Venedig will mit einer Extrasteuer den Massentourismus bekämpfen

In Europa sind die beliebtesten Reiseziele der Welt. Im Jahr 2018 gab es schätzungsweise 1,4 Milliarden internationale Touristen, von denen über die Hälfte Europa besuchte. Das beliebteste Reiseziel der Welt war Frankreich mit mehr als 90 Millionen Touristen, gefolgt von Spanien und den USA. Deutschland ist mit 39 Millionen Touristen auf dem 8. Platz.

Ist das so langsam zu viel?

Der Massentourismus hat die Natur weltweit stark verändert und dazu beigetragen, Einheimische aus ihren Unterkünften zu verdrängen. In vielen Küstenregionen haben Touristen einen schlechten Ruf, sie benehmen sich oft daneben und hinterlassen Müll. Das Problem liegt auch darin, dass sich die Besucher an einigen Orten konzentrieren. So verzeichnet Paris Millionen von Touristen, während andere Regionen gerne mehr Touristen hätten. Könnte eine Touristensteuer helfen, die negativen Seiten des Tourismus auszugleichen?

In Deutschland fällt bereits jetzt sehr oft eine „Citytax“ oder Kurtaxe an

Andere Länder wie Spanien oder Marokko haben eine Betten- oder Touristensteuer eingeführt. Die Beiträge sollen in die Infrastruktur oder Umweltprojekte investiert werden. Könnte das international zum Vorbild werden? Sicher besser als Rollkofferverbote und Bußgelder, die sich gezielt gegen Touristen wenden.

Der Tourismus bleibt aber ein sehr wichtiger Wirtschaftsfaktor

In der EU arbeiten zehn Prozent aller Beschäftigten in der Branche, die rund zehn Prozent des jährlichen Bruttoinlandsprodukts ausmacht. Würde eine zusätzliche Steuer der Wirtschaft schaden?

Sollten Touristen eine Extrasteuer zahlen? Sind zusätzliche Kosten eine Möglichkeit, den Massentourismus in den Griff zu bekommen? Lassen sich mit den Geldern Schäden beheben? Schreibt uns eure Kommentare zu dem Thema, wir diskutieren mit Entscheidungsträgern und Experten.

Foto: (c) BigStock – rglinsky



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