Warum trinken wir Wasser aus Plastikflaschen? Leitungswasser ist sauber, billig und sofort verfügbar, doch der Absatz von abgefülltem Wasser steigt weltweit. In Deutschland werden pro Stunde 1,9 Millionen Einweg-Plastikflaschen verbraucht und weggeworfen. Weltweit wurden im Jahr 2017 eine Million Kunststoffflaschen pro Minute gekauft, der jährliche Gesamtverbrauch soll weltweit bis 2021 eine halbe Billion erreichen.

Was denken unsere Leser darüber? Wir haben einen Kommentar von Vera erhalten, die der Meinung ist, dass die EU mehr tun sollte, um die Verwendung von Einweg-Kunststoffen wie Kunststoffbesteck und Einwegflaschen zu begrenzen. Hat sie recht?

Um eine Antwort zu erhalten, sprachen wir mit Laure Cucuron, sie ist Managerin bei TerraCycle Europe, einem Unternehmen, das Konsumgüter aus recyceltem Abfall herstellt.

Ja, natürlich stimme ich zu. Ich denke jedoch, dass [Richtlinien zur Begrenzung der Verwendung von Plastikflaschen und Besteck] zwar sehr wichtig aber nur symbolisch sind. Sie werden das Problem volumenmäßig nicht lösen. Ich denke, es ist gut, hier Fortschritte zu erzielen, das müssen wir fördern. Aber ich denke auch, dass wir das aktuelle Einwegmodell überdenken und versuchen müssen, eine Lösung an der Wurzel des Problems zu finden. Ich stimme also zu, aber ich denke, wir könnten mehr tun und es schneller machen.

Unser Leser James sagt, dass er Plastikflaschen gegenüber Glasflaschen bevorzugt, weil „Glas mehr wiegt und leicht zerbricht“.

Wir fragten bei André Abreu nach, er ist der Direktor für internationale politische Beziehungen bei der Tara Océan Foundation. Die Organisation will das Bewusstsein für die Auswirkungen von Klimawandel und Umweltverschmutzung auf die Weltmeere schärfen. Was sagt er zu James Kommentar?

Sollen Plastikfaschen verboten werden? Sind Glasflaschen eine gute Alternative? Oder sollten wir unser gesamtes „Einwegmodell“ überdenken? Diskutiert mit unseren Experten und Politikern!

Foto: (cc) Flickr – rey perezoso


26 Kommentare Schreib einen KommentarKommentare


  1. avatar
    Daniel

    Erhöht doch einfach den Pfand …

  2. avatar
    Raphael

    Plastik muss vorallem als Verpackung. Reduziert werden. Hierzu gehörten auch die einmal Plastikflaschen.
    Die Wirtschaft und damit auch die Regierung verdienen zu viel mit dem Absatz solcher Produkte, daher wird eine Wende wohl nicht kommen.

  3. avatar
    Bjonam

    Absolut und alternativ Glasflaschen waren auch deutlich angenehmer beim Geschmack.

  4. avatar
    Hans

    Es wäre ein Zeichen der Vernunft. Es sowieso eine ‚Sauerei‘ extensiv Trinkwasser‘ abzugraben.

  5. avatar
    Wang

    Man kann Umweltschutz niemandem aufzwingen, da muss Der Verbraucher auch mal handeln!

  6. avatar
    Nono

    Nene, auf sowas packt man pragmatisch eine hübsche Idiotensteuer, deren Erlöse weit über dem Mehrschaden an der Natur liegen und finanziert damit dann z.B. Umweltschutzprojekte

  7. avatar
    Uloisius

    Eindeutig ja, sie sind Umwelt- und Gesundheitsschädlich …

  8. avatar
    Hans

    Erst Plastikflaschen einführen und später rumheulen.
    .
    Für die Getränkeidustrie war die Einführung der Plastikflasche ein Segen, ließe sich doch dank ihrer der Umsatz steigern und die Frachtrate deutlich verbessern.
    Wieso?
    Glasflaschen haben ein eindeutig größeres Gewicht gegegüber Plastikflaschen mit ca 50Gr.

  9. avatar
    Deniz

    Hans – aus fehlern lernt man halt. Nach deiner logik hast du in deinem leben nie einen fehler begangen daher würd ich’s dir jetzt sehr übel nehmen wenn du dir diesen hier eingestehst

  10. avatar
    Hans

    Falsch, Plastikflaschen wurden aus genau dem von mir genannten Gründen eingeführt.

  11. avatar
    Christa

    Ja,unbedingt,denn man sieht,dass die Menschen nicht auf vernünftige Argumente reagieren…..

  12. avatar
    Deniz

    Jup. Weg mit dem plastik und her mit einer alternative.

  13. avatar
    Petr

    nicht nur eins ablehnen, sondern auch eine Alternative dann benennen. Mit fällt da aktuell nur Glasflaschen ein und eine Möglichkeit Wasser durch eine chemische Bindung in Kugeln abzufüllen, welche man einfach essen kann.

  14. avatar
    Deniz

    es gibt synthetischen plastik das nach 80-100 tagen natürlich zerfällt. Wenn man dies ausbessert hätte man was besseres als glas oder plastik.
    Es gibt schon alternativen. Man muss nur recherchieren. Mir viel jetzt nur der synthetische plastik ein.

  15. avatar
    Bernd

    Ja sofort weg !!! In der DDR gab es nur Glas und es ging auch !!!

  16. avatar
    Axel

    Verbote bringen nichts, eher ein Pfand auf alle Flaschen, das sollte auch für Wein, Saft und Döner Läden gelten…

  17. avatar
    Luke

    Das problem ist, dass glasflaschen einfach schwerer sind als plastikflaschen. Ist nicht für jeden anlass geeignet. Auf straßenfestivals wie zb bochum total wird auch nur plastik oder dose verkauft, da glasflaschen als waffen benutzt werden können. Eher sollte man die plastikflaschen so teuer machen, dass sich ein griff für unweltfreundlicherere alternativen lohnt und der verbrauch einfach abnimmt, für bestimmte situationen trz noch vorhanden bleibt.

  18. avatar
    Bjonam

    Ja das wäre sinnvoll. Es gibt gute Alternativen.

  19. avatar
    Bernd

    Ja sofort warum erst fragen !!!!!!!!!!!!

  20. avatar
    Axel Feldmann

    Wenn man Plastikverpackung nicht ersatzlos verbieten will, gibt’s nur eine Lösung: Plastik durch Steuer auf das Rohprodukt so teuer machen, daß es nur noch in absoluten Ausnahmefällen genutzt wird. Das war schon ’92 meine Kritik an Töpfers VerbackungsVO.

  21. avatar
    Petr

    Das ist nicht zwingend notwendig, wichtig wäre aber eine Verpflichtung diese zurück zum Supermarkt zum Recycling zu bringen, man bekommt weiterhin Pfand.
    Plastikflaschen welche nicht pfandfähig sind dürfen nicht in den Verkauf kommen, Etablierung eines europäischen Pfandsystems.
    Durchsetzungsfähige Justiz, wer Plastik weg wirft oder liegen lässt muss 500€ Strafe zahlen pro Flasche.
    Das hat eine abschreckende Wirkung und das Geld muss zweckdienlich den Städten für den Recycling Bereich zugeordnet werden und darf nicht für anderes Missbraucht werden.
    Ebenfalls Reduktion der Mülleimer, in Japan wurden diese aufgrund von Anschlägen der Vergangenheit entfernt um Bomben nicht zu ermöglichen, gleichzeitiger Nebeneffekt, kein Mülleimer = kein Müll und die Straßen sind durch den gesellschaftlichen Druck auch sauber.
    Gerade weil strafen lächerlich geworden sind, erlaubt sich jeder alles und muss mit keinen Konsequenzen rechnen, eine strengere Justiz und nicht Bagatellisierung der Tat sondern Einordnung als Straftat gegen Umweltschutz, würde relativ schnell zu guten Ergebnissen führen.
    Meine Meinung.
    Plastik ist in Japan mehr genutzt als in Deutschland, dennoch gehen die Menschen dort vom Recycling besser damit um.
    In einem Dorf, wurde bei Galileo gezeigt, wird nach mehr als 12 Stoffen getrennt, während die deutschen schon mit 3-4 überfordert sind.
    Darüber sollte man nachdenken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Notify me of new comments. You can also subscribe without commenting.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

By continuing to use this website, you consent to the use of cookies on your device as described in our Privacy Policy unless you have disabled them. You can change your cookie settings at any time but parts of our site will not function correctly without them.