Am Sonntag wird in Brandenburg und Sachsen gewählt.

Diesen Sonntag werden in Brandenburg und Sachsen neue Landesparlamente gewählt. Viele sahen schon die AfD als stärkste Kraft – vor allem nach den Europawahlen im Mai. Doch das Blatt scheint sich noch zu wenden. Laut aktueller Umfragen liegt die SPD in Brandenburg knapp an der Spitze und in Sachsen führt die CDU. Es wird jedoch ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit ungeahntem Ausgang für die große Koalition in Berlin.

Seit Jahren kann die AfD vor allem im Osten ihre Zustimmung ausbauen.

Der Höhepunkt war bisher zu den Europawahlen erreicht, bei denen die Afd in Brandenburg und Sachsen stärkste Kraft wurde. Seither wurde viel dazu geschrieben und analysiert, warum „der Osten“ die AfD wähle. Andererseits waren auch schon bei den Europawahlen die Gewinne knapp. In Brandenburg gewann die AfD mit 19,9 Prozent der Stimmen, dicht gefolgt von der CDU mit 18 und der SPD mit 17,2 Prozent. Diese Woche führt die SPD mit einem Prozent Abstand zur AfD mit 21 Prozent. In Sachsen lag die erfolgsverwöhnte CDU im Mai noch mit zwei Prozent hinter der Afd, zur Landtagswahl liegt sie mit sechs Prozent Abstand klar vorne. Umfragen sind aber keine Wahlergebnisse, sondern nur ein aktuelles Stimmungsbild. Die Bevölkerung scheint in den beiden Bundesländern gespalten. Welche Parteien sind noch Volksparteien, wenn sich Stimmanteile von 20 bis 25 Prozent gleichmäßig über drei bis vier Parteien verteilen?

Die Folgen für die große Koalition in Berlin sind noch nicht absehbar.

Sollte die SPD Brandenburg verlieren, werden SPD Linke auf ein baldiges Ende der Koalition in Berlin drängen. Ginge die CDU geschwächt aus den sächsischen Landtagswahlen hervor, würde das auch die große Koalition schwächen. Der politische Herbst bleibt spannend, als nächstes folgt die Landeswahl Ende Oktober in Thüringen.

Wer gewinnt die Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen? Umfragen sind keine Prognosen und erst recht keine Wahlergebnisse. Was wird sich bis Sonntag noch ändern? Können SPD und CDU „ihre“ Bundesländer halten oder wird die AfD doch noch vorbeiziehen? Was sind die Konsequenzen für Deutschland? Was denkt ihr?

Karte: (c) Stiefel Eurocart GmbH



5 Kommentare Schreib einen KommentarKommentare

Was denkst Du?

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    Daniel

    Hab zwar noch nicht, den Artikel gelesen, doch sind im Allgemeinen Umfragen gleichzusetzen mit Prognosen, abhängig von der Zahl der Befragten und der Art der Befragungen (telefonisch ider zufällig angetroffen, Unterscheidung der Befragten in Gruppen, die stellvertretend für die jeweiligen Länder gelten usw.).

  2. avatar
    Daniel

    Den Punkt den ich vergessen hatte, war dass es sich bei Umfragen nur um eine Momentaufnahme handelt … allerdings handelt es sich auch bei Prognosen nicht um 100% sichere Aussagen, aber es bleibt wohl … sie sind nicht das gleiche, aber sehr ähnlich.
    Ob die Beispiele Brexit oder Trump, als Gegenbeweise herhalten können … naja, die tatsächlichen Ergebnisse unterschieden sich weniger als der statistische Fehler von den Umfragen, man könnte sie deswegen zumindest als annehmbare Prognosen gelten lassen.

  3. avatar
    Nardo

    Wahrscheinlich nicht – wenn nicht sagt das ja auch irgendwie was über die Wähler aus…

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