Auch die Schweden halten Abstand – freiwillig

Die Schweden gehen anders mit dem Coronavirus um

Das Land im Norden wird sehr oft genannt, wenn es um einen alternativen Umgang mit dem Coronavirus geht. Im Gegensatz zum Rest der Welt, setzt Schweden nicht auf einen Lockdown, sondern auf viele freiwillige Maßnahmen, die auch gut zu funktionieren scheinen. Stimmt das aber? Und lässt sich vor allem die Situation auf den Rest Europas anwenden? Schließlich ist Schweden viel dünner besiedelt als die meisten anderen europäischen Länder.

Auch in Schweden wütet das Virus

Der Vergleich von Zahlen ist schwierig, da jedes Land anders testet und Zahlen erhebt. Dennoch lässt sich von der Zahl der Toten auf 100.000 Einwohner sehen, dass es in dem skandinavischen Land vor allem zu Beginn der Krise vergleichsweise viele Todesfälle gegeben hat – so waren es in Schweden 32, während Deutschland pro 100.000 Einwohner neun Todesfälle zu beklagen hatte. Trotzdem blieben und bleiben die Kitas, Grundschulen, Cafés, Restaurants, Kinos und Geschäfte geöffnet. Jetzt scheint sich die Kurve abzuflachen.

Es ist nicht so, dass in Schweden das Leben gewohnt weiterging.

Die Grenzen zu den Ländern außerhalb der EU sind dicht, mehr als 50 Personen dürfen sich nicht treffen, Besuche in Altersheimen sind verboten, ältere Kinder und Studierende lernen online. Darüber hinaus gelten freiwillige Empfehlungen, an die sich die meisten Bürger halten – auch ohne gesetzliche Verbote sind die Kinos und Geschäfte leer. Letztendlich unterscheidet sich der Alltag in Schweden und Deutschland also gar nicht so sehr.

Was lässt sich aus Schwedens Sonderweg lernen?

Ob die Strategie erfolgreich war oder gescheitert ist lässt sich noch längst nicht sagen. Es gilt abzuwarten, ob es in den Ländern mit strengen Maßnahmen eine zweite Infektionswelle geben wird. Davon wäre Schweden weniger betroffen, da nie ein strenger Lockdown umgesetzt wurde, der jetzt gelockert würde.

Was denkt ihr?

Welche Strategie wird sich bewähren? Schreibt uns Eure Meinung, wir geben sie an die Entscheidungsträger weiter!

Foto: Unsplash (cc) Jonathan Brinkhorst



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