Mode ist von der Produktion bis zur Entsorgung ein Umweltproblem. In immer mehr Bereichen unseres täglichen Lebens wird uns bewusst, was die Konsequenzen unseres Verhaltens sind. Auch in der Mode spielt grüne oder Öko-Mode eine immer wichtigere Rolle. Kunden fragen nach umweltverträglichen Alternativen, immerhin verursacht die Modeindustrie mehr Treibhausgasemissionen als alle internationalen Flüge und Schiffe zusammen. Dazu kommt noch Mikroplastik aus dem Stoff und giftige Chemikalien in der Herstellung, die im Meer landen.

Das Problem verschärft sich durch „fast Fashion“. Kleidung wird durch die billigen Preise immer häufiger gekauft und kürzer getragen, im Schnitt kaufen sich die Deutschen jeden Monat fünf neue Kleidungsstücke. Dabei sind Jugendliche sehr gut informiert, was die ökologischen und sozialen Probleme der Modeindustrie angeht. Auch ist die Hälfte der deutschen Konsumenten bereit, mehr Geld für nachhaltige Mode auszugeben. Das Wissen über grüne und soziale Alternativen ist wiederum sehr begrenzt.

Was denken unsere Leser? Wir erhielten einen Kommentar von Gaby. Sie fordert ein radikales Verbot gegen alles, was nicht nachhaltig ist. Wie sehr wäre die Modeindustrie von ihrer Forderung betroffen? Gibt es genug nachhaltige Alternativen für Modekunden?

Für eine Antwort fragten wir bei Maria Spilka nach. Sie hat Mädchenflohmarkt gegründet, ein Online Second Hand Marktplatz zum Kaufen und Verkaufen von gebrauchter Designermode. Wie schätzt sie die Nachhaltigkeit der konventionellen Modeindustrie ein?

Für eine weitere Meinung stellten wir Simone Cipriani Gabys Frage. Er hat die Ethical Fashion Initiative (ITC) gegründet, die sich gestützt von der UN für nachhaltige Mode einsetzt.

Für Leserin Maria ist „fast fashion“ ein Produkt der Globalisierung. So lange Firmen weltweit ihren Gewinn maximieren wollen und Kunden nicht Nachfragen, wird sich wohl nichts ändern. Hat sie recht?

Sollten wir nur noch gebrauchte Kleidung kaufen? Ist neue Mode zu sehr Umweltsünde oder gibt es auch gute Alternativen? Wie wichtig ist „fast Fashion“ oder Wegwerfmode gerade für Jüngere?

Foto: (cc) pixabay – coachmetpassie



9 Kommentare Schreib einen KommentarKommentare


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    Marco

    ausser unterwäsche und bandshirts sind die meisten meiner klamotten 2nd hand

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    Ulf

    Die Frage ist wohl eher ob wir noch neue Kleidung kaufen sollten

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    Daniel

    Für mich war das als Kind völlig normal vom Trödelmarkt gekaufte Kleidung zu tragen. Die war ja nicht schmutzig oder beschädigt. Heutzutage ist der Modewahn aber so groß und auch bei so viel jüngeren Menschen verankert, dass das immer seltener wird. Es gab schon immer Trends, aber so extrem wie heutzutage war es damals nicht. Dass z.B. fast alle Mädels die gleiche Art von Hose tragen und auch mittlerweile Jungs plötzlich alle Knöchelfrei rumrennen. Ausnahmen gibt es ja immer, aber es fällt schon auf finde ich. Selbst ernannte „Influencer“ pushen das Ganze noch voran. Natürlich ist es unmöglich, dass jeder nur gebrauchte Kleidung kauft, aber vor allem finanziell schwächere Familien sollten sich dem Druck nicht beugen und ruhig mal zu „2nd-hand“ greifen.

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    Tommy

    Als Kind macht man das, weil man aus den Sachen rauswächst, bevor sie kaputtgehen. Als Erwachsener kann man die Kleidung ja beliebig lange tragen, bis sie kaputt ist, und dann geht da auch mit second hand nichts mehr

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    Martin

    das schlimme ist ja, dass es fast schon günstiger ist ein shirt bei solchen wegwerfklamottenläden wie primark oder kik zu kaufen.

    hält dann zwar nur zwei mal waschen aber hey, es war billig undist ja eh schon wieder out

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    Daniel

    Hier muss ich aber auch widersprechen. Ich bin ein Typ, der es einfach nicht mag T-Shirts mit irgendeinem Aufdruck zu tragen. Egal was. Ich trage gerne monotone einfarbige T-Shirts. Und dafür sind die von KIK ideal. Diese halten auch sehr lange und viele Waschgänge durch. Bei Jeanshosen z.B. muss ich wirklich sagen ist das Rotz. Der Schnitt ist meist nicht an den menschlichen Körper angepasst und das Material nutzt sich definitiv schneller ab. Eine der größten Katastrophen bei diesen „Billighosen“ sind die Reißverschlüsse die unfreiwillig schnell mal als Klimaanlage fungieren.

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    Martin

    ok, dann habe ich wohl etwas zu große vorurteile gegenüber kik

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    Uloisius

    Auf jeden Fall umsteigen, Qualität vor Quantität … Nachhaltigkeit wo es nur geht ist das Gebot der Stunde …

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