Ein Drittel aller Nahrungsmittel landen jedes Jahr in der Mülltonne. Angesichts dieser Verschwendung organisieren sich immer mehr Menschen, um zu „containern“, sie retten weggeworfene Lebensmittel aus Mülltonnen. In Deutschland ist das eine Straftat; der Vorschlag des grünen Justizsenators Til Steffen, das „Containern“ zu legalisieren, wurde gerade von einer Mehrheit der Bundesländer abgelehnt. In anderen Mitgliedsländern der EU landet viel weniger Essen in der Tonne, wie kommt das?
In Frankreich und Tschechien gelten Gesetze gegen Lebensmittelverschwendung. Große Supermärkte müssen nicht verkauftes Essen an Wohltätigkeitsorganisationen spenden, sonst drohen ihnen Bußgelder. Dänemark ist zu Zeit das erfolgreichste EU-Land beim Kampf gegen Lebensmittelverschwendung. Der Erfolg beruht hier auf Bürgerinitiativen, wie zum Beispiel der Aktivistin Selina Juul oder der App „Too Good To Go“. Die App zeigt Nutzern an, wann sie übrig gebliebene Lebensmittel von Restaurants, Supermärkten und Bäckereien günstig abholen können.
Was denken unsere Leser? Wir erhielten einen Kommentar von Carlos, der die gesetzlichen Regelungen Frankreichs für eine gute Initiative gegen Lebensmittelverschwendung hält. Sollten in der ganzen EU Gesetze gelten, die Supermärkte zum Spenden verpflichten?
Wir haben Mette Lykke, die Chefin von „Too Good To Go“, gefragt. Was ist ihre Meinung zu gesetzlichen Bußgeldern bei Lebensmittelverschwendung?
Für eine weitere Perspektive fragten wir Ertharin Cousin, die ehemalige Direktorin des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (2012-2017). Ist sie für Gesetze, die Supermärkte zur Lebensmittelspende verpflichten?
Sollte “Containern” erlaubt werden? Gibt es genug freiwillige Initiativen gegen Lebensmittelverschwendung oder ist die Zeit reif für gesetzliche Regelungen? Was denkt ihr?
15 Kommentare Schreib einen KommentarKommentare
Ja, natürlich ehe es weggeworfen wird…..
Container n halte ich für wenig zielführend. Man Stelle sich vor, jemand konsumiert in gutem Glauben weggeworfene s und erleidet gesundheitliche Schäden. haftet dann der ehemalige Müll Besitzer? Oder gehört dass zum Lebens Risiko und wir dürfen das brav mit unserer Krankenkasse mit bezahlen? Ich glaube, niemand macht sich ein Bild, wie schnell Bakterien ihre Arbeit tun!
Übrig gebliebene Produkte können gerne abgeben werden, aber sie dürfen kein Kontakt mit Abfall gehabt haben.
Den Abgabe Zwang halte ich für falsch, weil es das Eigentumsrecht berührt. Niemand hat das Recht, über mein Eigentum zu bestimmen, was ich selbst bezahlt (und versteuert) habe.
Es muss einfach verboten werden, dass noch Genießbares weggeschmissen wird
das ist richtig, nur sollte man dann auch über gewisse Haldbarkeitsdaten reden.
Das dieses System hat keinen Sinnvollen Hintergrund sondern nur erneute typisch deutsche Regulierung als Ursache hat.
Wenn sie sich die anderen europäischen Staaten ansehen, fällt ihnen sicher auf, dass dort die Haltbarkeit anders festgelegt wird als im überregulierten Deutschland.
wenn es weggeworfen wird muss das eigentumsrecht enden..
Lebensmittel sollten nicht in Container geworfen – sondern an Bedürftige abgegeben werden.
Das man sowas überhaupt erlauben muss, das man abgelaufene Lebensmittel nicht als Lebensmittel Markt zur Verfügung stellen kann hat ja Versicherungs und rechtliche Gründe, aber man sollte es einfach nicht bestrafen und Supermärkte dazu verpflichten die Lebensmittel an Wohltätigkeitsorganisationen wie der Tafel zu spenden.
finde ich schon… denn was weggeworfen wird ist gegen alle Vernunft in einer Welt die von Armut und Hunger gezielt geführt wird..
das erlauben zu Containern ist halt rechtlich ein Problem, denn die Container stehen auf einem privaten Grundstück, wenn jetzt sich beim Containern eine Person verletzt, wie sieht das mit der Versicherung aus? Wer haftet dafür? Das generell zu erlauben würde solche Fragen aufstellen, dagegen sowas Straf/zivielrechtlich nicht zu verfolgen würde mehr Sinn machen. Und dass das Essen nicht weg geschmissen werden soll, das sollte logisch sein.
finde ich schon… denn was weggeworfen wird ist gegen alle Vernunft in einer Welt die von Armut und Hunger gezielt geführt wird..
das erlauben zu Containern ist halt rechtlich ein Problem, denn die Container stehen auf einem privaten Grundstück, wenn jetzt sich beim Containern eine Person verletzt, wie sieht das mit der Versicherung aus? Wer haftet dafür? Das generell zu erlauben würde solche Fragen aufstellen, dagegen sowas Straf/zivielrechtlich nicht zu verfolgen würde mehr Sinn machen. Und dass das Essen nicht weg geschmissen werden soll, das sollte logisch sein.
Nein, natürlich nicht!
Isst doch logisch das man Nahrungsmittel wegwirft da der meiste scheißfraß eh nicht mit Antioxidanzien vollgeballert wird um sie haltbar zu machen aber da das Datum abgelaufen ist und niemand auf unserer Erde geschweige denn auf den Straßen Deutschlands hungert und jeder zu viel Geld hat sollte es für jedermann vollkommen legitim sein das Supermarktketten in Deutschland ca 18 Tonnen Lebensmittel Jährlich wegwerfen…
Wer kennt es denn nicht?
Manchmal gucke ich in meinen Kühlschrank nehme das Toastbrot und eine Packung verschlossenen Krümel Tee und werfe ihn in den Müll, freue mich dann & mache eine Insta Story um meinen Freunden mitzuteilen was für ein toller Hecht ich doch bin
DANKE MERGL UND Ronald Bernard
Wer was anderes behauptet wählt die Grünen
P.S. naja wenigstens ist mein Kühlschrank voll
Containern selbst nein! Aber die Lebensmittel könnten an Tafeln und Organisationen weiter gegeben werden, wo sie unter Kontrolle verteilt werden!
Die Lebensmittel sollten spendet werden! Es ist eine schade, noch verzehrbares essen wegen Schönheitsfehlern oder abgelaufenem MHD in den Müll zu werfen.