Die Welt ist in Bewegung. Im Jahr 2015 waren etwa 3,3% der Weltbevölkerung (rund 244 Millionen Menschen) internationale Migranten. Das ist ein kleiner Teil der Weltbevölkerung, aber eine Zahl, die schnell zunimmt und durch neue Technologien und eine immer stärker verbundene Welt noch verstärkt wird.

Das Problem der globalen Migration übersteigt die Fähigkeiten einzelner Länder. Die Weltgemeinschaft hat erkannt, dass möglichst viele Staaten zusammenarbeiten müssen, um sichere, geordnete und gleichmäßige Migrationsströme zu gewährleisten, und es wurden bereits Schritte in diese Richtung unternommen. Die UN-Generalversammlung hat 2016 den „Globalen Migrationspakt“ verabschiedet. Das Abkommen wird voraussichtlich im Dezember 2018 offiziell verabschiedet.

Das Abkommen soll Staaten dazu verpflichten, die Zusammenarbeit bei der internationalen Migration auf breiter Front zu stärken. Ziel ist die Vereinheitlichung der Datenerfassung, sodass wir ein genaueres Bild der globalen Migrationsströme erhalten. Die Zusammenarbeit zwischen Staaten, aber auch innerhalb von Staaten zwischen politischen Entscheidungsträgern, der Zivilgesellschaft, der Privatwirtschaft und internationalen Organisationen wie UN-Organisationen und -Organisationen soll formalisiert werden.

Was sagen unsere Leser? Anuja glaubt, dass der derzeitige Migrationsansatz scheitert und dass die Einwanderungsströme in den kommenden Jahren noch stärker werden, u.a. aufgrund des Klimawandels. Daher müssen wir unseren Ansatz dringend überdenken, z.B. eine globalen Ansatz fahren? Hat sie Recht?

Wir haben die UN Sonderbeauftragte für Migration, Louise Arbour, gefragt. Was sagt sie zu Anuja?

Für eine weitere Perspektive haben wir die Frage Lloyd Axworthy gestellt, dem Vorsitzenden des Weltflüchtlingsrates und ehemaligen Außenminister Kanadas. Stimmt er Anuja zu, dass wir einen globalen Lösungsansatz für das Migrationsproblem brauchen?

Viele unserer Leser sind skeptisch, was einen globalen Ansatz zu Migration angeht. Unser Leser Paul argumentiert zum Beispiel, dass das Aufstellen so einer Struktur in der Theorie zwar funktionieren mag, aber in der Praxis ziemlich unmöglich scheint. Allein schon, dass nicht alle Länder über die gleichen Ressourcen verfügen, sodass die Umsetzung bestenfalls uneinheitlich ist. Ist Paul zu pessimistisch?

Was sagt Louise Arbour zu Paul?

Und was sagt Lloyd Axworthy zu Paul?

Brauchen wir einen globalen Lösungsansatz für Migration? Ist der derzeitige Ansatz gescheitert? Und wie könnte so ein globaler Lösungsansatz in der Praxis funktionieren? Schreib uns deine Meinung!

Foto: CC / WikiMedia – Gémes Sándor/SzomSzed


10 Kommentare Schreib einen KommentarKommentare

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    Ivane

    sehr schlecht würde es funktionieren.

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    Jeanny

    Noch nicht mal Amerika könnte eine Migration von 200 oder 300 Millionen Menschen verkraften, geschweige denn Europa. Wir haben weder die Resourcen, noch die finanziellen Möglichkeiten. Ich kann gut verstehen, dass sich immer mehr Länder daraus verabschieden. Merkel wollte es mit Gewalt in Europa schaffen, aber andere Staatsmänner/Frauen, lassen sich nicht für dumm verkaufen.

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      Horst

      Auch Europa erwartet keine unbegrenzte Migration. Das hat niemand vor, erst recht nicht unsere Kanzlerin. Aber Sie hat wenigstens das Problem einer nicht kontrollierbaren weltweiten Migration erkannt und tut etwas. Leute wie Ihr verschliessen einfach ihre Augen und sagen, was ich nicht sehe, das gibt es nicht. Das ist einfach nur dumm.

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    Cloud

    Wir brauchen keine Migranten Problem gelöst

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    Horst

    JA, denn in 20 oder 30 Jahren wollen sie die obigen AfDler wohl Maschinengewehre benutzen. Sie werden kommen, wenn wir Ihnen nicht in ihren Heimatländern helfen.

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      Norbert

      Länger. das sind doch die selben die vor 89 schon auf Flüchtlinge geflüchtet haben,

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    Horst

    Hahaha, Cloud Kassi, die Migranten fragen dich nicht, ob du Sie brauchen kannst. Als Problem nur gelöst für Dumme.

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