Überlebt der Planet 10 Milliarden Menschen? Momentan liegt die Weltbevölkerung noch bei sieben Milliarden, aber die UN sagt voraus, dass wir bis 2050 die 9,8 Milliarden erreichen werden. Das ist eine Menge Menschen, die voraussichtlich eine Menge Abfall produzieren werden. Würde die ganze Welt so leben, wie der Westen, bräuchten wir mehrere Erden, um die nötigen Ressourcen zu haben.

In Europa sind Länder wie Deutschland, Frankreich, die Niederlande und Finnland der Meinung, dass wir uns in Richtung einer Kreislaufwirtschaft bewegen müssen. Kann jede einzelne Person dazu beitragen, weniger zu konsumieren und mehr zu recyceln? Wieviel Müllreduktion wäre bei zehn Milliarden Menschen nötig?

Was sagen unsere Leser? Ingrida glaubt, dass ein „Zero Waste“-Lebensstil möglich wäre, wenn die EU strikter Regeln für Produzenten einführen würde, nur noch wiederverwertbare Verpackungen zu verwenden. Hat sie Recht?

Das haben wir die Generaldirektorin des Europäischer Verbands der Lebensmittelindustrie FoodDrink Europe Mella Frewen gefragt.

Bei Verpackungen geht es nicht nur darum, wie sie verarbeitet sind. Natürlich kann die Verarbeitung eine Rolle spielen, und viele Lebensmittel- und Getränkehersteller sind Verpflichtungen eingegangen, ihre Verpackungen in eine Kreislauf-Wirtschaft zu integrieren. Sie können eine Verpackung haben, die perfekt auf das Recycling ausgelegt ist, aber es muss auch eine Infrastruktur für das Einsammeln, Sortieren und Recycling vorhanden sein, um sie zu recyceln, und die Verbraucher müssen richtig informiert sein, wie sie ordnungsgemäß entsorgen. Wir brauchen einen gesamtgesellschaftlichen Ansatz.

Für eine andere Perspektive haben wir die gleiche Frage Larissa Copello, von der Umweltschutzorganisation Zero Waste Europe gestellt.

Ist ein Leben komplett ohne Müll möglich? Würden strengere EU-Vorschriften für wiederverwertbare Verpackungen helfen? Sollte das Recyclingsystem grundlegend überarbeitet werden? Schreib uns deine Meinung.

Foto: (c) BigStock – noblige 
Portrait: Frewen (c) FoodDrink Europe


7 Kommentare Schreib einen KommentarKommentare

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  1. avatar
    Melanie

    Leider ist momentan ein Leben ohne Müll – soviel Mühe man sich gibt – kaum möglich. Es muss dringend eine Art Plastiksteuer her, in welcher die Hersteller und Zwischenhändler stark (und ich meine richtig stark) belastet werden müssen.

    Es gibt Abertausende Beispiele aber nehmen wir mal Süßigkeiten wie z. B. Haribo Mini… Einzelne Plastiktüten verpackt in eine Große? Paprika…warum muss ich für einzelne Paprika (die ich bedarfsgerecht einkaufen kann) fast den doppelten Kilopreis bezahlen? Bei Obst und Gemüse kann man leicht (wenn auch teuer) plastikfrei einkaufen, man muss nur bereit sein den Mehrpreis zu bezahlen.
    Aber bei so vielen anderen Dingen ist es als Verbraucher fast unmöglich auf Müll zu verzichten, außer man stellt sich eine neue Lebensaufgabe und steigt aus.

    Eine Plastik- & Müllsteuer muss her! Und die Steuereinnahmen bitte für etwas sinnvolles verwenden wie zb ein ordentliches Recycling-System, Aufklärung an Schulen, Unterstützung regionaler Kleinbauern, damit wir Verbraucher auch für den saisonalen und regionalen Güterkauf wieder animiert werden und und und

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    Cordula

    Ja das ist es. Bitte alle mal nachdenken!

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    Axel

    Ja das ist es. Bitte alle mal nachdenken!

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    Phillip

    Müll an sich ist ja nicht das Problem, sondern der Umgang damit. Je höher die Bevölkerungsdichte umso mehr Materie wird als Müll klassifiziert, einfach nur weil sie nutzlos ist und Platz wegnimmt. Und der muss dan abtransportiert werden.
    Idealerweise wird er wiederverwertet, um den negativen Einfluss auf die Umwelt zu minimieren. Das funktioniert in Deutschland besser als in vielen anderen Industrienationen, aber es gibt natürlich noch Raum nach oben.
    Was wir auch erreicht haben ist mit langlebigeren Verbrauchsprodukten wie z.B. Batterien den Anteil an Problemmüll zu reduzieren. Selbst wenn die Maximalkapazität eines Akkumulators abnimmt, hat man den hundert- bis hunderttausendfachen Gebrauchswert gegenüber der Belastung, die seine Produktion und Entsorgung für die Umwelt darstellen, gegenüber einer Einfachladung, und im Gegensatz zu Cadmium, was früher in Akkus verwendet wurde, ist Litium nach dem Aboxidieren unschädlich.
    Viele Menschen denken, wir würden jetzt mehr Strom verbrauchen als vor 20 Jahren weil alles größer geworden ist. Das stimmt aber nicht, die Stromproduktion in der BRD ist seit 1991 nahezu unverändert, hauptsächlich weil viele Elektrogeräte dieselbe Leistung mit weniger Strom hinbekommen, bzw mit demselben Strom bessere Leistung erreichen. Vor 20 Jahren hatte ich einen PC mit nem 750 Watt Netzteil und nem knappen GHz an Prozessorleistung. Mein Laptop heute (schon 3 Jahre alt) schafft das vierfache pro Prozessorkern (4 an der Zahl) mit 120 Watt. Wir produzieren auch nicht mehr Müll als damals, und wir entsorgen es heute sogar effizienter. Der Rückgang in der Druckereibranche alleine bedeutet täglich um die 2000 Tonnen (!) weniger Papiermüll (nur Makulatur) gegenüber 1980 in Europa, wo die ganzen Kataloge gelandet sind, die in der Zeit produziert wurden, möchte ich gar nicht wissen…

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    Elke

    Mit weniger. zb Waschmittel in mitgebrachte Gefäße, Fertiggerichte in mitgebrachte Gefäße, nach kg. Dann brauchtest nicht vieles Packungen. Wasser aus der Leitung. Abwasser siehe Madeira, modernste Stromversorgung und Wasser.

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    Elke

    Warum gibt es keine Waschmittelabfüllanlage in Supermärkten

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    Diana

    Man kann Müll reduzieren ganz 8gne glaub ich nicht.

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