Wird der Brexit noch zum Kampf?

Goodbye, Großbritannien. Das erste Mal in der Geschichte der Europäischen Union verlieren wir einen Mitgliedsstaat, so haben die Briten in einer Volksabstimmung vor drei Jahren entschieden. Ist damit alles erledigt? Die britischen Abgeordneten haben das Europäische Parlament verlassen, es ist aber noch längst nicht geklärt, wie die Beziehungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich in Zukunft aussehen werden.

Die Scheidung ist offiziell, die Zukunft aber ungewiss

Jetzt beginnt die zweite Phase des Brexits. Für 2020 bleiben noch fast alle Regelungen mit Übergangsfristen in Kraft. Großbritannien hat weiterhin vollen Zugang zum EU-Binnenmarkt, seine Bürger können in der EU leben und arbeiten und es wird auch umgekehrt niemand des Landes verwiesen. Zugleich wird Großbritannien nicht mehr mit am Verhandlungstisch sitzen, wenn es um neue europäische Regeln geht. Während der Übergangszeit werden die Briten alle Vorschriften übernehmen müssen, ohne mitentscheiden zu dürfen. Verständlicherweise will der britische Premier Boris Johnson – aber auch die EU – diese Übergangszeit möglichst kurzhalten. Gespräche über die künftigen Handelsbeziehungen haben gerade erst begonnen. Normalerweise brauchen die Unterhändler aber länger als elf Monate. Der nächste „harte“ Brexit ohne Handelsabkommen droht zum Ende dieses Jahres.

Es stehen uns also weitere spannende Monate bevor.

Können wir den Brexit endlich hinter uns lassen? Oder wird die nächste Phase des Prozesses noch bitterer sein? Gibt es eine Chance, dass die Briten wieder beitreten wollen? Schreibt uns, wir sind gespannt auf Eure Sicht der Dinge!

Foto: Bigstock © Ezio Gutzemberg



7 Kommentare Schreib einen KommentarKommentare

Was denkst Du?

  1. avatar
    Hans

    Abwarten und Tee trinken, nach dem Austritt ist vor dem Eintritt.

  2. avatar
    Henning

    UK wird ein Modell nach Blaupause von Singapore fahren als Konkurrenzmodell zum Binnenmarkt was die deutsche Vormachtstellung einhegt.

    Die italienische Regierung wird dieses Jahr eine Volkssbstimmung lancieren zum Verbleib in der EU oder hin zu mehr Souveraenitaet resp.Austritt….

    Das Experiment EU ist de facto nicht in der Lage ausser dem Binnenmarkt,dem freien Waren und Personenverkehr und fragwuerdigen Subventionen von PPP Modellprojektierungen(siehe spanische Flughaefen) durch Querfinanzierungen von EU unterstuetzten NGO’s einen zukunftsorientierten oekonomischen Masterplan aufzuzeigen wie China es vormacht.

    Durch den Wegfall eines der groessten Nettozahlerlaender muss die Last neu aufgeschluesselt werden.

    Die EU ist eine Dummy Chimaere ,eine sehr intransparente Institution dessen komissionarische Regulierungswut in keinem Masstab steht und dessen Stimme in geo-politischen Fragen in einer multipolar strukturierten Welt eigentlich gar keine Rolle spielt.

    Das operative parlamentarische Geschaeft zur Entscheidungsfindung ist ebenfalls ein sehr intransparenter Prozess der in Zeiten von verstaerkten Sorgfaeltigkeitspruefungen ebenfalls ein Alleinstellungsmerkmal zeichnet.

    Ich denke das aufgrund der schwierigen wittschaftlichen europaeischen Gesamtsituation gepaart mit dem USA/China Konflikt ,der nur verstaendlicherweise in Europa auftretenden Klimahysterie Nationalstaaten dieses Jahr gefordert sind konkrete Konsequenzen zu ziehen.

  3. avatar
    Hans

    Das Friedensprojekt Europa fährt gerade durch schweres Wasser und wird am Ende dadurch an Stärke gewinnen.
    .
    Die Zeiten egoistischer dumpfer Nationalstaaten hat sich erledigt.

  4. avatar
    Ede

    Möglicherweise werden einzelne Republiken beitreten. England wird vorerst nicht dabei sein. Europa darf sich nicht weiter von den Nationalisten spalten lassen.

  5. avatar
    Hans

    Nach volltrunkenem Jubel folgen Kopfschmerzen und Kater .

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Notify me of new comments. You can also subscribe without commenting.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

By continuing to use this website, you consent to the use of cookies on your device as described in our Privacy Policy unless you have disabled them. You can change your cookie settings at any time but parts of our site will not function correctly without them.