Viele Länder lockern vorsichtig erste Maßnahmen.

Die Bundesregierung und Chefs der Länder haben Lockerungen entschieden

Die ersten Geschäfte dürfen wieder Kunden empfangen, Friseure ihre Türen öffnen und einige Jahrgänge wieder in die Schule gehen, während Kindergärten weitestgehend geschlossen bleiben. Dennoch bleibt das Kontaktverbot weiter bestehen, große Menschenansammlungen werden den ganzen Sommer über verboten bleiben und die ersten Bundesländer führen eine Maskenpflicht ein. Damit sind die Regierungen vielen Empfehlungen der Forschungsgemeinschaft der Leopoldina gefolgt.

Unsere europäischen Nachbarn gehen andere Wege

In Spanien dürfen viele seit Ostern wieder zur Arbeit gehen, während strenge Ausgangssperren in Kraft bleiben. In Österreich öffnen seit einer Woche schrittweise die Geschäfte, die jedoch nur noch mit Schutzmasken betreten werden dürfen. Dänemark beginnt wiederum als erstes Krippen und Grundschulen phasenweise zu öffnen, bevor es Erleichterungen für die Wirtschaft gibt. Kurzum, es gibt nicht nur einen Weg zurück aus der Krise. Sollten die Maßnahmen dann nicht auch diskutiert werden?

Auf Kritik reagiert die Regierung verschnupft

Diskussionen über eine Lockerung der Maßnahmen werden als „Öffnungsdiskussionsorgien“ von der Kanzlerin kritisiert. Es wird befürchtet, dass die Corona-Maßnahmen beliebig erscheinen und in Folge dessen nicht mehr ernst genommen werden, wenn man sie zerredet. Andererseits ist es sicher nachvollziehbar, wenn Eltern – die weiterhin im Homeoffice neben dem Job Kinder betreuen müssen – eher Dänemarks Modell der Lockerungen begrüßen würden oder sich Ladenbesitzer mit einer Geschäftsfläche von mehr als 800 Quadratmetern fragen, warum die Konkurrenz mit weniger wieder öffnen darf.

Dürfen die Corona-Lockerungen nicht diskutiert werden?

Gehören Diskussionen zu jedem Thema in Demokratien einfach dazu oder gilt es, manche Entscheidungen nicht in Frage zu stellen? Was denkst Du?

IMAGE CREDITS: Photo by Yohann LIBOT on Unsplash


5 Kommentare Schreib einen KommentarKommentare

Was denkst Du?

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    Daniel Fechner

    Natürlich sollte diskutiert werden … allerdings bringen Argumente à la: „Also dieser Experte ist anderer Meinung, deshalb leben wir in einer Diktatur.“ wenig hilfreich.
    Andererseits sollten auch Argumente dafür: „Das RKI akzeptier dies nicht, also stimmt es nicht.“ diskutiert werden, oder wenigstens erklärt, wieso man dies nicht macht.
    Zu guter letzt sollte man grundsätzlich nachvollziehen … es geht um eine Zukunft, die noch sehr ungewiss ist und relativ schnell in einer Katastrophe enden könnte, andererseits sollten sich wirtschaftliche Nachteile in Grenzen halten, auch wenn dies nicht für jeden möglich sein wird.
    P.s.: Das Argument mit den armen Sparern/Rentnern, die in Aktien investiert haben und deswegen weiterhin Ausschüttungen wünschen … solange eine Firma keinen Gewinn ausschüttet, erwirtschaftet sie nunmal keinen, das haben Krisen an sich.

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    Raphael

    Mir wird schlecht, wenn ich Merkel und Orgien in einem Satz höre

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    Dieter

    Man kann und muss alles diskutieren, es darf aber in der momentanen Situation keinen Überbietungswettbewerb geben…

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    Kerstin

    Ein Land in dem Diskussionen verboten sind , ist wohl alles Mögliche , aber auf gar keinen Fall eine Demokratie.

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