Was auch immer eure Meinung zur aktuellen Migrationspolitik sein mag, Flüchtlinge brauchen Schutz. Das ist eine Tatsache, da sie von keinem Staat geschützt werden, ihren Tod auf der Flucht in Kauf nehmen und auf ihrem Weg Gewalt von allen Seiten zu fürchten haben. Es sollte Priorität haben, Leben zu schützen.
Meist nehmen die Menschen auf ihrer Flucht vor Krieg und Terror die Dienste von Schleusern in Anspruch, die teuer und gefährlich sind. Vor allem wenn die Route ohne Hilfe versperrt bleibt, erhöht das den Preis und das Machtverhältnis zwischen Migranten und Schleusern. Können die Kosten nicht mehr bezahlt werden, führt das zu Missbrauch und Ausbeutung von Flüchtlingen. Dann kann aus einer illegalen Flucht Menschenschmuggel werden.
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Was denken unsere Leser? Viele verlieren inzwischen aus dem Blick, dass es bei Flüchtlingen um Menschen geht, die um unsere Hilfe bitten. Während Feinheiten der Kompetenzen von Kanzlerin Merkel und Innenminister Seehofer diskutiert werden und ein Streit darüber entbrannt ist, ob nun (sowieso offene) Schengengrenzen wann von wem geöffnet wurden, hat sich das Mitleid erschöpft.
Wir erhielten zum Beispiel einen Kommentar von Stevo, der die Situation seines Heimatlandes Australien beschreibt. Die aktuelle Regierung schickt die Boote von Schleppern ungeprüft zurück und lässt sie in keinen sicheren Hafen einlaufen. Stevo ist der Meinung, dass diese Strategie erfolgreich ist, da jetzt keine Flüchtlingsboote mehr kämen. Die letzten Tage haben gezeigt, dass auch Europäer dieser Strategie gegenüber nicht mehr abgeneigt sind. Italien will ein klares Zeichen setzen und keine Rettungsschiffe mehr in seine Häfen einlaufen lassen. Ist die Lösung wirklich so einfach?
Wir fragten bei Vincent Cochetel nach, dem Vorsitzenden des europäischen Büros des Flüchtlingskommissariats der Vereinten Nationen.
Australien verstößt gegen internationales Flüchtlingsrecht. Ich denke, Europa sollte sich weiterhin an die Regeln halten. Aber das gilt nicht nur für Europa, auch die Länder Nordafrikas sollten das. Man braucht ordentliche Abkommen, um die Verantwortung zu teilen. Man kann die geographischen Gegebenheiten nicht ändern. Man kann auch keine Migration stoppen, man muss sie managen.
Für eine weitere Perspektive fragten wir bei Mark Lagon nach, der ehemaliger Sonderbotschafter der USA gegen Menschenschmuggel ist und zurzeit Internationale Politik an der Georgetown Universität lehrt. Wie bewertet er das Vorgehen der australischen Behörden?
Mit allem Respekt, das ist weder die beste noch die einzige Lösung. Als Sonderbotschafter habe ich die Behörden immer wieder darauf hingewiesen, dass höhere Mauern und strengerer Grenzschutz niemals Menschenschmuggel verhindert. Man muss sich die Migranten ganz genau anschauen.
Sobald irreguläre Migration im eigenen Land geschieht, müssen der Gesetzesvollzug und Einwanderungsbehörden ganz genau schauen, ob hier Menschenschmuggel geschieht oder ob es sich um Flüchtlinge handelt.
Es gibt moralische, gesetzliche und rechtliche Verpflichtungen, Flüchtlinge zu schützen. Menschen, die vor Extremismus und brutalen Diktaturen zum Beispiel aus dem Nahen Osten nach Nordafrika fliehen, sind echte Fälle von Flüchtlingen; wir in den Vereinigten Staaten und ihr in Europa müssen sie schützen.
Wie können wir Schleusern das Handwerk legen? Trifft es die Falschen, wenn Rettungsboote in keine sicheren Häfen mehr einlaufen dürfen?
Fotos: (c) BigStockPhoto – Anjo Kan; Portraits: Cochetel – cc / Flickr – UN Geneva, Lagon – Public Domain – U.S. Dept. of State
Australien verstößt gegen internationales Flüchtlingsrecht. Ich denke, Europa sollte sich weiterhin an die Regeln halten. Aber das gilt nicht nur für Europa, auch die Länder Nordafrikas sollten das. Man braucht ordentliche Abkommen, um die Verantwortung zu teilen. Man kann die geographischen Gegebenheiten nicht ändern. Man kann auch keine Migration stoppen, man muss sie managen.
Mit allem Respekt, das ist weder die beste noch die einzige Lösung. Als Sonderbotschafter habe ich die Behörden immer wieder darauf hingewiesen, dass höhere Mauern und strengerer Grenzschutz niemals Menschenschmuggel verhindert. Man muss sich die Migranten ganz genau anschauen.
33 Kommentare Schreib einen KommentarKommentare
Da gibt es nur eine Lösung: Menschen legal einreisen lassen! Das würde die Schleuser arbeitslos machen, die Migranten könnten sicher reisen und die horrenden Geldsummen, die sie an die Schleuser abdrücken müssen, könnten stattdessen ein kleines Polster an Ersparnissen bilden.
Es ist doch möglich legal einzureisen.
Timo Meiners Aber für viele Menschen nicht. Leider.
Das ist ja wohl die dämlichste Lösung, so nach dem Motto, wie bekämpfe ich Gewalttaten? Legalisiert sie😡
Die Asylanträge müssen in den jeweiligen Ländern geprüft werden. Dies ist die einzig sachliche Lösung!
Sabine Euskirchen
Das ist ne prima Idee, wir lassen Sie einfach alle legal rein. Dazu müssen wir nur noch ein paar kleine Gesetze ändern und alles ist gut. Dass da noch niemand drauf gekommen ist, du bist echt genial!!! 👍👍👍👍
Udo Schanz ich glaube das sollte Satire von ihr sein
Nee, 3 Dinge:
1. Beendet die Freihandelsabkommen
2. Stoppt Waffenexporte
3. Kauft nicht bei Handelsketten
Und zieht die besatzungsmächte wieder ap,denn bei der verteilung von menschenrechte und demokratie war man nicht erfolgreich. Ganz im gegenteil,das waren auch nie die absichten des westens. Sondern nur ausbeutung !
4. Spendet nix an oxfam
5. Zieht euch Felle an.
6. Lebt im Wald und in Höhlen.
7. Ernährt euch von Gräsern und Sonnenschein.
Markus FDP Wähler?
Diese gelenkte Völkerwanderung ist ohnehin nicht mehr auf zu halten.
Solche sinnfreien Frage-Antwort Spielchen sind hierbei nicht dienlich.
Einsammeln und zurückbringen wo sie herkamen. Punkt
Nicht Schleuser sind verantwortlich für das Flüchtlingsproblem sondern die politisch wirtschaftliche Situtaion in den Kriesenregionen.
Klar ist, Schleuser profitieren von dem Elend.
Keinen von den Glücksrittern einreisen lassen, wieder zurück nach Nordafrika bringen, dann hört das irgendwann auf.
Werner, wer keinen blassen Schimmer hat, sollte besser die Klappe halten!
Ilo Kirsten-Polnik es sollten lieber die linksgrünen Spinner die Klappe halten, die diese Menschen dazu motivieren hier her zu kommen, wir können nicht ganz Afrika hier her holen. Als nächstes kommt dann wohl von Ihnen die Nazikeule? Diese Menschen müssen nach Nordafrika zurück und das ist die einzigste Lösung, auch wenn es den linksgrünen Utopikern nicht passt.
Das ist die Strafe, daß die westlichen Konzerne die Menschen in Afrika vergessen und nur die Länder ausgebeutet haben! Die Regierungen dieser Länder haben sich daran munter beteiligt! Wenn den Menschen in ihren Ländern eine Möglichkeit gegeben würde ein menschenwürdiges Leben zu führen, würden sie sich nicht auf den Weg zu uns machen!
1. Sich nicht mehr so sehr vermehren !
Rolf-Arno Maertzke das ist richtig! Aber das meinte ich auch mit menschenwürdiges Leben. Mit Bildung kann man auch das erreichen!
Was für Flüchtlinge??
…die Lobbyisten der „Flüchtlingsindustrie“ ausschalten.
Nur noch Sachleistungen und ärztliche Notversorgung bieten, in ganz Europa kein Geld an (Flüchtlinge) Migranten zahlen.
Auf welch hohem ross sitzen wir eigentlich?
Man kann Flüchtlingsboote nicht ungeprüft ins Ungewisse schicken. Sie haben ein Recht auf gewaltfreies Leben. Allerdings sollte ab den Grenzen geprüft werden, wer berechtigt ist und wer nicht. Da ist bei uns Einiges schief gelaufen.
EIGENTLICH ganz einfach: Fluchtursachen bekämpfen – ist aber wohl zu kompliziert für engstirnige Politiker
Unterschied zwischen push – und pulleffekten bekannt ? Und mal ran , Bürgit Büch, deren verrückte Geburtenrate zu bekämpfen! Grössenwahnblabla , der gut ankommt, bei Naiven
Rolf-Arno Maertzke Kinder sind sozusagen ihre Altersversicherung. Und weil die Kindersterblichkeit so hoch ist (warum wohl?) , müssen es halt möglichst viele sein (die dann auch noch etwas zum Familieneinkommen beitragen). Es gibt sicher viele Frauen, die weniger Kinder bekommen möchten. Verhütungsmittel sind unerschwinglich (falls überhaupt erhältlich). Die Menschen brauchen angemessen bezahlte Arbeit, um eine Perspektive zu bekommen
Nach 4 Jahren Ostafrika: es hilft nur WIR GEHEN DA REIN UND KOLONIALISIEREN DEN SAUSTALL.. dann fällt die Fluchtzrsache weg.
Bring them back where they came from and finished
Hallo –Very funny, more than a laugh. Fascists and Neo-Nazi’s are coming out, out from the brown turd
Wer sind denn die Schleuser???