt. Ihre Antworten auf EURE Fragen könnt ihr im Video oben sehen!

Wir haben diesen Kommentar von Eleri erhalten:

Ich glaube, dass die sozialen Medien einen großen Einfluss auf die körperliche und geistige Gesundheit der Menschen haben.

Hat Eleri recht? Was sollten spezifisch junge Menschen bei der Nutzung der Sozialen Medien beachten? Dr. Kirsten Kappert-Gonther und Dr. Manuela Richter-Werling beantworten diese Frage oben im Video!

Sind soziale Medien schlecht für die mentale Gesundheit?

Oder sind sie einfach nur ein unterhaltsamer Zeitvertreib, dessen Auswirkungen nicht übertrieben werden sollten?  Schreib uns einen Kommentar und wir leiten ihn an Politiker:innen und Expert:innen weiter!

Foto: DimaBerlin

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2 Kommentare Schreib einen KommentarKommentare

Was denkst Du?

  1. avatar
    Ha We

    Um den Perfektionismus muss man sich weniger Sorgen machen. Um die vielen jungen Leute, die in ihrer Filterblase hocken und alles niederknüppeln, was ihnen nicht passt, dagegen schon.
    Und um Cybermobbing.

  2. avatar
    Thomas

    Vor allem die Zeit, die man vor dem Bildschirm verbringt finde ich problematisch. die meisten von uns schauen doch am Tag länger auf Handy, PC, Tv als auf irgendwas anderes. Kann nicht gut sein

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