Jugendliche und Kinder interessieren sich zu wenig für Sport

Mehr als 80 Prozent der Teenager bewegt sich viel zu wenig!

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Jugendlichen täglich eine Stunde Bewegung, doch das schafft nicht einmal ein Fünftel. Dabei sind die Mädchen im Schnitt noch inaktiver als die Jungs. Als Folge werden Gefahren für Herzkreislauf-Krankheiten, Diabetes, Demenz und Krebsleiden erhöht. Wie können wir junge Menschen wieder für Sport begeistern?

Welches Kind sitzt gerne still?

Eigentlich müsste es ganz einfach sein. Bekommen die Kinder Gelegenheit dazu, rennen und spielen sie ganz von selbst. Warum nimmt die Bewegung aber mit jeder Generation zunehmend ab? Die WHO-Studie hat die Ursachen leider nicht untersucht, für viele Eltern sind die Ergebnisse aber wahrscheinlich weniger überraschend. Der zunehmende Straßenverkehr engt die Räume für Bewegung ein, elektronische Unterhaltungsmedien werden eine immer größere Konkurrenz für Spiele an der frischen Luft.

Unsere Gesellschaft ist nicht wirklich ein aktives Vorbild für die Jugend.

Unser Berufsleben verbringen wir meist sitzend und sorgen in der Freizeit auch nicht wirklich für genug Ausgleich. Smartphones und Computer sind nicht nur für Kinder verlockend. Fitnessstudios sind im Trend – für viele aber nicht erschwinglich. Was sich auch in den Zahlen zeigt: vom Bewegungsmangel sind vor allem Kinder in finanziell schwachen Haushalten betroffen. Neben den individuellen Gesundheitsrisiken nimmt aber auch die Gesellschaft Schaden. Allein die Kosten, die Zivilisationskrankheiten wie Herzkreislauf-Krankheiten, Diabetes, Demenz und Krebsleiden verursachen, sollten das Problem auf die politische Agenda heben. Letztendlich sind wir aber alle gefragt: Wie kann man Kinder wieder für Sport begeistern? Was denkt Ihr?

Foto: Bigstock (c) Lungmai



2 Kommentare Schreib einen KommentarKommentare

Was denkst Du?

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    Thore Andiel

    Ich habe neulich zufällig darüber nachgedacht, weil in der Jyllands Posten ein Artikel war, in dem beschrieben wurde, dass eine dänische Initiative versucht, eine Schulstunde pro Tag Bewegung oder Sport in die Stundenpläne einzubauen. Demzufolge scheint es möglich zu sein, dieses Problem von schulischer Seite anzugehen.
    Allerdings finde ich, dass es etwas einfach wirkt, den Schulen in dieser Frage die einzige Verantwortung zuzuschieben. Um weitere Vorschläge zu haben, müsste ich allerdings zuerst einmal genauer verstehen, worin die Ursachen liegen…
    Eigentlich müssten doch alle Eltern einsehen, dass es schlecht für ihre Kinder ist, ihre freizeit nahezu ausschließlich mit Unterhaltungelektronik zu verbringen – und es den Kindern auch langweilig werden. Ich vermute bei näherer Betrachtung ergibt sich ein differenzierteres Bild: Einige Elternhäuser bewegen sich selber kaum und schauen eher auf Bildschirme als etwas mit den Kindern gemeinsam zu unternehmen. Viele arbeiten natürlich auch notgedrungen so viel, dass kaum gemeinsam verbrachte Freizeit zustande kommen kann. Andere Elternhäuser verbringen viel Zeit mit den Kindern draußen oder kutschieren die Kleinen täglich zu Sportvereinen…
    … was mich zu meiner weiterführenden Frage bringt: Wir sind in den 80ern und auch noch in den 90ern, als wir schon mehrere Stunden am Tag Computer gespielt haben, trotzdem jeden Tag viele Stunden draußen gewesen mit Fahrrädern, Skates, Fuss- und Basketball – und haben alle Strecken bis 20km eigenständig zurückgelegt anstatt uns überall hin fahren zu lassen. Heutzutage wirkt es so, als würden Kinder ihre Freizeit nur noch bei sich zuhause und im Haus ihrer Freunde verbringen (Immerhin hat fast jedes Haus ein Trampolin – da muss man nicht das Grundstück verlassen).
    Ist das meine selektive Wahrnehmung oder kommen die Kinder wirklich viel weniger nach draußen? Und wenn ja warum?? Wie gesagt, Gameboys und Amiga und Privatfernsehen etc. konnten meine Generation nicht davon abhalten – worin besteht heutzutage der qualitative Unterschied?

  2. avatar
    Florian

    Mit einer Fernsehsendung für Kinder und Jugendliche die sich um Sport dreht.

    Siehe….Mach’s Mit, Mach’s Nach, Mach’s Besser.
    DDR.

    Die Sendung war beliebt und ist legendär und würde wahrscheinlich auf wenig Widerstand stoßen beim GEZ Zahler! Im Gegensatz zur Ego und Gossenunterhaltung die ansonsten läuft.

    Und wie auch im Original könnte EIN charismatischer Moderator hier viel reißen!

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