Berliner protestieren gegen die Wohnungskrise und hohe Mieten.
Protest gegen die Wohnungskrise in Berlin

Steigende Mieten und eine Infrastruktur, die aus allen Nähten platzt. Klingt das vertraut? Es geht nicht nur Großstädtern in Berlin, Hamburg oder München so. Das sind globale Probleme, es wird generell schwieriger, in Städten bezahlbaren und angemessenen Wohnraum zu finden. Menschen werden aus ihrem Zuhause vertrieben, was ist dagegen zu tun?

Das Menschenrecht Wohnen ist in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verankert. Damit trägt der Staat die Hauptverantwortung dafür, dass dieses Recht auch umgesetzt wird. Es fordert, dass genug Wohnraum zur Verfügung steht und bezahlbar sein muss. Das ist aber in vielen Städten nicht mehr der Fall. Auch in Deutschland können sich immer weniger Menschen ihre Wohnung leisten, ohne dass bei anderen Grundbedürfnissen gespart werden muss. In 77 Großstädten gibt es 1,9 Millionen bezahlbare Wohnungen zu wenig. Daher regt sich Widerstand: In Berlin will beispielsweise die Bürgerinitiative „Deutsche Wohnen und Co. enteignen“ alle Wohnkonzerne mit mehr als 3000 Wohnungen vergesellschaften. Das wäre ein Novum in Deutschland, andererseits sind Enteignungen im Straßen- und Bergbau kein Tabu, wenn es „dem Wohle der Allgemeinheit“ dient. Ist dieser Punkt erreicht?

Enteignungen schaffen aber keine neuen Wohnungen. Auch müsste der Staat für Entschädigungen sehr viel Steuergeld ausgeben. Ist das gerechtfertigt, um einige Mieter zu schützen? Andererseits ist der „Mietenwahnsinn“ vor allem dadurch entstanden, dass Wohnraum ein Spekulationsobjekt geworden ist. Schon die Androhung von Enteignungen, macht ihn für Spekulanten durch das unkalkulierbare Risiko weniger interessant.

Wie lösen wir die Wohnungskrise? Neubau, Mietpreisbremse, Mietpreisdeckel; es wird fieberhaft nach Lösungen gesucht. Was denkt ihr? Welche Maßnahmen können gegen stiegende Mieten helfen? Wir diskutieren eure Ideen mit Experten!

Foto: Flickr (cc) – Uwe Hiksch



One Kommentare Schreib einen KommentarKommentare

Was denkst Du?

  1. avatar
    Martin

    Vielleicht sich erst einmal um die Belange der eigenen Bevölkerung kümmern, anstatt die gesamte dritte Welt ein zu laden.

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