
Zum politischen Austausch gehört Streit. Wir alle haben unterschiedliche Ansichten darüber, wofür Steuern ausgegeben werden sollten, wie sich eine gerechte Gesellschaft schaffen lässt oder wie die Politik mit der Wirtschaft umgehen soll. Das schöne an der Demokratie: Wir alle bestimmen durch unsere Wahl mit. Wir können mitentscheiden, mit welchen Mitteln welche Zwecke erreicht werden sollen. Das ist aber nur der halbe Weg. Wir sind uns als Gesellschaft nicht einig, wie gehen wir also mit jemandem um, der nicht der gleichen Meinung ist? Sind wir zu schnell beleidigt?
Das Zauberwort lautet aber Kompromiss. Wie erreicht man den? Im besten Fall durch gemeinsame Gespräche, auch in der Politik. Was aber, wenn die Beteiligten persönlich angegriffen werden oder sich beleidigt fühlen? Müssen das gerade Politiker aushalten? Eigentlich nicht, denn eine Beleidigung ist eine Straftat. Es reizt natürlich schon, den anderen als „Idioten“ zu bezeichnen, wenn er einfach nicht meiner Meinung ist. Er muss doch gute Argumente verstehen können? Wie soll aber jemand Beleidigtes zuhören? Noch komplizierter ist es, wenn wir von „unterschiedlichen Fakten“ ausgehen, die sich hartnäckig im Internet halten oder einfach frei erfunden werden, wenn es der eigenen Meinung nützt.
Gerade in der Politik scheint aber gerade ein besonders lauter, aggressiver Ton, Aufmerksamkeit in den Medien zu sichern. Präsident Trump ist das bekannteste Beispiel für einen Politiker, der gerne regelmäßig – meist via Twitter – austeilt. Gleichzeitig ist er wohl auch ein prominentes Beispiel für jemanden, der im Umkehrschluss nicht gut einstecken kann. Im Bundestag sollten die unterschiedlichen Meinungen unserer Gesellschaft wiedergespiegelt werden. Die Politik streitet sich für uns, sollte aber auch Kompromisse erarbeiten, mit denen alle leben können. Geht das mit lautem Gepolter? Ging es früher wirklich gesitteter zu?
Sind wir zu schnell beleidigt? Fühlen wir uns insgeheim in unseren „Filterblasen“ und im Freundeskreis mit Gleichgesinnten wohl und sind bei Widerworten beleidigt? Wer lässt sich wirklich noch auf eine Diskussion mit Andersdenkenden ein? War das mal anders? Was denkt ihr? Wir fragen nach!
Foto: (cc) Flickr – Gage Skidmore
8 Kommentare Schreib einen KommentarKommentare
Deutachland und die EU sind immernoch zu US-hörig.
Jedes andere Land hätte nach all den mafiösen Erpressungen bereits den diplomatischen Kontakt abgebrochen
Ein Idiot ein Rassist ein Lügner ein Droher , wieso gibt es den Mann noch ?!
Pfauen sind schnell beleidigt 😩
Wir sollen uns für die Befindlichkeiten von Andersdenkenden/-fühlenden sensibilisieren, und dann nicht beleidigt reagieren wie jemand scham- und konsequenzlos all das missachtet, für das wir uns jetzt sensibilisiert haben? So gut kann ich nicht kompartmentalisieren, und meine Freunde sagen ich sei darin ein Meister…
Er benimmt sich wie ein Kind: Er will etwas, und wenn er es nicht bekommt, schmollt er !!
Kurzum, ja. Natürlich ist es nicht toll, wenn Diskussionen um Sachen ins persönliche abgleiten. Aber heute ist Hinz und Kunz auch gleich wegen allem beleidigt oder empört. Das nervt wirklich gewaltig
Drohen und Rassismus der Idiot von USA
Es kommt darauf an… Im realen Leben kann man schon noch gut diskutieren und die meisten Menschen verstehen noch was Debatte mit unterschiedlichen Meinungen heißt. Im Internet ist das ganz anders, da sind alle sofort auf 180. Könnte auch mit der Schriftsprache zusammenhängen, oder einfach mit der mangelnden Bereitschaft, sich mit Avararen online auseinanderzusetzen.