
SPD und CDU haben sich monatelang um die Grundrente gestritten.
Die Grundrente soll die Lösung im Kampf gegen Altersarmut sein, da immer mehr Rentner nach 35 Jahren Arbeit zusätzliche Sozialhilfen brauchen, um im Alter über die Runden zu kommen. Potentiell könnten eine Million Rentner von den neuen Regeln profitieren. Doch der Teufel liegt im Detail, die große Koalition konnte sich lange nicht über die sogenannte Bedürftigkeitsprüfung einigen. Der Koalitionsgipfel hat jetzt zum Kompromiss geführt.
Worum ging der Streit?
Die CDU will erst prüfen, ob Rentner finanzielle Zuschüsse nötig haben, bevor die Rente erhöht wird. Es ging das Schreckgespenst der reichen Ärztegattin um, die in der Praxis ihres Mannes gegen geringe Entlohnung ausgeholfen hat, aber als Rentnerin mit Immobilien und Aktien ausreichend Einkommen hat. Bei der Mütterrente der CSU spielte dieses Argument keine Rolle, sie wird ohne Prüfung der finanziellen Situation an alle Rentnerinnen ausgezahlt, die vor 1992 Mütter geworden sind.
Die SPD wollte dagegen jedem die Rente aufstocken, der 35 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat und dann trotzdem unter die Grundsicherung rutscht. Jede Prüfung wäre ein bürokratischer Mehraufwand, der sich kaum lohne – auch wenn die SPD die Mütterrente ohne Prüfung abgelehnt hatte. Wie viele Ärztegattinnen (oder Gatten) kann es schließlich geben? Außerdem sollen die Menschen nicht als Bittsteller ihre Rente beantragen.
Wie sieht der Kompromiss aus?
Der Zuschlag zur Rente soll ab Januar 2021 gezahlt werden. Der Kompromiss sieht vor, dass die Grundrente automatisch an Rentner ausgezahlt wird, die auf 35 Beitragsjahre kommen und Einkommensgrenzen von 1250 Euro im Monat nicht überschreiten – wobei es auch Übergangsregelungen geben soll. Die Finanzämter sollen diese Daten an die Rentenkasse übermitteln, so dass nicht die Rentner selbst zusätzliche Anträge ausfüllen müssen.
Kann die Grundrente Altersarmut beseitigen?
Die wichtigste Frage bleibt, ob die Grundrente Altersarmut bekämpft. Experten befürchten, dass die Maßnahme nicht ausreichen wird. Es gebe zu viele Gruppen, die von den Zuschlägen ausgenommen würden wie Menschen, die nicht 35 Jahre in die Kassen eingezahlt haben – wie zum Beispiel Selbstständige. Ist die Grundrente trotzdem ein Schritt in die richtige Richtung? Was denkt ihr?
Foto: Flickr (cc) Garry Knight
9 Kommentare Schreib einen KommentarKommentare
Ja ne alles klar. Mit 46 Euro mehr als ALG 2 .
Die machen sich doch lächerlich. Das ist und bleibt ein verlogener, selbstgefälliger Haufen Deutschlandhasser. Aber füber oder später werden sie dafür bezahlen
An der einen oder anderen Stelle nimmt die Grundrente sicherlich ein bisschen den Druck raus, das Problem der Altersarmut ist sicherlich damit nicht gelöst.
Die, die es bräuchten erreicht es nicht und es verpufft schon allein an den Abzock-Mieten….
Wir brauchen ein Rentensystem wie in Holland und einen Mietendeckel …
Wohnungen vermieten ist eines der lukrativen Geldmaschinen überhaupt!
Mieten Deckel hin oder her der bringt nix wenn die steuern immer weiter wachsen für Grundstücke
Grundrente…. ist Altersarmut.
es wird ja so getan, als ob man mit einer Grundrente Leben könne ohne den halben Cent 100 Mal umdrehen zu müssen….
man beachte den Mietenspiegel!
Nein
Wenn das weiter so lange dauert sind die meisten schon verstorben
Allein die Frage beleidigt bereits den Durchschnittsintellekt.