
Manche Meinungen sind nur sehr schwer auszuhalten. Schnell wird dann der Ruf nach Verboten laut. Auf Worte können schließlich auch Taten folgen. Bei dem erschossenen Politiker Walter Lübcke, ist dem Hass im Netz ein Mord gefolgt. Die Frage ist also nicht unerheblich, wie viel Raum manchem Gedankengut gegeben werden darf. Was, wenn man etwas immer wieder hört, gewöhnen wir uns daran? Zieht man vielleicht sogar seine eigenen Überzeugungen in Zweifel?
Andererseits gilt die Meinungsfreiheit. Wird zur Gewalt aufgerufen, ist das nicht mehr durch die Meinungsfreiheit gedeckt. Aus der Meinung darf kein Angriff werden, Beleidung und Volksverhetzung sind strafbar. Unterschiedliche Meinungen muss man in einer Demokratie jedoch aushalten. Die Autoren von „mit Rechten reden“ appellieren in ihrem gleich betitelten Buch zum Beispiel für eine aktive Auseinandersetzung mit Rechten.
Was denken unsere Leser darüber? Wir hatten einen Kommentar von Ana-Mari, in dem sie argumentierte, dass auch mit rechtsextremen Politikern gestritten werden sollte. Hat sie recht?
Gegen die Auseinandersetzung extremen RechtenJoe Mulhall, Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Hope Not Hate |
Für die Auseinandersetzung mit extremen RechtenTimothy Garton Ash, Professor für Europastudien, Universität Oxford |
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Sollten wir mit Rechten reden? Auch unerträgliche Meinungen sind durch die Meinungsfreiheit gedeckt, ergibt sich daraus aber auch ein Recht, überall mitsprechen zu dürfen? Teilt uns Eure Ideen mit und wir werden sie an politische Entscheidungsträger und Experten weiterleiten, damit sie antworten!
Foto: (cc) Flickr – Gage Skidmore


49 Kommentare Schreib einen KommentarKommentare
Natürlich. Mit extremen Linken wird auch gesprochen
Extreme Linke sprechen nicht (können die gar nicht), die schlagen zu. Sprachlich beherrschen diese, wenn überhaupt, ausschließlich die Fäkaliensprache. Leider die Wahrheit von einem mittig konservativ geprägten Bürger, der gerne beobachtet und sich so seine Gedanken macht. ;-)
Typische Reaktion aus der rechten Ecke. Versuchen Sie mal zu antworten, ohne dabei ihren Feind als Rechtfertigung vorzuschieben.
ich denke es ist keine Rechtfertigung, sondern Tatsache. Um das zu sehen muss man nicht rechts sein!
Extremist scheinen sie ja zu sein, urteilen ohne zu wissen woher meine Wurzeln sind. Es war lediglich eine Feststellung das mit beiden Seiten zu sprechen ist, aber das scheinen sie in ihrer blinden Wut übersehen zu haben. Ziua frumoasa. Einen schönen tag heißt das, aber romanische Sprachen werden sie wohl nicht beherrschen
@Enrico gähn…
schließlich sind das auch Wähler, oder zielt die Frage darauf ab, eine Diktatur errichten zu wollen , weil andere Meinungen nicht genehm sind?
Die Diktatur haben wir doch schon lange.
Es kommt drauf an … wenn man statt nur eine bestimmte Meinung (ggf. mehrere bestimmte) zu verbieten, rin allgemeines Gesetz erlässt, dass jedes Argument in einer bestimmten Richtung (bspw. Gewalt oder Verunglimpfung) verbiete, ist dies nicht nur auf eine Meinung begrenzt.
Die Voraussetzungen für eine Diktatur sind somit nicht gegeben.
Allerdingsvsteht es bspw. unter Strafe den Holocaust zu leugnen … auch wenn es sich bei diesem Gesetz tatsächlich um eine Meinungseinschränkung handelt, die nur in einer Diktatur möglich wäre, ist es auch ein wichtiger Teil unser Identität und Geschichte.
Allerdings ist die Handhabung im Gespräch mit Rechten teilweise problematisch, bspw. Wenn in einer Talkshow (oder dergleichen) Parteien eingeladen werden und esauf abenteuerliche Art und Weise versucht wird, einzig die AfD auszuladen.
Extreme Positionen möchten nicht diskutieren. Sie wollen nur eine Plattform und Aufmerksamkeit. Ein sinnvolles Ergebnis kann man bei so etwas nicht erwarten.
Da man sich im Bundestag mit extrem Linken auseinandersetzen muss, was spricht dagegen, sich auch mit extrem Rechten auseinanderzusetzen? Nur mit Worten kann man Extremismus besiegen, niemals mit Gewalt. Das ist leider das Problem der extrem Linken. Die kennen nur Gewalt, sieht man ja überall. Die Terrororganisation „Antifa“ wird von Linken und Grünen finanziert um „Andersdenkende“ zu terrorisieren, verprügeln, Familienmitglieder zu drohen oder auch körperlich anzugehen, kurz: Gewalt, Angst und Schrecken zu verbreiten. Diese Methoden wendeten damals auch die Nazis an.
Somit ist es nur logisch, diese extrem Linken auch mit Argumenten anzugehen, welche sie nichts entgegenzusetzen haben. Das Resultat daraus ist Gewalt und Fäkaliensprache, tausendfach im Internet dokumentiert. Dies ist das m.M. nach viel gravierendere Problem in Deutschland!
https://www.fitforfun.de/…/rechts-oder-links-was-steckt…
Nein , wenn es ihnen hier nicht gefällt und sie nur Ihren Hass und Rassismus zeigen , sollen sie dahin gehen wo der Pfeffer wächst !!! Sie gehören nicht zu Deutschland !
Stimmt, AfD/NPD mit ihren Hasstiraden gehören nicht zu Deutschland.
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Verbannt sie, alle, nach Neuschwabenland.
Dümmer geht’s immer
Bleibt fair miteinander!
mit Menschen zu sprechen, die extreme Ansichten vertreten, empfand ich leider oft und bisher als ziemlich beschwerlich, zumindest dann, wenns Leute waren, deren mentale Ansichten sehr stark auf dem „entweder/oder“ und „ganz oder gar nicht“ Prinzip gründeten. Vielleicht m.Al auch ein Grund dafür, warum selbige Menschen überhaupt erst solche Gedanken entwickeln.
Ja aber sicher wenn sie kompromissbereit sind.
ich denke es ist notwendig, denn wenn man eine Fraktion kategorisch ablehnt, dann ist man nicht besser als sie. Hinzu kommt, wer ist rechts und wer ist extrem Rechts und wie unterteilen sich die Menschen dann wiederum dort in Lager. Ich denke man sollte zumindest den Dialog versuchen, denn jeder Mensch hat andere Meinungen und Sichtweisen, und eine Sichtweise abzulehnen, weil diese einem selbst nicht passt, ist falsch. Aber wer kann denn schon sagen was falsch und richtig.
Nein
Meinungsfreiheit heißt nicht, dass man dafür nicht kritisiert werden darf. Die AfD et al tun aber immer so als wäre das der Fall, wenn ihnen jemand sagt wie scheiße sie sind
Man sollte immer reden
Nein! Weil sobald du ihnen den kleinen Finger gibst, reisen sie dich an der Hand in den Abgrund 🤨
Wofür dann noch Demokratie – damit nur diejenigen reden dürfen, die eine Mehrheit repräsentieren?
Ist das dann nicht in Wirklichkeit ein Totalitarismus?!
„…ergibt sich daraus aber auch ein Recht, überall mitsprechen zu dürfen?“
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In der Öffentlichkeit: Ja!
Wer das doof findet, findet Demokratie eben doof.
Man kann und sollte mit Ihnen reden, aber nicht unbedingt eine Bühne bieten bei Veranstaltungen bei denen es um Demokratie, Frieden u.ä. geht. Man lädt ja auch keine Großwildjäger zu einer Veggy Veranstaltung oder den Ölinsel Inhaber zum Save the oceans day …
Nein, ihr geht lieber unter
Warum eigentlich nicht? Um in schwierigen Fragen weiter zu kommen, müssen wir mehr miteinander reden, nicht übereinander!
Rechte Gruppierungen sind ein Erzeugnis der undemokratischen und unfähigen Politik. Sinnbild dafür steht v. d. Leyen. Man hat sie zur Familienministerin gemacht, da sie absolut nicht dafür geeignet war, hat man sie in das Verteidigungsministerium „gerettet“. dort hat sie sich noch schlimmer präsentiert. Von Berater Affaire bis hin zu Dr. Arbeit Plagiat etc..Jetzt wo sie unter Beschuss steht, belohnt man sie als Junker Nachfolge. Da ist schlicht ein Skandal und wird noch mehr AfD Wähler erzeugen. Danke für nichts! Somit ist das Rechte Problem zu 100% der Regierung verschuldet. Merkel und Co haben hier eine Rechte Gruppierung geschaffen und zeigen mit dem finger auf die AfD Wähler ist einfach Absurd und Unerträglich zu gleich. #NieMehrCDU #NieMehrSPD
Also den Rechten schon .kommt auf die Betonung an.
Das schlimmste ist sich zu trauen solch eine Frage überhaupt zu stellen, da gehört schon ne Menge dazu. Klingt wie nichts gelernt die letzten 76 Jahre
Wir sollten also mit jedem reden, aber manche Fragen sind verboten? 🤨
ich merke schon wir reden von unterschiedlichen Dingen.
Natürlich darf jeder eine Meinung haben, doch sind nunmal manche Äußerungen strafbar, beispielsweise Aufrufe zur Gewalt oder die Leugnung des Holocaust.
Deswegen gebe ich Frau Ana-Mari recht, es gibt zwar G
Grenzen der Meinungsfreiheit, und manche Aprecher der Rechten übertreten diese, aber eben nicht alle.
Auch wenn es manchmal schmerzt und es Übertretungen gibt, darf die ganze Gruppe nicht in Mitleidenschaft gezogen werden … wieso sollten wir besser sein, wenn wir genauso, wie die Rechten Menschen deswegen verurteilen und ihre Rechte einschränken, weil ein anderer die Grenzen überschritten hat.
Mich regen diese Überlegungen auf, einerseits verurteilt man ausnahmslos jeden der die Meinungsfreiheit von Unabhängigen oder der großen Masse einschränken will, auf der anderen Seite überlegt man pausenlos, wie man mit Meinungen aus dem rechten Spektrum umgehen soll … ja es ist ein Mord passiert, dieser wurde sehr wahrscheinlich aufgrund vieler „Hassreden“, ob dieser Begriff zutrifft, ist unerheblich, jeder sollte wisse was damit gemeint ist, verübt. Sollte man deswegen die Meinungsfreiheit einschränken … als Argument der Rechten gelten Anschläge, Morde und andere Übertretungen, die wohl aus manchen Auslegungen des Islams provoziert werden, darf man deswegen den Islam verbieten?
Jetzt muss man dies verneinen, und macht dies auch … aber wehr ein Rechter verübt einen Anschlag, die sind alle gleich.
Nur eine kleine Erinnerung, jeder Mensch sollte gleichbehandelt werden, unabhängig vom Geschlecht, der Herkunft, dem Bildungsstand, dem Alter, des Glaubens, sexuelle Orientierung und der politischen Einstellung.
Geht gegen Gesetzesübertretungen, die für alle gelten, vor oder führt den oben genannten Gedanken fort und führt endlich eine Diktatur ein, dies ist die logische Folge der Idee.
Warum nicht?
Schließlich sitzen extrem Linke sogar im Bundestag.
Wer genau ist das?
Wer genau soll das denn sein?
Unter Anderem die Grünen!
Joschka Fischer – zum Beispiel – hatte enge Kontakte in die linksextreme Terroristen-Szene (RAF,…). In seinem privaten Pkw wurde die Schusswaffe transportiert, mit der Tage später von der „Revolutionäre Zelle“ der Mord an dem hessischen Wirtschaftsminister Heinz Herbert Karry verübt wurde – ähnlich dem Mord an Lübcke vor einigen Wochen. In den 60gern war Fischer selbst noch Teil der extremistischen Linken und warf nachweislich bei linksextremen Aufmärschen Steine auf Polizisten.
Mit so einer Vita wird man in Deutschland Außenminister! Und seine Partei steht bis heute hinter ihm. Warum sollte man sich von so einem „Vorzeige-Demokraten“ denn auch distanzieren?
😂😂😂
Ein Mann mit Doppelname. 😂😂😂
sitzt nicht mehr im Bundestag, und was ist so schlimm mit einem Doppelnamen, disqualifiziert das einen Mann von der Teilname an einer Diskussion? Ist das zu extrem für Sie Frau Anja Lorenz?
na ganz so einfach kann man unseren Turnschuh Minister nun auch nicht in „Rente“ schicken. Er hat nämlich mit unterschrieben als Außenminister Kasper, das deutsche Soldaten in Afghanistan sind. Und für was eigentlich den Kopf hinhalten? Für eine verfehlte US Politik?
Natürlich sollte man mit denen reden doch müssen beide es wollen.
Nein! Das sind keine „Rechten“ oder „Populisten“, das sind Nazis, Fundamentalisten und Rechtsradikale, die keinen Deut besser sind als andere Fatalisten und Terroristen irgendwo anders auf der Welt.
Rede nicht mit den Schmuddelkindern, damit fahren wir alle besser.
Nicole
sollten wir mit linken reden?
Ausgrenzen!
Um eine zivilisierte Konversation zu führen braucht man eine Grundlage an gemeinsamen Annahmen. Eine dieser Annahmen ist dass der Holocaust passiert ist, ein Verbrechen gewaltigen Außmaßes war, und in keiner Form und keinen Umständen wiederholt werden darf. Da Rechte dadurch charakterisiert werden, dass sie mindestens einen Aspekt dieser Annahme nicht teilen, macht es keinen Sinn mit ihnen zu reden
Was ist das für eine Frage? Natürlich sollten wir mit Extrem Rechten reden. Was sollen wir denn sonst tun?
Sie ignorieren?
Sie ausgrenzen?
Sie unterdrücken?
Sie in Lager sperren?
Sie erm…?
Ja genau, da führt es nämlich hin.