Im Vorfeld der Europawahl 2019 stellen wir euch alle Kandidaten für das Amt des EU-Kommissionspräsidenten vor.

Der nächste aus der Reihe ist der Kandidat der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber, Vorsitzender der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament.

Webers Partei ist eine christdemokratisch-konservative Partei. Die Europäischen Christdemokraten wurden 1976 als erste europäische Partei – die Europäische Volkspartei – gegründet. Sie sind die Partei der Mitte und der rechten Mitte. Momentan ist die EVP die stärkste Fraktion im Europäischen Parlament. Sie bekennt sich klar zu den europäischen Werten und sieht sich als treibende Kraft der Europäischen Integration.

Der Niederbayer ist 46 Jahre alt, verheiratet und römisch-katholisch. Er beschreibt sich selbst gerne als Heimatmensch mit einem festen Glauben. Die Familie sei für ihn das Wichtigste. Nach dem Studium ging der Diplom-Ingenieur seinem Traum nach, sein eigener Chef zu sein, und gründete zwei Firmen im Bereich Umwelt-, Qualitätsmanagement und Arbeitssicherheit.

Neben seiner unternehmerischen Ader, entschied sich Manfred Weber in jungen Jahren für seine zweite Leidenschaft, die Politik. Schon als 16-Jähriger engagierte er sich politisch in der Jungen Union und war von 2003 bis 2007 ihr Landesvorsitzender in Bayern. Mit 29 Jahren trat Manfred Weber als jüngster Abgeordneter in den Bayerischen Landtag ein. Mit dem Eintritt als Abgeordneter des Europaparlaments in 2004, bekannte sich Weber ganz klar zur Europapolitik, welche er selbst als „die Zukunft der Politik schlechthin“ sehe.

Manfred Weber ist bekennender Europäer. Obwohl er immer wieder betont, dass seine Heimat für ihn ein Teil seiner Identität ist und er ein CSU-Mann ist – eine Partei, die seit geraumer Zeit mit der Europäischen Union fremdelt – ist ihm Europa eine Herzensangelegenheit.

Webers Schwachstelle scheint sein gutes Verhältnis zu Victor Orbán zu sein. Nachdem der Ungar gegen die EU gehetzt und die Meinungsfreiheit in Frage gestellt hat, verteidigte Weber Orbán und forderte seine Parteimitglieder auf „keine Kritik, sondern Dank und Respekt“ zu zollen und empfahl sich selbst als „Brückenbauer“ in Richtung Osten. Weber kehrte erst um, als vor wenigen Wochen das Europaparlament über die Einleitung eines Rechtsstaatlichkeitsverfahren gegen Ungarn abstimmte. Weber stimmte zu, wohl wissend, dass es ihn sonst seine Kandidatur gekostet hätte.

Jetzt ist eure Meinung gefragt. Soll Manfred Weber nächster EU-Kommissionspräsident werden? Schreibt uns eure Meinung im Kommentarfeld.



24 Kommentare Schreib einen KommentarKommentare

Was denkst du?

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    Martin

    Nein, soll er nicht. Die EVP hat also ein Programm mit dem sie in der gesammten EU antritt, um EU Bürgern Rechtsgleichheit zu geben? Ich denke nicht…

  2. avatar
    Ingrid

    N E I N – N E I N – UND NOCHMAL
    N E I N !!

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    Daniel Fechner

    Seine Vita wirkt sehr widersprüchlich, auf der einen Seite bekennender Europäer, auf der anderen Seite Mitglied einer Partei, die weniger „Europa“ fordert.
    Unterstützt auch Meinungen von Kritikern (Orban) aber auch Repressalien gegen eben diese.
    Ich denke, er hat gute Chancen, doch ob es wirklich die richtige Wahl wäre, liegt meiner Meinung daran, ob er weniger als Abgeordneter mit sprunghaften Verhalten als „Klitt“ der Europa zusammenhält, gesehen wird

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    Diwo

    Ja! Natürlich. Es ist ein vernünftiger sympatischer junger Mensch. Solche sollen europäische Politik führen.

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    Thomas

    Nein, Weber soll nicht Präsident der EU-Kommission werden. Er wäre ein Vertreter der Macht- und Finanzkartelle, aber nicht der Völker Europas.

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    Gisela

    NUR!!!! Manfred Weber! Er verbindet die Menschen Europas und baut Brücken wie kein anderer! Ich wünsche ihm viel Glück 🍀 und viel Kraft!

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    Bernd

    Wer Deutschland erhalten will kann und dürfte nur die AFD wählen.
    Jede andere Stimme für eine andere Partei ist eine verlorene Stimme.
    Die Altparteien Gründen viele Parteien neu,nur um der AFD die Stimmen abzujagen.
    Und ich bin nicht in der AFD und sage des auch nicht weil ich etwas verdienen oder mich irgendwo bewerben möchte.
    Keine Stimme für neue Parteien.
    Denen geht es nicht um Deutschland sondern die suchen nur ihre eigenen Vorteile.

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      Enibas

      Die Partei die Sie bewerben schadet allen! Mittelfristig möchten sie die EU verlassen, sie propagiert puren Nationalismus, sie will Arbeitnehmerrechte einschränken oder abschaffen und und und! Nein zur AfD!

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    Dritan

    Ja , er ist der Beste und Er soll der EU- Kommissionspräsident werden

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    Claus

    Wer die Fidesz Partei in seinen Reihen toleriert, sollte kleine Brötchen backen.

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    Marco

    Zwischen wem alles haben wir die Wahl?

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