Kernkraftwerk Grohnde in Niedersachsen

Es muss eine Million Jahre im Voraus geplant werden

So lang ist die Halbwertzeit von Atommüll. Es muss ein Ort gefunden werden, der dem radioaktiven Abfall für eine Million Jahre eine sichere Bleibe unter der Erde bieten kann. Dabei spielt nicht nur die Beschaffenheit des Untergrunds eine Rolle, ein mögliches Endlager muss auch Terroranschlägen standhalten können und die Region darf nicht zu dicht bevölkert sein. Nach 60 Jahren Atomkraft ist kein Endlager gefunden, der Müll lagert mehr schlecht als recht in Zwischenlagern. Wie lässt sich eine Lösung finden?

In ganz Deutschland soll nach Standorten gesucht werden

Es geht um 1.900 Castorbehälter mit etwa 27.000 Kubikmeter radioaktiven Abfall, für die ein Ort in Deutschland gefunden werden muss. Durch den beschlossenen Atommausstieg im Jahr 2022 kommt zumindest kein neuer Atommüll nach, für den weitere Standorte gebraucht würden. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung hat vor Kurzem einen Zwischenbericht veröffentlicht, der 90 Regionen identifiziert, die gute geologische Voraussetzungen für die Lagerung von Atommüll haben. Der Streit um den Salzstock Gorleben als Endlager ist Teil der Geschichte der Bundesrepublik – Wird dieser wissenschaftliche Ansatz, um ein Endlager zu finden, den Streit schlichten?

Die Bayern stellen das Verfahren in Frage

Fast alle Bundesländer kommen laut der Wissenschaftler für einen Standort in Frage – die geologischen Gegebenheiten seien in Deutschland sehr günstig, da es die letzten fünf Millionen Jahren kaum vulkanische oder seismische Aktivitäten gab. Flächenmäßig sind vor allem Bayern und Niedersachsen betroffen, was bereits für Protest aus der bayerischen Landesregierung gesorgt hat.

Wohin mit dem deutschen Atommüll?

Bis 2031 will die Politik basierend auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen eine Entscheidung fällen, 2050 könnte das Endlager eröffnet werden. Haltet Ihr das für möglich? Kann die Wissenschaft den politischen Streit schlichten? Schreibt uns!

Foto: Bigstock © makasanaphoto



5 Kommentare Schreib einen KommentarKommentare

Was denkst Du?

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    Daniel Fechner

    Mh … ich denke gerade an die Wahlrechtsreform … ne, im Dtl. scheint dies nicht möglich zu sein.

  2. avatar
    Mario

    Zu den Grünen in Ihre Wohnungen

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    Adam

    Andere sind bereits viel weiter wie wir.
    Man schaue nur nach Japan die sind schon bei 99 Prozent Recyelbaren Restmüll. Aber kommt halt nicht aus Deutschland.

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    Aaron

    DASS hat man sich auch in 1945 abgefragt,wohin mit al die Kriegsverbrecher von mehr dan 100 miljoenen Toten??? Leider ist fast NICHTS passiert damals und DASS passiert jetzt auch mit diese Atommuhl!!!!

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