
Die Hälfte der europäischen Kleinunternehmen steht kurz vor dem Bankrott.
Kleine und mittlere Unternehmen machen 99% aller Unternehmen in der EU aus und beschäftigen Zweidrittel der Beschäftigten, eine Pleitewelle wäre absolut verheerend. Die zweite Corona-Welle stellt diese Unternehmen erneut auf die Probe. Reichen die finanziellen Hilfen der Regierung? Werden sie Mitarbeiter entlassen? Wie weit können sich die Unternehmen anpassen?
Nicht alle Unternehmen können sich im Internet neu aufstellen.
Selbst wenn das Geschäftsmodell online möglich ist, fehlt es den Geschäftsinhabern (und ihren Kunden) möglicherweise an digitalen Fähigkeiten, oder sie verfügen nicht über die finanziellen Ressourcen, um zu investieren. Darüber hinaus kann, insbesondere in ländlichen Gebieten, der Internetzugang unzuverlässig oder begrenzt sein. Wie kann diesen Unternehmen geholfen werden, damit sie die zweite Corona-Welle überstehen?
Was denken unsere Leserinnen und Leser?
Oliver hat darauf hingewiesen, dass Europa ein schnelles und zuverlässiges Internet braucht, wenn die gesamte Wirtschaft ihre Dienste online anbieten will. Ist unsere Infrastruktur darauf vorbereitet?
Um eine Antwort zu erhalten, haben wir der tschechischen Europaabgeordneten Dita Charanzová Olivers Frage gestellt. Wie lautet ihre Antwort?
Das ist eine sehr gute Frage, Oliver, daran arbeiten wir gerade in der Politik. Wir haben natürlich einen wahnsinnigen Anstieg an Internetverkehr im Jahr 2020 beobachten können. Es gab keine großen technischen Störungen. Die Internetanbieter konnten den erhöhten Bedarf gut decken, das bedeutet aber sicher nicht, dass Europas digitale Infrastruktur perfekt ist. Immer mehr Europäerinnen und Europäer haben Zugang zum Internet, es sind 90 Prozent, das ist eine gute Sache, auch wenn wir natürlich noch die letzten zehn Prozent erreichen müssen. Es geht aber nicht nur um Zugang, sondern auch um die Qualität des Internets. Da müssen wir uns drum kümmern und noch mehr Programme auf den Weg bringen, vor allem um zu verhindern, dass die ländlichen Regionen abgehängt werden.
Dieselbe Frage stellten wir auch Eline Chivot, Senior Policy Analyst am Center for Data Innovation. Was ist ihre Meinung über Europas digitale Infrastruktur?
Ja, Oliver hat auf jeden Fall recht, wir haben in ganz Europa eine Zunahme des Internetverkehrs sehen können. Deutschland hat erst vor kurzem einen neuen Rekord aufgestellt, nie waren mehr Menschen gleichzeitig im Netz. Es war wahrscheinlich eine Kombination aus dem Lockdown, den US-Wahlen und der Champions League. Viele Unternehmen verlegen ihre Aktivitäten ins Netz, Arbeitnehmende werden dazu angehalten, zuhause zu arbeiten und sich weiterzubilden. Dafür ist ein schnelles und zuverlässiges Internet natürlich die Voraussetzung. Der generelle Trend in Europa geht ganz klar in die Richtung, dass die Leute besser vernetzt sind, ganz unabhängig von der Krise. Während der Lockdowns haben sich die Verhaltensweisen etwas geändert, aber bisher wurde der erhöhten Nachfrage sehr gut nachgekommen. Selbst wenn sich der Bedarf noch erhöhen würde, sind wir in der ersten Welt sehr gut aufgestellt.
Unser Leser Paul macht sich darüber Sorgen, dass nicht alle die Fähigkeiten haben, in der neuen Onlinewelt zurecht zu kommen. Wir fragten Selin Song, die für die Kundenbetreuung bei Google verantwortlich ist.
Technologie sollten jedem helfen, unabhängig vom Alter, Bildungsniveau, Herkunft oder Standort. Es war schon vor der Corona-Krise klar, dass die Jobs der Zukunft neue digitale Fähigkeiten verlangen. Jetzt sind viele Arbeitsplätze durch Corona bedroht, daher ist es noch dringender geworden, in Menschen und Unternehmen zu investieren, um den wirtschaftlichen Wiederaufbau inklusiv und nachhaltig zu gestalten. Eine Studie von McKinsey hat gerade erst wieder bestätigt, dass digitale Fähigkeiten der Schlüssel sind. Vor fünf Jahren haben wir eine hohe Jugendarbeitslosigkeit und gleichzeitig einen Fachkräftemangel gesehen. Wir haben mit „Grow with Google“ in die digitale Zukunft von Unternehmen und Menschen investiert, weltweit haben wir 70 Millionen Menschen eine Weiterbildung ermöglicht. Aber wir arbeiten weiter daran, zum Beispiel haben wir seit Beginn des Lockdowns 30 000 Menschen in Frankreich weitergebildet.
Kann Technologie Unternehmen durch die Krise helfen?
Ist die digitale Infrastruktur Europas gut aufgestellt? Hat die Corona-Krise die Entwicklungen am Arbeitsmarkt in Richtung online einfach nur beschleunigt? Wie können sich kleinere Unternehmen neu aufstellen, um durch die Krise zu kommen? Diskutiert mit!
Foto: BigStock © RossHelen
Dieser Beitrag wurde von Google finanziell unterstützt, mehr dazu in unserem FAQ.

Das ist eine sehr gute Frage, Oliver, daran arbeiten wir gerade in der Politik. Wir haben natürlich einen wahnsinnigen Anstieg an Internetverkehr im Jahr 2020 beobachten können. Es gab keine großen technischen Störungen. Die Internetanbieter konnten den erhöhten Bedarf gut decken, das bedeutet aber sicher nicht, dass Europas digitale Infrastruktur perfekt ist. Immer mehr Europäerinnen und Europäer haben Zugang zum Internet, es sind 90 Prozent, das ist eine gute Sache, auch wenn wir natürlich noch die letzten zehn Prozent erreichen müssen. Es geht aber nicht nur um Zugang, sondern auch um die Qualität des Internets. Da müssen wir uns drum kümmern und noch mehr Programme auf den Weg bringen, vor allem um zu verhindern, dass die ländlichen Regionen abgehängt werden.
Ja, Oliver hat auf jeden Fall recht, wir haben in ganz Europa eine Zunahme des Internetverkehrs sehen können. Deutschland hat erst vor kurzem einen neuen Rekord aufgestellt, nie waren mehr Menschen gleichzeitig im Netz. Es war wahrscheinlich eine Kombination aus dem Lockdown, den US-Wahlen und der Champions League. Viele Unternehmen verlegen ihre Aktivitäten ins Netz, Arbeitnehmende werden dazu angehalten, zuhause zu arbeiten und sich weiterzubilden. Dafür ist ein schnelles und zuverlässiges Internet natürlich die Voraussetzung. Der generelle Trend in Europa geht ganz klar in die Richtung, dass die Leute besser vernetzt sind, ganz unabhängig von der Krise. Während der Lockdowns haben sich die Verhaltensweisen etwas geändert, aber bisher wurde der erhöhten Nachfrage sehr gut nachgekommen. Selbst wenn sich der Bedarf noch erhöhen würde, sind wir in der ersten Welt sehr gut aufgestellt.
Technologie sollten jedem helfen, unabhängig vom Alter, Bildungsniveau, Herkunft oder Standort. Es war schon vor der Corona-Krise klar, dass die Jobs der Zukunft neue digitale Fähigkeiten verlangen. Jetzt sind viele Arbeitsplätze durch Corona bedroht, daher ist es noch dringender geworden, in Menschen und Unternehmen zu investieren, um den wirtschaftlichen Wiederaufbau inklusiv und nachhaltig zu gestalten. Eine Studie von McKinsey hat gerade erst wieder bestätigt, dass digitale Fähigkeiten der Schlüssel sind. Vor fünf Jahren haben wir eine hohe Jugendarbeitslosigkeit und gleichzeitig einen Fachkräftemangel gesehen. Wir haben mit „Grow with Google“ in die digitale Zukunft von Unternehmen und Menschen investiert, weltweit haben wir 70 Millionen Menschen eine Weiterbildung ermöglicht. Aber wir arbeiten weiter daran, zum Beispiel haben wir seit Beginn des Lockdowns 30 000 Menschen in Frankreich weitergebildet.
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