Eine junge Frau in pink nascht ein Fruchtgummi und lächelt dabei von einem Werbeplakat herab. Soweit so alltäglich, oder? Anscheinend nicht, denn die junge Frau ist Muslima mit Kopftuch, daher sind die vegetarischen Süßigkeiten ohne schweinehaltige Gelatine für sie interessant. Das reicht für einen Sturm der Entrüstung aus dem gesamten politischen Spektrum. Warum eigentlich?

Wofür steht das Kopftuch in unserer Gesellschaft? Die Kritik bis hin zur Hetzte kommt vor allem von rechts außen, hier gilt die Werbung als Beweis für die Islamisierung Deutschlands. Viele wollen sich weigern anzuerkennen, dass rund vier Millionen Muslime in Deutschland eine interessante Zielgruppe für Firmen wie Katjes sind, neben allen anderen, die keine Gelatine in ihren Süßigkeiten haben wollen. Vegetarisches Fruchtgummi ist eben auch halal … und koscher!

Frauenrechtler sehen im Kopftuch ein Symbol für die Unterdrückung der Frau mit dem jetzt Reklame gemacht wird. Das trifft auf jeden Fall für Länder mit Kopftuchpflicht wie den Iran zu, aber für Deutschland? Viele selbstbewusste Muslimas in Deutschland entscheiden sich für das Kopftuch. Neben Anfeindungen und Boykottaufrufen gegen Katjes gab es auch Lob, die Kampagne zeige gelebte Integration. Ist das jetzt nicht aber zu viel der Ehre für eine Werbekampagne mit einer Kopfbedeckung?

Was denken unsere Leser? Wir haben in der Vergangenheit schon viele Kommentare von euch zum Thema erhalten und fragen jetzt bei den Experten nach, wie sich das Kopftuch einordnen lässt.

Leserin Monika sagt, dass ihr eine „schleichende Islamisierung Angst macht“. Kopftücher repräsentieren ihrer Meinung nach eine „Verachtung für Gleichberechtigung und sind ein Mittel, sich über Ungläubige zu erheben.“ Wir haben bei Dr. Sabine Berghahn nachgefragt, die sich wissenschaftlich mit dem Kopftuch und Gleichstellungsfragen auseinandergesetzt hat. Was antwortet sie auf Monikas Kommentar?

Es wird häufig geäußert, dass das Kopftuch ein Symbol gegen die Gleichberechtigung und für die Islamisierung sei. Ich denke, das ist eine falsche Wahrnehmung, denn die Musliminnen haben sehr unterschiedliche Motive, was eine gleichförmige Idee verhindert. Es trifft einfach nicht zu, dass alle Trägerinnen des Kopftuchs Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ablehnen. Die Motive der Frauen wurden wissenschaftlich erforscht und dabei wurde festgestellt, dass vor allem gebildete Trägerinnen des Kopftuchs sogar aktiv für die Gleichberechtigung eintreten. Das Kopftuch kann dann sogar ein Symbol der Selbstbehauptung sein. Natürlich gibt es auch andere, aber es kommt immer auf das Individuum an. Am besten man fragt nach, anstatt zu viel in ein Kleidungsstück hineinzuinterpretieren.

Catherine fordert vor allem an Schulen ein „Verbot von Kopftüchern und Burkas, da sie Frauen vermitteln, niedriger als Männer zu stehen.“ Für eine weitere Meinung fragten wir bei der Journalistin Birgit Kelle nach.Sie setzt sich in ihren Artikeln und Büchern für ein positives Image traditioneller Frauenbilder ein.

Ich denke, dass wir es bei dem Kopftuch muslimischer Frauen nicht nur mit einer reinen religiösen Kopfbedeckung zu tun haben, sondern mit einem politischen Symbol. Wir sehen es jetzt gerade in Ländern wie dem Iran, wo Frauen darum kämpfen müssen und sich sogar dafür verhaften lassen, wenn sie ihr Kopftuch ablegen. Ich halte es für eine richtige Entscheidung, dass wir in unseren freien westlichen Demokratien dafür sorgen, dass wir in staatlichen öffentlichen Räumen wie Schulen und Universitäten aber auch dem öffentlichen Dienst solche Symbole verbieten. Eine Lehrerin hat eine Vorbildfunktion, trägt sie ein Kopftuch, ist das ein Signal an ihre Schülerinnen, ein Kopftuch für gute Noten tragen zu sollen.

Ich halte aber ein generelles Verbot für falsch. Wenn ich in meiner Freizeit ein Kopftuch trage, hat das der Staat nicht zu regeln. Es gibt ja nicht nur das Kopftuch sondern auch die Tracht für Nonnen, Priester und Rabbiner, mit manch religiös geprägter Kleidung haben wir ein Problem und mit anderer nicht. Im staatlichen öffentlichen Dienst muss jedoch Neutralität gewahrt bleiben, dort brauchen wir ein Kopftuchverbot.

Was sagt Frau Berghahn zu einem Kopftuchverbot an Schulen?

Das ist in den verschieden Ländern Europas unterschiedlich geregelt, wir haben zum Beispiel ein Kopftuchverbot in französischen Schulen, aber nicht in Deutschland, da hier das Recht der Eltern schwerer wiegt. Eltern dürfen über die religiöse Erziehung der Kinder bestimmen, bis sie 14 Jahre alt sind. Dann können die Schulen auch nur wenig gegen ein Kopftuch unternehmen. Aber auch hier hilft ein Verbot nicht weiter, was man in Frankreich sieht. Die Mädchen gehen dann auf islamische Schulen und das isoliert sie dann wahrscheinlich noch mehr.

Aber Burkas in einem Atemzug mit Kopftüchern zu nennen, halte ich für sehr problematisch. Das Gesicht sollte im pädagogischen Zusammenhang nicht verdeckt sein. Lehrer sind darauf angewiesen, von Angesicht zu Angesicht mit den Schülern zu kommunizieren, daher verbietet sich die Gesichtsverschleierung eigentlich von selbst. Die Schule muss die Eltern und die Mädchen dann davon abbringen. Aber sollte ein Verbot rigide durchgesetzt werden, ruft das auch Trotz hervor und das ist nicht dienlich.

Unser Leser Stefano sagt wiederum, dass wir niemanden zu etwas zwingen können, „weil er oder sie zu etwas gezwungen wird. Dann machen wir das Gleiche andersherum. Wenn uns Freiheit wichtig ist, müssen wir einen anderen – wohlmöglich schwierigeren – Weg gehen.“

Ich stimme absolut nicht zu, weil wir nicht hinnehmen können, wenn jemandem seine Rechte genommen werden. Wie können wir jemanden zwingen, seine Freiheit zu genießen? Als freie demokratische Länder unterscheiden wir uns gerade darin, dass wir jedem einzelnen seine Menschenrechte garantieren. Seine persönliche Freiheit darf nichts damit zu tun haben, in welcher Familie er lebt oder von wem er unterdrückt wird. Hier sehe ich sogar eine ganz klare Aufgabenstellung für uns als Land. Nur weil Frauen zum Beispiel aus muslimischen Ländern gewöhnt sind, unterdrückt zu werden, können wir nicht unsere Standards senken. Wir müssen hier die Basis für Freiheit schaffen. Die Unterdrücker müssen dann auch in ihre Grenzen gewiesen werden, wir müssen ihnen unsere Regeln und Gesetze klarmachen. Menschenrechte sind hier bei uns nicht verhandelbar.

Stimmt Frau Dr. Berghahn Stefano zu?

Ich muss Stefano voll zustimmen. Wir müssen zwischen Erwachsenen und Jugendlichen oder Kindern unterscheiden. Ich finde es nicht gut, wenn Kinder von ihren Eltern zu einem Kopftuch gezwungen werden. Aber entscheiden sich erwachsene Personen dafür, ist es völlig in Ordnung. Sie können auch mit Kopftuch für Gleichberechtigung, Demokratie und liberale Werte sein. Dann gibt es überhaupt kein Anlass für ein Verbot. Vielleicht will sich die Frau mit ihrem Kopftuch auch einfach von der sexistischen Kultur aus Werbung und Medien absetzen, ohne jetzt beurteilen zu wollen, ob das eine gute Methode ist. Aber sie können auch familiäre, kulturelle, soziale oder ästhetische Gründe haben; solange eine Frau das Kopftuch freiwillig trägt, ist gegen das Kopftuch nichts einzuwenden. Wird es jemanden aufgezwungen, hat die Person Möglichkeiten sich zu wehren und Unterstützung einzufordern, die wir dann aber auch gewähren müssen. Vor allem sollten wir aber auch gegen Diskriminierung von Frauen vorgehen, die ein Kopftuch tragen. Grundsätzlich verbietet das die EU Regelung gegen Diskriminierung.

Warum ist das Kopftuch zur Provokation geworden? Was denkt ihr, warum viele so emotional auf eine Werbung reagiert haben? Steht das Kopftuch auch in Deutschland gegen die Gleichberechtigung?

Foto: Copyright © 2018 by Katjes Fassin GmbH + Co. KG

Portraits: c Kerstin Pukall (Kelle); c privat (Berghahn)



52 Kommentare Schreib einen KommentarKommentare

Was denkst du?

  1. Martin

    Das islamische Kopftuch ist kein gewöhnliches Kleidungsstück, sondern ein Zeichen der Unterdrückung der Frau.
    Somit stellt es ein reines Politikum dar, und hat mit Religiosität nichts gemein.
    Dementsprechend gehört dieses Kopftuch nicht zu Europa.

    • Antonio

      Ich glaube, dass man Typen wie dich einfach mal auf ne Insel irgendwo im Pazifik schicken sollte, da könnt ihr dann euren Anti-Islamstaat errichten :)

    • Martin

      Antonio Chrudimsky
      Andere Meinungen aus zu schließen/verbieten hat es schon einmal gegeben.
      Zum Glück sind diese Zeiten vorbei.

    • Martin

      Daniel Wegener
      Das ist kein Beispiel für ein islamisches Kopftuch, sondern lediglich ein modisches Accessoire.
      Also hinkt dieser Vergleich gewaltig.

    • Andreas

      Manche Leute WOLLEN den Unterschied nicht begreifen Martin Skorny. Ich hab inzwischen aufgegeben zu hoffen das die ganzen Bahnkofsklatscher mal irgendwann klar im Kopf werden.

    • Martin

      Andreas Döring
      Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt 😉

    • Maria

      Ja eine Provokation… Die Schnecken Lecker… Tolle Werbung…<3. Sogar Gesundes besser als Schwein Gelatine oder schädlichen Stoffen.

  2. Christina

    Ich hasse Werbefuzzis, die auf eine sehr ernste Debatte So lässig spielerisch aufspringen…schert Euch zum Teufel MADMEN!!!

    • Maria

      Ja eine Provokation… Die Schnecken Lecker… Tolle Werbung…<3. Sogar Gesundes besser als Schwein Gelatine oder schädlichen Stoffen.

  3. Christian

    Die junge Geschichte diese heutigen Form.des Koptuches hat.mit den “traditionellen“ Formen.nichts zu tun, weder.in Form noch im Zweck.

    Das ist ein ausdruck des politischen Islam der “muslim-Bruderschaften“ .

    Es gibt sehr oft subtilen sozialen Druck das ein “sittliches Mädchen Gott zum Gefallen“ dieses Tuch trägt.

    Wer in etlichen muslimischen Ländern sich nicht verhüllt, muss.lit sexuellen Übergriffen in der Öffentlichkeit rechnen. Da würde ich auch “freiwillig“ ein KT tragen.

    In Hamburg tragen viele Frauen das KT da Sie es selbst mit dem Islam identifizieren.

    Muhammed.hat seinen Frauen und Töchtern GEBOTEN sich zu verhüllen, da sie als Personen des öffentlichen Lebens permanent angesprochen wurden. Das nicht um sich sittlich zu kleiden sondern unerkannt zu bleiben.

    Mehr findet sich dazu im Koran nicht….. warum wohl?

    Darum empfinde ich für.meinen Teil das.KT als genauso deplaziert wie öffentlich mit dem Kreuz durch die Gegend zu laufen…..

    Ich will nicht von den Symbolen der imaginären Freunde anderer Leute und deren naiven Irrglauben belästigt werden.

    • Meryl

      Schade, ihr Kommentar hat schön angefangen.

      Die Religionsfreiheit beinhaltet auch das sog. Forum externum, das Recht sich zu bekennen und seine Religion nach außen zu tragen. Ich muss mich nicht verstecken zu Hause, sondern kann die Zeichen meiner Religion auch tragen. Zu diesem Teil gehört auch das bekehren. Sie wissen schon, die Jungs im Anzug, die klingeln und einen vor den Höllenfeuern der Ewigkeit retten wollen

    • Liane

      Warum? In der Hölle ist es wenigstens schön warm!

  4. Martin

    Es gibt einen unterschied zwischen „jemanden provozieren“ und „sich provoziert fühlen“. Was eine Frau oder ein Mann auf dem Kopf trägt, geht mich und jeden anderen einen Scheißdreck an, solange sie oder er das selbst bestimmen kann.

    • Thorsten

      So und nicht anders (y)

    • Luise

      Und wenn es schon im Kindesalter aufgezwungen wird? Da kann von freier Entscheidung keine Rede sein

    • Martin

      Was an „solange sie oder er das selbst bestimmen kann“ hast du nicht verstanden?

    • Sophia

      Luise Weinhold sind sie sich bewusst darüber, dass auch Ihnen Werte im Kindesalter aufgezwungen wurden nach denen sie heute (nach Ihrem Kommentare zu beurteilen) leben. Von freier Entscheidung kann keinen Rede sein.

  5. Hans

    Wenn eine ‚Sie‘ ihr Kopftuch tragen möchte soll sie es gern tun. Kann zudem einen sehr modisch ansprechend Eindruck hinterlassen.

  6. Thorsten

    Ein Kopftuch ist eigentlich privatangelegenheit. Aber eben auch ein Symbol. Das öffentliche Gewicht dieses Symbols einerseits, sowie die obiger doppeldeutigeit andererseits, bieten viel Stoff für Debatten.

  7. Adil

    Die Frage ist eindeutig diskriminierend. In der Frage steckt eine vorher nicht zu debatierende „Erkenntnis“ des Verfassers, die besagt, das das Kopftuch Provokation sei. Die für den Verfasser scheinbar unhinterfragbare Erkenntnis steht nicht zur Debatte. Das Kopftuch sei eine Provokation, es komme nur noch darauf an, herauszufinden, warum das so ist.

    • DebatingEurope/DE

      Hallo Adil Islami, hier soll niemand diskriminiert werden! Die Frage der Provokation und das Warum dahinter stehen beide zur Debatte und können hier von euch diskutiert werden.

  8. Maria

    Aber nackig und suxualen Werbung…Frauen lächerlich machen und Sexspielzeug 8n Supermarkt… Sind doch okay. Wir sind Super frei… Moral… Moral…Moral…

  9. Maria

    Dummkopf Menschen… Das nun seine privaten Komplexe zeigen und das minimalen Bereichschaf für Friedens… Bissien würde ein paar moralische Regel dabei lernen.

  10. Maria

    Ja eine Provokation… Die Schnecken Lecker… Tolle Werbung… <3. Sogar Gesundes besser als Schwein Gelatine oder schädlichen Stoffen.

  11. Petra Fischer

    Mich wundert, dass Feministinnen gegen Kopftücher auftreten. Für viele Musliminnen ist das Kopftuch eine Frage der Würde. Das Kopftuch absetzen zu müssen, ist für sie so schlimm wie wenn deutsche Frauen oben ohne gehen müssten.
    Angeblich Zeichen der Unterdrückung: Eine Kopftuchträgerin, die Lehrerin ist, hat einen eigenen Beruf, verdient ihr eigenes Geld, ist unabhängig. Und Feministinnen sorgen dafür, dass sie kein Geld verdienen und schicken sie in die Abhängigkeit???????
    Und das Berufsverbot richtet sich nur gegen Frauen????????
    Ein radikaler, muslimischer Lehrer darf unterrichten, weil er kein Kopftuch trägt?????
    Ich bin übrigens überzeugte Christin und finde schon, dass wir zu unserer Identität stehen sollten.
    Wer Kreuze aus dem Klassenzimmer verbannt, hat einfach ihren Sinn nicht begriffen.

  12. Ludo

    bis in den 70ern sahen die Frauen in syrien/iran genau wie bei uns aus. trotz damaliger massenprotesten der Frauen in diesen ländern mussten sie sich verhüllen. Will man dass hier auch installieren?

  13. Marcel

    Der Islam ist eine intollerante faschistische Ideologie. Sowas hatten wir schon einmal in Europa das reicht

  14. Kristina

    Das Kopftuch provoziert mich nicht. Eher geht es mir auf den Keks, dass man diesem Thema schon überall Plattform geben muss. Es ist bekannt, dass sich die Gemüter da scheiden. Was will man also hier mit dieser plakativen Werbung erreichen? Gummibären verkaufen oder Kopftücher anpreisen? Oder soll das subtil mitteilen, dass die Gummibären halal sind? Das kann man auch mit einem Schriftzug machen.

  15. Anne

    Ich finde es lächerlich, wie man sich so dermaßen über ein Stück Stoff aufregen kann. Bewerben nur hellhäutige, blonde Frauen mit blauen Augen und dicken Brüsten ein Produkt, wird über Stereotypen gemeckert. Kommt eine dunkelhäutige Frau dazu, ist sie die Quotenschwarze. Bildet man eine Frau mit Kopftuch ab, wird wieder über die Islamisierung geschimpft und jeder, der keine Fackel anzündet und die Mistgabel aus dem Schuppen holt, ist ein „Bahnhofsklatscher“. Merkt ihr eigentlich noch was? Ich sehe hier eine tolle, integrative Kampagne, an der nichts auszusetzen ist. Das Problem ist nicht die Kampagne oder das Model mit Kopftuch, sondern es sind die Menschen, die sich davon provoziert fühlen und eine scheiß Weingummiwerbung wieder als Anlass nehmen zu hetzen.

    • Antonio

      Dann zieh Dir ein Kopftuch an … geh nach Saudi Arabien, lebe unter der Sharia und wenn Du zurück kommst erzähl uns dann wie Du das siehst mit der Werbung

    • Sophia

      Antonio Vega ist ein Hetzer haha XD
      Was hat das eine überhaupt mit dem Anderen zu tun? Wieso ist ein Kopftuch = Saudi Arabien.
      Etwas das ich an Leuten wie Ihnen beneide ist, dass Sie scheinbar ganz Genaunehmen wissen was richtig üben was falsch ist auf fern Welt.
      Ich trage kein Kopftuch, bin Deutsche und fühle mich dennoch (ohne Koptuch, da ich keine Muslima bin) teilweise unterdrückt. Habe ich dazu Ihrer Meinung nach das Recht oder muss ich erst ein Kopftuch anziehen damit sie sich so wehement für meine Menschenrechte als Frau einsetzen. Oder geht es Ihen am Ende gar nicht um Frauenrechte sondern nur um Ihre Angst vor dem Fremden?

    • Anne

      Antonio Vega was hat das Kopftuch mit der Unterdrückung in Saudi Arabien zu tun? Muss man wirklich immer alle Menschen über einen Kamm scheren? Woher kommt so viel Hass auf eine ganze Gruppe? Man könnte meinen ihnen persönlich hat der Islam massiv geschadet. Bevor Sie von Unterdrückung u.ä reden, gehen Sie doch einfach mal in den Dialog mit einer Kopftuchträgerin, besser noch, fragen Sie mehrere, weshalb sie ein Kopftuch tragen. Aber Vorsicht! Die Antworten könnten ihr kleines, armseliges und diskriminierendes Weltbild zerstören.

    • Antonio

      Denen beiden (Anne und Sophia – wobei Sophia für WEISHEIT steht HAHAHAHHA) ist eh nicht mehr zu helfen… Euch versuchen etwas wie das hier zu erklären ist..als wolle man einem Blinden erklären wie das Licht aussieht.

    • Sophia

      Denke das trifft eher auf Sie zu. Sie tun mir leid mit ihrem ganzen Hass. Pauschalisieren hat noch nie geholfen.

    • Marcel

      Oh je Frauen wie ihnen empfehle ich dringend mit sabatina james Kontakt aufzunehmen….hier auf Facebook zu finden. Diese frau wird ihnen erklären das sie sich gewaltig irren und das hat nichts mit hass zu tun. Ich habe ihnen jetzt ein sachliches gegenargument geliefert haben sie auch die Courage sie zu kontaktieren?

  16. Jonas

    Für weltoffene Eu-Bürger sollten Kopftücher im Privaten, in der Werbung und auch sonst kein Problem darstellen. In Schulen und öffentlichen Institutionen kann das Kopftuch, zusammen mit allen anderen religiösen Sybolen (zB Kreuzen in Klassenräumen) im Zuge der Trennung von Staat und Religion gerne verboten werden. Insbesondere für die Lehrerpersonen. Ob die SchülerInnen das tragen oder nicht, ist meines Erachtens von untergeordneter Priorität.

  17. Felix Staratschek

    Der Koranvers, der zum Kopftuch führt ist frauenfeindlich. Denn die Frauen sollen ihr Haupt bedecken, damit man sie als ehrbar erkenne und nicht belästige. So mancher Muslim kehrt das um und sagt, Frauen, die kein Kopftuch tragen kann man belästigen und sind nicht ehrbar, mit denen kann man verkehren und die nachher sitzen lassen, die kann man anmachen, etc.. Umgekehrt kann aber die ganze Sexualisierung unserer Gesellschaft dazu führen, das Musliminen das „ehrbar“ positiv besetzen und sagen, wir machen das nicht mit, wir zeigen das mit dem Kopftuch.

    Und da kommen wir zum Thema Religionsfreiheit. Pauschale Verurteilungen sind nicht zulässig. Wie steht es denn um einen Mönch, der seinen Habit tragen will? Das würde mich auch nicht stören. Nur, zu einer Ordenstracht wird niemand gezwungen. Beim Kopftuch gibt es aber genug Fälle wo familiärer oder weiterer sozialer Druck ausgeübt wird, oft mehr, als es der Koran hergibt. Die Ordenstracht ist ein Bekenntnis privater Lebensführung und sagt nichts über die Ehrbarkeit des Trägers aus, das Kopftuch ist vom Koran her ein Schutz der Frauen vor den Männern. An Frauen, die ein Kopftuch tragen, darf ein Mann nicht ran. Da aber in Ämtern und Schulen Männer nicht an Frauen ran dürfen, gibt es da keinen Grund ein Kopftuch zu tragen. Und im Koran in Sure 33 Vers 60 steht, dass die Frauen ihr Haupt bedecken sollen, wenn die ausgehen. Das heißt, auf den Wegen durch Stadt und Land wird hier das Kopftuch empfohlen, nicht jedoch in sicheren geschlossenen Räumen. Von daher kann man zum Schutz anderer das Tragen des Kopftuches einschränken, weil es zu oft unter Druck getragen wird, ohne die Religionsfreiheit einzuschränken. Erlauben kann man das Kopftuch, wenn es Teil einer traditionellen Tracht ist und die Trägerin in eine komplette Tracht gekleidet ist.

    Das eigentliche Problem ist nicht das Tragen eines Kopftuches, das eigentliche Problem ist, dass im Koran Aussagen enthalten sind, dass der Islam sich über alle anderen Religionen erheben soll und dass Christen und Juden zu bekämpfen sind, bis sich sich Tribut zahlend dem Islam unterwerfen. Man soll die Ungläubigen nicht zu Freunden nehmen und nicht mal für diese beten. Ungläubige sind alle, die die Inhalte des Koran nicht glauben, Gläubige unter den Christen und Juden sind nur die, die so glauben, wie es der Koran lehrt, aber eine andere Liturgie haben. Wer glaubt, das Gott in Jesus Mensch wurde kommt in die Hölle, weil dieser Glaube die einzige Sünde ist, die Allah nicht verzeiht, wenn man in ihr stirbt. Und es werden „NUR“ (SIC) die glücklich werden, die für Allahs Religion kämpfen. Man darf sich nicht von schön klingenden Auszügen aus dem Koran blenden lassen, diese sind meist so aus dem Zusammenhang gerissen – und das genauso wie es Muslime meinen, dass so Islamkritiker agieren. Oft sind nur einen Vers später Aussagen, die alles zur Makulatur machen. Oder es sind Verse aus Mekka, die durch Verse aus Medina abgrogiert wurden. So steht in der 2. Sure, dass man die Ungläubigen nur ermahnen soll. Das wird gerne zitiert als Beweis, dass Islam und Religionsfreiheit zusammen passen. Aber der kleine Einschub „bis Allah seine Entscheidung befiehlt“ wird gerne weggelassen.

    Die Entscheidung Allahs steht aber in der viel jüngeren Sure 9 Vers 29 (je nach Koranübersetzung kann es Abweichungen bei der Versnummerierung geben), das die Schriftbesitzer, die nicht verbieten, was Allah und sein Gesandter verboten haben, bekämpft werden sollen, bis diese Tribut an die Muslime zahlen.

    Wenn dass die Aufgabe des Islam ist und das Kopftuch für den Islam steht, dann ist der Islam nach Sure 9.29 strukturell gegen die Religionsfreiheit und dann ist das Kopftuch ein Symbol für diese faschistoide Lehre. Dann ist es kein Wunder, wenn viele das Kopftuch als Provokation ansehen.

    Aber auf der anderen Seite wollen längst nicht alle Muslime diese Inhalte des Koran praktizieren. Und es ist eine Frage, ob man dies über das Recht regeln kann. Aber was man tun muss ist, die Texte des Islam genauer zu lesen, Dialog-Aussagen von Muslimen einmal im Koran nachzulesen und dann Fragen an die Muslime zu stellen, wie die das heute lesen. Warum verlangen Moscheegemeinden das Kopftuch in geschlossenen sicheren Räumen, wenn es der Koran nur nur für das Ausgehen empfiehlt? Sind solche Aussagen wörtlich zu nehmen oder reicht nicht auch eine anständige Bekleidung, da unsere Städte nicht mehr mit den Wüstenstädten der arabischen Halbinsel nach dem Jahre 600 vergleichbar sind?

  18. Antonio

    Nie wieder Katjes……. Islampropaganda mit einem Werkzeug das für Frauenunterdrückung steht – dem Kopftuch –

  19. Ka Ja

    nun, rein theoretisch steht es als ein Zeichen eines Glaubens, somit wäre es stimmig z.B. der anderen Dame das Kreuz um den Hals zu hängen und der Dritten das Dharma-Rad oder 6-Zackstern …

  20. Tampaff

    Das ist doch einfach nur scheißegal…ich sehe eine hübsche Frau,die Werbung macht, mehr nicht. Solange man das Gesicht sieht, verstehe ich das Problem nicht. Auf dem Plakat ist auch keine unterdrückte Frau zu sehen, denn die dürfte wohl kaum Werbung für Süßigkeiten machen, oder?

  21. Edith

    Wenn wir fordern, dass in öffentlichen Ämtern keine religiösen Symbole getragen werden dürfen, wie wollen wir dann begründen, dass Ordensleute ihre Ordenstracht tragen angesichts der Religionsfreiheit in unserem Land. Bei der Burka ist es aus pädagogischen Gründen unakzeptabel.

  22. Daniel Fechner

    Ich denke, dass bestimmte Kleidungsstücke zwar dafür verwendet werden, eine bestimmte politische, religiöse oder persönliche Einstellung zu vermitteln, doch sollte man nicht zu schnell (ver-)urteilen.
    Beispielsweise können 2 schwarze Billardkugeln auch als Abkürzung für HH gesehen werden, oder für die Liebe für den Billardsport, ähnlich wie alt germanische religiöse Symbole (bspw. das Pagan-Kreuz).
    Bei anderen Symbolen verhält es sich etwas anders (bspw. die Swastika oder auf Hakenkreuz), da sie in neuerer Geschichte von Organisationen (Regierungen ab 1930) zu Propaganda Zwecken verwendet wurden und diese verboten wurden.
    Um zu einem Abschluss zu kommen, das Kopftuch hat in Deutschland eine alte Tradition, doch wird bzw. wurde es in den letzten 1000 Jahren auch zur Unterdrückung verwendet, deshalb wollte es wie alle religiöse Symbole in Ämtern verboten sein, doch privat sollte es erlaubt bleiben, allerdings sollte dann auch im Einzelfall die Frage gestattet sein, ob es wirklich nur ein modisches oder religiöses Utensil ist, und nicht als Symbol der Unterdrückung/Minderwertigkeit des weiblichen Geschlechts getragen wird.

  23. Hans

    Meine Großmutter trug auch ein Kopftuch. Das auf dem Werbefoto gefällt mir aber besser. Top

  24. Martin

    Das Kopftuch ist keine Provokation. Es gibt halt Menschen, die einen Anlass brauchen sich provoziert zu fühlen, um sich in ihrem selbstgerechten Zorn zu suhlen. Das ist die Crème-Füllung der Opferrolle…

  25. Anonymous

    Meine Großmutter trug auch ein Kopftuch. Das auf dem Werbefoto gefällt mir aber besser. Top

  26. Martin

    Das muslimische Kopftuch ist kein Kleidungsstück, sondern ein reines Politikum.
    Es symbolisiert die Unterwerfung der Frau vor dem Mann, und festigt damit das patriarchalische Gesellschaftssystem.

  27. Anonymous

    Das Kopftuch ist keine Provokation. Es gibt halt Menschen, die einen Anlass brauchen sich provoziert zu fühlen, um sich in ihrem selbstgerechten Zorn zu suhlen. Das ist die Crème-Füllung der Opferrolle…

  28. Anonymous

    Das muslimische Kopftuch ist kein Kleidungsstück, sondern ein reines Politikum.
    Es symbolisiert die Unterwerfung der Frau vor dem Mann, und festigt damit das patriarchalische Gesellschaftssystem.

  29. Phillip

    Wieso hören wir nicht auf den Frauen zu sagen was ihre Kleidung bedeutet und was sie zu tragen haben, und überlassen ihnen die Entscheidung. Unsere Köpfe würden weniger dampfen, und wir wären alle ein wenig glücklicher

  30. Anonymous

    Wieso hören wir nicht auf den Frauen zu sagen was ihre Kleidung bedeutet und was sie zu tragen haben, und überlassen ihnen die Entscheidung. Unsere Köpfe würden weniger dampfen, und wir wären alle ein wenig glücklicher

  31. Alelia Gross

    Ich finde diese Werbung gehört nicht hier her. 1. zeigt das die Unterdrückung der Frau egal ob“paar“ Frauen es wollen und 2. ist Deutschland und das verstehen die meisten nicht ein christliches Land Punkt aus Ende.

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