
Vergessen wir uns die Vergangenheit schön?
Früher gab es noch den Job und den Partner fürs Leben, alles war billiger und die Jugend höflicher. Wer hat das noch nicht gehört? Stimmt es aber? Bleiben nicht vielmehr die schönen Erlebnisse der Vergangenheit in Erinnerung und wir vergessen die Schattenseiten?
In Erinnerungen schwelgen vermittelt fast jedem Geborgenheit.
Auf der anderen Seite stehen die alltäglichen Schlagzeilen von Mord und Totschlag. Vor allem Ältere ziehen ihre Vergangenheit der Zukunft vor, würden lieber in ihrer Vergangenheit als der Zukunft leben. Andererseits muss man sich schon fragen, welches Früher besser gewesen sein soll: die Kriegsjahre, die Nachkriegszeit des Mangels, die Angst während des Kalten Krieges, die Ölkrise oder die neue Zeit des Terrors?
Was denken unsere Leser?
Unser Leser Christian wünscht sich die 80er Jahre zurück, vor allem politisch. Er will die D-Mark und nationale Grenzen. War es aber damals wirklich besser oder nur anders?
Diese Frage haben wir bei unserer Livedebatte mit den Politikern Gregor Gysi (Die Linke), Damian Boeselager (Volt) und Moritz Körner (FDP) aufgegriffen. Seht im Video ihre Diskussion.
War früher wirklich alles besser?
Vergessen wir die schlechten Erlebnisse der Vergangenheit und erinnern uns lieber an die guten? Wünscht Ihr Euch in eine andere Zeit zurück oder seid Ihr gespannt auf die Zukunft? Schreibt uns Eure Kommentare!
Foto: Unsplash (cc) Annie Spratt
4 Kommentare Schreib einen KommentarKommentare
Man kann sich eigentlich keine Zeit zurückwünschen, zumal sie ja nicht gut genug war, um zu bleiben.
Rückschau ist aber wichtig, wegen der vergebenen Chancen. Vor 2.WK war bereits klar, was gebraucht wird.
Früher war nichts besser, nur anders.
Nur die Zukunft bietet uns die Möglichkeit sie im Guten zu gestallten.
Die Zukunft hat das Potential aus den Fehlern der Gegenwart und Vergangenheit zu lernen.
Zukunftsmensch.
Eindeutig. Die Gestaltung einer lebenswerten Zukunft für alle ist am spannendsten.
Mich fasziniert vor allem der Lebensalltag und das scheinbar Banale der Zukunft für das Individuum.🙂
Eine glückliche Kindheit ist ein starkes Rückgrat, aber übermässig in Erinnerungen schwelgen ? Nein!
Es geht ja darum gerade eine Glückliche Kindheit in die Gegenwart und Zukunft zu „übersetzen.“ quasi und diese Erfahrung des Glücks und dessen Umstände und Vorraussetzungen möglichst weit zu teilen, so dass es auch Andere erleben!
Eine Glückliche Welt ist eine gute Welt.