Wohneigentum ist für Jüngere noch schwieriger.

Europa ist ein Kontinent der Hausbesitzer.

In der EU leben rund 70 Prozent der Bevölkerung in ihrer eigenen Immobilie. Natürlich gibt es zwischen den Mitgliedstaaten große Unterschiede: Deutschland, Österreich, Dänemark, Schweden und die Niederlande haben zum Beispiel einen hohen Anteil an Mietern. Der „typische“ Europäer lebt jedoch in einem Haus, das entweder ihm oder seiner Familie gehört.

Dieser Zustand könnte sich jedoch schnell ändern.

Vor allem für jüngere Europäer wird es immer schwieriger, Immobilien zu erwerben. Durch die hohe Jugendarbeitslosigkeit nach der Finanzkrise, spricht man heute von einer verlorenen Generation. Sie konnten weder eine Karriere aufbauen, noch anfangen zu sparen. Jetzt läuft den Mittedreißigern die Zeit davon, diese Lücken aufzuholen. Zusätzlich werden sie in vielen europäischen Großstädten auch noch vom Mietmarkt verdrängt, da sie die steigenden Mietkosten nicht stemmen können.

Was denken unsere Leser darüber?

James ist der Meinung, dass sich junge Leute letztendlich zwischen einer eigenen Immobilie oder einem guten Job entscheiden müssen. Denn dort wo Jobs sind, sind Immobilien sehr teuer und dort wo Häuser erschwinglich sind, gibt es kaum gute Jobs. Hat er recht? Müssen Jüngere eines ihrer Ziele für das andere opfern?

Um eine Antwort zu erhalten, sprachen wir mit Anna Ludwinek von Eurofound (eine europäische Stiftung für die Verbesserung von Arbeits- und Wohnbedingungen). Wie schätzt sie die Aussichten der „verlorenen Generation“ ein?

Für unsere Leserin Alexandra ist der Schuldige schnell gefunden: Sie sagt, dass die Migration die Wohnungskrise geschaffen habe. Haben Flüchtlinge das Problem geschaffen?

Wir fragten bei Jack Airey nach, der am britischen Think-Tank Policy Exchange den Bereich Wohneigentum leitet.

Werden sich Jüngere noch Wohneigentum leisten können? Kämpft die Generation, die nach der Finanzkrise auf Jobsuche ging, noch heute mit den Folgen? Muss man sich zwischen einer schönen Wohnung und einem guten Job entscheiden? Was ist Eure Meinung?

Foto: (c) BigStock – Rido81

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Fondazione Cariplo


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