Zum Internationalen Frauentag ziehen wir das Resümee: Seit über 100 Jahren haben Frauen das Recht zu wählen und wiederum in ein politisches Amt gewählt zu werden. Dennoch haben wir heute einen Bundestag, in dem so wenige Frauen sitzen wie seit 1998 nicht mehr. Gerade 31 Prozent aller Abgeordneten sind weiblich. Woran liegt das? Brauchen wir eine Frauenquote in der Politik?

Vorreiter der Frauenquote war vor 30 Jahren die SPD, sie führte die Frauenquote als erste Partei ein. In 2018 waren 42 Prozent der SPD-Bundestagsabgeordneten Frauen. Zwei Parteien im Bundestag stellen mehr Frauen als Männer: Die Grünen (58%) und Die LINKE. Bei den konservativen Parteien sieht es anders aus; der Frauenanteil bei der Union liegt bei gerade 20 Prozent und bei der AfD bei 11 Prozent.

Frauen sind in allen europäischen Parlamenten unterrepräsentiert. Deutschland rangiert im europäischen Mittelfeld. Vorreiter sind Schweden und Finnland mit über 40 Prozent Frauen im Parlament, dicht gefolgt von Spanien, Frankreich und Belgien. Schlusslicht ist Ungarn mit einem Frauenanteil von 10 Prozent.

Eine geschlechtergerechte Repräsentation ist notwendig. Obwohl die Hälfte der Bevölkerung weiblich ist, sind nur ein Drittel der Parlamentarierinnen Frauen. Damit stellt sich die Frage, ob die Politik damit ihre Grundidee der repräsentativen Demokratie überhaupt erfüllen kann?

Sollte es gleichviele Männer und Frauen in der Politik geben? Brauchen wir eine verpflichtende Frauenquote für alle Parteien? Schreib uns deine Meinung!

 

Foto: cc Wikimedia – G20 Argentina


22 Kommentare Schreib einen KommentarKommentare

Was denkst du?

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    Stefan Laube

    Die Formen politischer Repräsentation ist wichtig, zu gleichen Teilen von Mann und Frau. Allerdings sollte man es mit der Quotierung auch nicht übertreiben, wie die letzten 20 Jahre zurück zeigen…

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    Daniel

    Seit wann muss man eine bestimmte Qualifikation mitbringen, um in der Politik tätig zu sein.
    Es ist einzig und allein wichtig, dass es einen genügenden Rückhalt innerhalb der Bevölkerung gibt, um ein Amt zu bestreiten.
    Außer irgendjemand möchte behaupten, dass ein Geschlecht jemanden für einen bestimmten Job besser qualifiziert als … aber damit würde man der Emanzipation widersprechen.

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    Sharky

    Nein eigentlich nicht, sowas klingt meines Erachtens nach sehr erzwungen. Es sollte eine Frage der Interesse und des Selbstbewusstsein sein ob man sich in der Lage fühlt unter Berücksichtigung von vor- und nachteilen Entscheidungen für eine ganze Bevölkerung zu treffen. Des Weiteren muss die Person in der Lage zu sein von Spott und Hohn zu leben, wenn man Entscheidungen treffen muss die im Maximalfall für den Leien als 100% gegen ihn erachtet wird. Ein Geschlecht kann keine Qualifikation geben. Eine Quote die erzwungen hilft empfinde ich auch nicht als gut. Wer wirklich eine Position möchte der bekommt diese ungeachtet vom Geschlecht. Im schlimmst fall hast du es dann wie bei den Grünen mit der Auflage es muss eine Frau mit in der doppel Spitze der Partei sein. Das gegenteil von Gut war in diesem Fall gut gemeint. Und wenn selbst 1/3 deiner PArtei die Entscheidung zu herzen nimmt das du die Wahl hast du wählst die Person oder nicht dann kann das nicht maß aller dinge sein.

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    Matze

    Es DARF genauso viele (oder mehr) Frauen in der Politik geben. Aber es MUSS nicht.

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      Mildalia

      muss

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      Matze

      und warum?

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    Bärbel

    Es sollte mal mehr Frauen in der Politik geben als Männer – zur Abwechslung nach Jahrhunderten

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    Elena

    Lieber nach Intelligenz und Kompetenz anschauen, nicht nur nach Geschlecht

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    Hans Günter

    In erster Linie muss die Qualifikation über ein Position entscheiden!! Und nicht das Geschlecht !!!!!

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      André

      Hans Günter Was soll der Massstabe sein einer Qualifikation, Ethik, Vernunft, Mitgefuehl, Gemeinwohl, was sehen sie fuer einen Wertung als qualifiziert an.

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    Marco

    Es geht nicht darum ! Überall wo es warm ist gibt es auch keine Männerquote. ( Finanzamt, Kitas, Psychologen etc.) Es gibt auch auf dem Bau oder bei der Bundeswehr und Müllabfuhr sowie im Kfz Bereich fast keine Frauen. Es sollte nicht darum gehen Quoten zu erfüllen sondern geeignete Menschen zu finden die mit Liebe, Hingabe und Verstand bei der Sache sind. Es könnten ebenso mehr Frauen sein wenn sie geeigneter wären. Wir sollten lieber bei Ärzten anfangen nach Geschlechtern zu sortieren als im Bundestag.

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    Thomas

    Auf jeden Fall 50/50 etwa.
    Politik ist in erste Linie Entscheidungen für das Gemeinwohl zu treffen, und dabei sollten dann eben die größten Gruppen paritätisch abgebildet sein.

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    Klaus Jürgen

    Es geht um Qualifikation nicht um Mann oder Frau

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    Gabriele

    Wir brauchen Menschen, qualifizierte Menschen bei denen nicht das Ego sondern Einsetzen von Fachwissen im Vordergrund steht.

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    Alex

    Ist mir egal…. Hauptsache keine Vollidioten

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    Bernd

    Eine schwachsinnige Idee. Es geht um Qualität, nicht um Quantität! Es gibt zu wenig Meritokratie in der sogenannten Demokratie!

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    Heike

    Ein Parlament sollte die Bevölkerung repräsentieren. Daher sollten von allen „Kategorien“ Menschen da sein. Es geht meines Erachtens nicht nur um Frauen oder Männer, sondern auch Altersgruppen, Menschen mit und ohne Behinderung, Menschen aus verschiedenen Schichten, Berufen und Hintergründen. Nur dann haben wir eine Gruppe, welche an die Bedürfnisse aller denkt. In Belgien werden auf den Listen Frauen und Männer abwechselnd geführt. Daher gibt es 50/50 Kandidaten. Die Wahl liegt dann bei den Wählern. Ich bin für ausgeglichene Wahllisten. Wir brauchen keine Politikfamilien mit Generationen von Berufspolitikern. Wir brauchen keine Politikakademie. Daher finde ich den Begriff Meritokratie gefährlich. Wir brauchen Politiker, die zuhören können, Lernbereitschaft haben, offen für neue Ansätze sind, sich der Komplexität bewusst sind. Frauen und Männer haben verschiedene Ansätze, daher sind beide wichtig. Wichtiger wäre es, die Erziehung und Bildung so zu gestalten, dass solch eine Diskussion nicht nötig ist.

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    Braungart

    Es wäre wichtig, den Frauenanteil bei den Parteimitgliedern zu erhöhen, denn dann würde sich auch die Zahl qualifizierter Kandidatinnen erhöhen.
    Dafür müssten Strategien entwickelt werden, zb könnte ein aufnahmestopp für Jungmännern bei der jungen Union helfen..🦍🦍🦍

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