
Unsere Arbeitswelt wird sich radikal verändern. Roboter und künstliche Intelligenz machen auch vor Bürojobs nicht mehr halt, im Zuge dessen wird über neue Arbeitsmodelle diskutiert. Zeit, sich einmal in Ruhe den Status quo anzuschauen und grundlegende Fragen zu stellen. Brauchen wir zum Beispiel Vorgesetzte? Laut Duden ist das jemand, der in einem Betrieb oder Ähnlichem anderen übergeordnet und berechtigt ist, Anweisungen zu geben. Arbeiten auf Augenhöhe sieht anders aus, ist dieses Modell veraltet?
Einige Start-ups probieren, ohne Chefs und Hierarchien zu arbeiten. Beispielsweise arbeiten bei der Unternehmensberatung Innoki alle 20 Gründer hierarchiefrei zusammen. Geschäftsführer wechseln sich jährlich ab, über wichtige Entscheidungen wird abgestimmt. Der Chef des veganen Kondomherstellers Einhorn hatte keine Lust mehr auf den Posten und schaffte ihn daher ab. Auf das Chaos folgte Eigenverantwortung der Mitarbeiter. Der Erfolg gibt ihnen heute recht. Lässt sich das Arbeiten ohne Chef aber auch auf Unternehmen jenseits der Start-up Szene verwirklichen?
Die Autorin Elizabeth Anderson fordert in ihrem Buch „Private Regierung – Wie Arbeitgeber über unser Leben herrschen“ ein generelles Umdenken. Sie prangert an, dass wir in demokratischen Gesellschaften übersehen, dass sich manche Chefs wie Tyrannen benehmen. Auf dem Weg zur Arbeit verlassen wir die Demokratie und begeben uns die Diktatur einer Firma. Die Arbeitnehmer sind in der schwächeren Position und das werde ausgenutzt, zum Teil sogar ihre Würde verletzt. Was sagt ihr zu dem Vergleich? Kann man in einer Firma wie in einer Diktatur gefangen sein?
Brauchst Du einen Boss auf der Arbeit? Klingt das Arbeitsmodell ohne Chefs mit regelmäßigen Abstimmungen interessant oder nach ewig langen Meetings? Fühlt ihr euch auf der Arbeit wie in einer Diktatur? Lasst uns wissen, wie ihr euch die Arbeitswelt der Zukunft vorstellt!
Foto: © Bigstock – Rawpixel.com
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