
Ist den EU-Mitgliedern die Lust auf einen Austritt vergangen?
Ob Coronavirus oder nicht, Großbritannien ist am 31. Januar 2020 aus der EU ausgetreten und muss nun bis zum Ende dieses Jahres aushandeln, wie es nach der Übergangsfrist weitergeht. Bis dahin muss sich das Land an EU-Regeln halten und auch weiterhin seine Beiträge zahlen, Mitspracherechte in den Institutionen der Union hat das Vereinigte Königreich derweil nicht mehr. Nicht gerade die beste Lage, um „Kontrolle“ zurückzugewinnen, wie es die Brexitbefürworter versprochen hatten.
Premierminister Boris Johnson muss nun in zwei Krisen Führungsstärke und Sachkenntnis beweisen – bei der Corona-Pandemie, die auch nicht mehr vor seinem Land Halt macht und den Brexitverhandlungen. Spätestens im Sommer kann der Übergangszeitraum noch einmal verlängert werden. Wird Großbritannien diese Option wählen?
Was denken unsere Leser?
Unser Leser Marius ist pessimistisch was den europäischen Zusammenhalt angeht. Er befürchtet, dass die EU bald ein weiteres Mitglied verlieren wird. Hat er recht?
Diese Frage haben wir bei unserer Livedebatte mit den Politikern Gregor Gysi (Die Linke), Damian Boeselager (Volt) und Moritz Körner (FDP) aufgegriffen. Seht im Video ihre Diskussion.
Welches Land tritt als nächstes aus der EU aus?
Was denkt Ihr? Ist der Brexit ein abschreckendes Beispiel und wird in Zeiten der Krise Europa wieder geschätzt oder werden weitere EU-Mitglieder dem Beispiel Großbritanniens folgen?
Schreibt uns Eure Einschätzung, wir geben sie den Experten und Politikern weiter!
Foto: BigStock (c) Jakub Junek
10 Kommentare Schreib einen KommentarKommentare
Eines dürfte allen klar geworden sein , dass unsere Erde eine Kugel ist und es mehr als eine Thema gibt das wir NUR zusammen lösen werden können. Seufz , im jeder Krise Steck auch das Potential…..etwas grundlegend zu ändern. Gerade im Moment sehen wir JEDEN Schwachpunkt…..
Ich hoffe ,Wir lernen daraus …..gegen nach dem überstehen noch wieder zur Tagesordnubg über .
Aktuell sehe ich da Italien, das Volk dort sieht aktuell direkt, welche Länder wirklich helfen, und EU ist da deutlich unterpräsentiert
Italien, die EU zeigt gerade ihre hässliche Fratze.
Hilfe kommt von nicht EU Staaten, die der Westen zwanghaft verteufelt.
ich sehe zur Zeit kein Land das dem Beispiel GB folgen wollen. Gerade jetzt in der Krisenzeit sehen viele doch die Vorteile einer Union und sei es nur finanziell. Wer jetzt gehen würde wäre doch mehr als dämlich.
keins
In Zukunft wird ein -xit Szenario ohne Bedeutung sein.
Der Leitzins der EZB steht bereits seit Jahren bei 0%. Seit Kurzem erfolgte die letzte Verzweiflungstat der Zentralbank, in dem sie Schrottanleihen aufkaufte.
EU-Mitglieder die bisher auf den Euro im eigenen Land verzichteten, genießen einen kleinen Vorteil.
Nichtsdestotrotz verkommt langfristig der gesamte europäische Kontinent zur chinesischen Kolonie.
Auch wenn Europa, die europäische Union nicht perfekt ist, so wissen doch alle um die Vorteile, Freiheit, Demokratie, Rechtsstaat, und Notwendigkeiten bescheid.
Europa, ein vereintes Europa, wird wischen xi und Trump nur gemeinsamer erfolgreich sein.
Tachauch
Sie recherchieren zu wenig.
Es wird keine Schritte zurück in kriegerischen voelkischen Nationalstaat geben.
So einfach ist.
Nur eine EU der Vaterläner hat sinn. Diese EU wollte auch Helmut Kohl.