Bus, U-Bahn und Tram überall umsonst fahren? Dieser Traum wird in Luxemburg ab dem Sommer 2019 Wirklichkeit. Der kleine EU-Staat ist das erste Land auf der ganzen Welt, das den Öffentlichen Nahverkehr umsonst anbieten wird.

Der Öffentliche Nahverkehr kostet das Großherzogtum jährlich 1 Milliarde Euro, während die Fahrpreise lediglich 30 Millionen Euro einbringen, also nur drei Prozent der gesamten Betriebskosten. Um die kostenlosen Tickets für alle zu ermöglichen, sollen unter anderem Steuerbegünstigungen für Pendler gestrichen werden. Zudem sollen Kosten für die Fahrkartenkontrollen und Bußgeldbearbeitung eingespart werden.

Kritiker argumentieren, wenn mehr und mehr Luxemburger auf den Öffentlichen Nahverkehr umsteigen, werden die Kosten für die Regierung wieder ansteigen, um die höheren Passagierzahlen abzufangen, oder die Qualität des Services wird sich verschlechtern.

Einmischung in das Transportwesen kann extremen Unmut hervorrufen, wie die Pariser Aufstände gezeigt haben. Der Aufmarsch der „Gelbwesten“ begann ursprünglich als ein Protest gegen die Steuererhöhung auf Dieselkraftstoff, um Dieselkraftfahrzeugfahrer dazu zu bringen, auf umweltfreundlichere Modelle umsteigen.

Welchen Preis zahlen wir, wenn wir nicht auf den Öffentlichen Nahverkehr umsteigen? Wirtschaftlich gesehen, werden die Ausmaße des Klimawandels die Finanzkrise von 2008 wie ein Sonntagspicknick aussehen lassen. Verkehrsstaus und Luftverschmutzung sind wachsende Probleme, die zu längeren Arbeitszeiten und ernsten gesundheitlichen Problemen führen. Könnte der gratis Nahverkehr alle diese Probleme lösen?

Sollte der Öffentliche Nahverkehr umsonst sein? Würde dies Probleme wie Luftverschmutzung und Verkehrsstaus lösen? Und wer sollte das bezahlen? Was ist deine Meinung?

Foto: (c) BigStock – TeroVesalainen


62 Kommentare Schreib einen KommentarKommentare

Was denkst du?

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    Juri

    Für Rentner , behinderte uns Schüler ja !

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    Paul

    Wie soll’s finanziert werden ?

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    Janos

    So sehr die Idee fantastisch klingt, letztlich ist die Idee doch nicht umsonst für alle, zumal durch eine höhere Anzahl von Fahgästen auch die Fahrzeugkapazitäten erhöht und das dazu bediene Personal erhöht werden müssen, welches auch nicht für den Mindestlohn arbeiten wollen würde, außer es findet eine Automatisierung vom Schienenverkehr ab.

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    Lars

    Es würde genügen die Preise zu senken.

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    Conny

    Nein! Ich kann aus gesundheitliche n gründen offis nicht nutzen.
    Aber…ich binfür günstige Tickets für behinderte und arme Rentner und arme Arbeitnehmer.

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    Dragan

    am bestens alles umsonst ,ihr machen Deutschland ganz kaput mit solhe Idee

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    Elisabeth

    Was ist mit der Bevölkerung die ländlich wohnt? Müssen die Abends zu Hause bleiben weil der ÖPNV nicht mehr fährt?

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    Sascha

    Ist in anderen Ländern schon seit Jahren so !

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    Kornelia

    Luxemburg kann sich das leiste! Die verscherbeln auch keine Milliarden für BW, Politiker und überall ins Ausland und Sozialmigration, soviel mir bekannt ist

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      Thorsten

      Na dann kürzen wir den Hartz4-(Schmarotz)ern einfach die Kohle bis auf Null, dann haben wir das Geld! Die können ja dann umsonst den ÖPNV nutzen!

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    Andreas

    Umsonst gibt es nicht, einer muss immer zahlen.

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      Sibylle

      Andreas
      Stimmt..und wer ist das in der Regel?

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    Dorit

    Auf alle Fälle für Rentner Schüler und behinderte viele können sich fahrt kaum leisten

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    Franka

    Natürlich und moderner und digital !
    Der Individualverkehr muss massiv eingeschränkt werden!

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    Franka

    Bei uns fehlt ein bundesweites Konzept für den ÖPNV. Mit 5 G leicht möglich. Dass jedes Ländle sein eigenes Süppchen kocht, muss endlich der Vergangenheit angehören

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      Thorsten

      Franka, Du glaubst doch wohl nicht im Ernst, daß der Deutsche anfänge in größeren Rahmen zu denken? Das hat früher nicht geklappt und ist heute wieder mit dem Föderalprinzip aktuell! Kleiststaaterei und kleingeistiges Denken sind nun einmal dem ( meisten ) Deutschen eigen!

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    Ivane

    Umsonst gibt es nichts. Wen etwas „Umsonst“ ist, muss von Stadtkasse bezahlt werden. Und wer füllt Stadtkasse? Wir.

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      Sibylle

      Ivane
      Letztendlich bezahlen wir immer alles: die blöden Banken, die cum Ex Profiteure, unsere überaus fähigen Politiker, die Rüstung und die Unternehmen die nur Aufstocker einstellen.
      Dann können wir auch den ÖPNV bezahlen, da haben wenigstens wir alle was davon, dafür werden dann endlich mal richtige Steuerprüfung bei Reichen gemacht und die Finanzbeamten wieder eingestellt, die man eliminiert hat weil sie die Reichen unter die Lupe genommen haben

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    Ingo

    es sollte erst einmal ein funktionierender und bezahlbarer Nahverkehr aufgebaut werden. Und Gelder nicht in prestige Objekte verplempert werden, siehe z. B.: S 21. Bei 4 Milliarden sollte Schluss sein. Heute stehen wir bei 12 Milliarden und kein Grüner kräht, ob im Landtag (Grün-Schwarze Regierung) oder der grüne OB von Stuttgart!

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    Helga

    haha, mein Kind muss Zahlen und andere Kinder auch

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    Torsten

    Ich kann mich noch an eine Diskussion erinnern, in der es um die Abschaffung der Ersatzfreiheitsstrafe ging und dafür notorische Schwarzfahrer herhalten mußten. Damals war das Geschrei um einen kostenlosen ÖPNV groß, damit solche Leute nicht mehr einfahren sollten. Jetzt wird hier gefragt, ob dieses eingeführt werden soll und schon palavert fast alles dagegen! Da kann man nur mit dem Kopf schütteln!

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    Gerd

    Für den Umweltschutz und der Feinstaubbelasung sicher eine Sinnvolle Sache. Bezahlen könnten wir es wenn wir unseren Bundestag dann wieder verkleinern und nur noch Fach und Sachkundige Politiker Ministerien bekommen die keine Millionen an Berater verschwenden müssen.

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    Anke

    In den Metropolen ist der ÖPNV bereits so überlastet, und auf dem Lande fährt der Bus, wenn überhaupt, dreimal am Tag und nutzt außer Schulkindern wenig. Lieber mäßig Geld nehmen und dafür die Busse und Bahnen deutlich öfter fahren lassen.

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    Markus

    Es gibt keinen „kostenlosen“ ÖPNV. Wenn die Fahrgäste die Kosten nicht tragen, müssen es die Kommunen tun. Die allerdings sind in Deutschland vielfach überschuldet. Bei einem für die Fahrgäste kostenfreien Nahverkehr würde das Angebot daher heruntergefahren, während gleichzeitig die Nachfrage steigt. Heillos überfüllte Busse und Bahnen, die in einem schlechten Zustand sind, wären die Folge.

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    Phillip

    Den ÖPNV kostenlos zu machen ist ein großartiger Anreiz, auf das Auto zu verzichten, vor allem in den Städten. Mit den aktuellen Kosten komme ich mit meinem Auto von den reinen Spritkosten her auf 40% der günstigsten Angebote unseres Verkehrsverbundes raus

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    Bjonam

    Das wäre ein absolut sinnvoller Schritt für die Gemeinschaft.

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    Juri

    Für Rentner , Behinderte , Kinder , sozial schwache ja , sonst nein….

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    Sharky

    Unter den momentanen Infrastrukturen die ich in Düsseldorf bewerten kann Nein. Ein kostenloser nah Verkehr würde einen starken Zuwachs an Kunden geben. Diese müssten kompensiert werden durch ein höheres Aufgebot, welches bei dicht befahrenen Strecken echt sinnlos ist.

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    Marco

    Wenn überhaupt dann kostenlos aber ich kann mir vorstellen das dies schwierig ist.

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    Jöns-Peter Schmitz

    Vergleichen Sie einfach mal das BIP/Kopf von Luxemburg mit Deutschland oder anderen Ländern (oder Kommunen) …! Dann fallen vielleicht gewisse Unterschiede auf hinsichtlich der Finanzierungsvoraussetzungen für weitere soziale Wohltaten auf!

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    Bjonam

    Absolut den ÖPNV kostenlos anzubieten wäre ein guter Schritt für alle und vor allem auch das Klima 👍

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    Uloisius

    Das wäre ein richtiger und wichtiger Schritt …

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    Conny

    wer soll das bezahlen? warum soll die Allgemeinheit die Mobilität bezahlen, die jeder selbst aussucht?
    Es gibt auch Bürger, die öffentlichen Nahverkehr nicht nutzen können, z b aus gesundheitlichen Gründen.
    es kann ja gerne genossenschaftliche Verkehrsbetriebe geben .

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    Uloisius

    Man könnte ja vielleicht Steuern auf Flugzeugbenzin erheben und schon wäre der kostenlose öffentliche Nahverkehr bezahlt.

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    Jöns-Peter

    Vielleicht sollte man einmal einen Blick auf das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf Luxemburgs werfen und es vergleichen mit Deutschland, seinen Kommunen und anderen Ländern und deren Kommunen. Dann dürften die Unterschiede in den Finanzierungsvoraussetzungen deutlich werden! – Es ist immer wohlfeil nach sozialen und ökologischen Wohltaten zu rufen …

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    Hermann

    ÖPNV ist keine soziale Wohltat sondern gehört zur Daseinsfürsorge des Staates wie Luft Wald und Straßen

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    Jöns-Peter

    Die Verfügungstellung des öPNV ist in der Tat Daseinsvorsorge; das heißt bei kollektiven Gütern wie der Beförderung nicht auch Kostenfreiheit für den Benutzer, zumal die NIchtnutzer durch Steuern die Finanzierung mit tragen!

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    Hermann

    die nicht Autofahrer bezahlen auch die Straßen

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    Jöns-Peter

    Auch jeder Fußgänger, Rad- oder Rollerfahrer benutzt Straßen, fast jeder Transport wird auch über Straßen abgewickelt, so dass eine Steuerfinanzierung nicht ganz falsch ist … Die Grundfinanzierung des öPNV kommt im Übrigen zu nicht ganz kleinen Teilen m. W. auch aus Steuermitteln und z. B. kommunalen Zuschüssen.
    Aber ich bin wirklich (aus ökologischen Gründen) auch dafür, die Straßennutzung stärker nutzungsabhängig zu finanzieren. Damit kommen wir zu dem beliebten Thema von Maut … 🙂

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    Hermann

    richtig ist: wenn Politik die Wende im Verkehr wirklich will, darf sie nicht zulassen, dass die Preise im ÖPNV ständig erhöht werden. Autofahren/Parken etc. in den Innenstädten verteuern u den ÖPNV preiswerter und besser machen. Es kann nicht sein, dass es für 2 Personen teurer ist mit der Bahn in die Innenstadt zu fahren als dort zu parken. Städte wie Amsterdam, Wien und Stockholm machen es erfolgreich vor, wie es geht. Aber die hochmütigen Deutschen können ja nicht mal was Vernünftiges abgucken…

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    Jöns-Peter

    Nicht nur, aber zumindest für den öffentlichen Hamburger Verkehrs-Verbund scheint es mir sehr angesagt, massive Kostensenkungen in den öPNV-Unternehmen, und zwar ohne Angebotseinschränkung (!), vorzunehmen; öffentliche Unternehmen entwickeln immer wieder diese ineffzienente Beamtenmentalität ohne Kostenbewusstsein. Allein dies dürfte einige positive Auswirkung auf Preise/Tarife haben.

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    Petr

    Für den Harz habe ich ermittelt, basierend auf einen Bericht der jährlichen Strecke, das jeder der 120.000 Erwerbstätigen im Harz jährlich 144€ zahlen würde, damit jeder jederzeit Bus fahren kann ohne etwas zuzahlen zu müssen

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    Heike

    Dem stimme ich zu und bei Abgabe des FS ab 70zig erst recht. Nicht nur für drei Monate!!!

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    Kathrin

    Solange die Verbindungen mir nichts bringen ist das uninteressant.

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    Daggi

    Ich fürchte dies lässt sich nicht bezahlen. Wie soll die Finanzierung gestemmt werden? Mit Steuererhöhungen? Wir sind in Deutschland schon mehr belastet als die skandinavischen Länder! Außerdem ist unser Verkehrsnetz gar nicht dafür ausgelegt und würde zusammenbrechen, wenn plötzlich alle den öffentlichen Nahverkehr nutzen.
    Wir müssen vielmehr intelligente Lösungen finden, wie wir den Verkehrsstaus begegnen: Mehr Sharing, Anreize fürs Sharing schaffen, Sammeltaxen fördern, Homeofficeregelungen etc..

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    Heike

    Es gibt Kosten, welche bei einem kostenlosen Verkehrsmittel wegfallen: Fahrkartenschalter, Kontrollen und Sperren, Fahrkartendruck, Steuerreduzierung, Arbeitgeberanteil an den Fahrtkosten, Speicherkapazitäten für die elektronische Fahrkartenerstellung. Die Bahnhöfe werden immer mehr zu Verkaufszentren ausgebaut. Mehr Fahrgäste, mehr Kunden, dass könnte zusätzliche Einnahmen bringen. Ob dies die fehlenden Fahrpreise ausgleicht, muss in Erfahrung gebracht werden. Damit aber die Menschen auf die Öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen, bedarf es aber auch einer entsprechenden Anbindung. Wenn der Zeitverlust zwischen öffentlichen Verkehrsmitteln und Auto zu groß ist, dann hilft auch das kostenlose nicht.

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    Bjonam

    Absolut. Den öffentlichen Nahverkehr kostenfrei anzubieten wäre eine der wichtigsten und größten Schritte die Klimaziele zu erreichen. Wenn alle Fahrzeuge dann nach und nach noch auf die Antriebe und Grünen Strom umgerüstet werden, wäre der Effekt natürlich noch viel größer👍

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    Andreas

    Kann gerne gemacht werden aber trotzdem werde ich weiterhin Auto fahren und den Nahverkehr nicht in Anspruch nehmen.

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    Uloisius

    Spritpreise werden sowieso schon teurer, die Parkplätze müssten jetzt noch verknappt und die Parkgebühren drastisch erhöht werden

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    Andreas

    die 7 Cent jucken mich nicht und selbst kostenlos würde ich keine Bahn fahren. Zu viele Probleme wie oben genannt zudem zu viel Gesocks in der Bahn. Ich bleibe beim bösen Benziner und fliege weiterhin 3x im Jahr nach Malle ;)

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    Conny

    aber nur unter der Bedingung, das Kraftstoffe ( Benzin,Diesel, elektrische Energie, Wasserstoff etc) auch kostenlos sind!

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    Uloisius

    Es soll Leute geben denen hält man den kleinen Finger hin und die reissen einem den ganzen Arm ab …

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    Hans

    Nicht ganz kostenlos, bei kostenlos verlieren die Menschen die Wertschätzung.

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    Enno

    Natürlich, höchstens eine kleine Flat für Erwachsene.

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