Viele Thesen von Karl Marx haben bis heute Relevanz. So hat er die Folgen des Kapitalismus angeprangert, die noch immer gültig sind. Die Ungleichheit steigt, die Armen werden ärmer, während die Reichen reicher werden. Er hoffte auf eine Revolution der Arbeiter, die haben wir (noch) nicht beobachten können. Aber vielleicht wurde diese auch durch den Sozialstaat verhindert. Marx konnte sich nicht vorstellen, dass der Staat versuchen würde, Reichtümer umzuverteilen.

Dennoch sind viele seiner Fragen und Analysen richtig: Wohin werden uns Kapitalismus und Globalisierung führen? Wie lange kann dieses System noch bestehen? Spätestens seit der Finanzkrise ist Systemkritik angebracht. Aber finden wir politische Alternativen bei Marx? Er soll gesagt haben, kein Marxist zu sein. Und hat sich eine Revolution auf ihn berufen, ist sie schlecht ausgegangen: ob nun in Russland unter Stalin und Lenin oder zuletzt in Venezuela. Dafür ist Marx selbst schwer verantwortlich zu machen, aber laden seine Lehren vielleicht zu Gewalt ein?

Im Mai 2018 jährt sich Karl Marxs Geburtstag zum 200. Mal. Im Februar ist sein Kommunistisches Manifest seit 170 Jahren veröffentlicht. In Erinnerung an diese Jubiläen veröffentlichen wir eine Debattenserie zu Karl Marxs Vermächtnis.

Wir haben sehr viele Kommentare und Fragen zu Marx von unseren Lesern erhalten und stellen diese jetzt den Experten. Heute antworten Ulrike Herrmann und Adrian Wooldridge.

Unser Leser Udo glaubt, dass es positive Beispiele gibt: „In vielen [Staaten] wird Marx noch heute gelesen und sozialistische Politik in seinem Sinne gestaltet. Manchen dieser Staaten geht es heute schon besser als Deutschland.“

Wir haben eine Expertin gefragt, ob sie diese Einschätzung von Udo teilt. Ulrike Herrmann ist Wirtschaftsjournalistin und beschäftigt sich vor allem mit der den Folgen der Finanzkrise. Gerade hat sie ein Buch darüber geschrieben, was wir von den „Klassikern“ wie Marx und anderen Ökonomen noch heute lernen können. Glaubt sie, dass es für Marx ein politisches Comeback geben kann?

Hier handelt  es sich um ein Missverständnis: Sozialistische Politik hat nichts  – wirklich nichts – mit Marx zu tun. Politiker wie Lenin oder Mao haben behauptet, ihre Politik sei marxistisch. Das ist aber eine Behauptung, da sich Marx nie zum Kommunismus geäußert hat. Er hat zwar gesagt, dass er kommen soll und kommen wird, aber wir finden in seinen Schriften keine Aussagen dazu, wie er dann politisch gestaltet wird. Marx hat vielmehr den Kapitalismus analysiert.

Nachdem Marx angesichts der gescheiterten europäischen Revolutionen von 1848 die Hoffnung auf eine proletarische Revolution aufgegeben hatte, war er in der zweiten Phase seines Lebens Wissenschaftler. Er hat dann den Kapitalismus analysiert. Er hoffte auf solch große Widersprüche im System, dass sich der Kapitalismus letztendlich selbst abschaffen würde.

Für eine weitere Meinung fragten wir Adrian Wooldridge, er ist Journalist und Redakteur für den Economist. Was sagt er zu Udo, der an ein Comeback für Marx glaubt?

Der Marxismus hat gerade absolut ein politisches Comeback. Wir können das bei der Labour Party in Großbritannien sehen: Jeremy Corbyn ist eine Person, die sich sehr für das Denken von Marx interessiert. Auch in seinem Team haben wir zum Beispiel John McDonnell, der behauptet, ein Marxist zu sein. Ich denke, die Linken und vor allem die Labour-Partei waren seit den 1960ern nicht mehr so stark am Marxismus interessiert wie jetzt. Ich bin nicht sicher, ob das auf ganz Europa zutrifft. Aber Bernie Sanders ist zum Beispiel jemand in den Vereinigten Staaten, der auch von Marx und dem Marxismus beeinflusst ist. Es gibt auch sehr gute Gründe, warum der Marxismus jetzt ein Comeback erleben sollte. Wir hatten eine massive Finanzkrise – die schwerste seit den 1930er Jahren – und wir haben uns davon noch nicht erholt.

Alex ist wiederum schockiert, dass die Ideen von Marx noch heute „idealisiert“ werden. Er kann sich noch erinnern, wie er unter dem kommunistischen Regime in Rumänien gelitten hat und fragt, warum überzeugte Linke nicht nach Nordkorea umziehen. Wie antwortet Frau Herrmann?

Auch Rumänien und Nordkorea haben nichts mit Marx zu tun, sondern mit Lenin und Mao. Das politische System des Ostblocks hieß Kommunismus oder Marxismus, hatte aber mit seinen Theorien nichts zu tun. Es ist wirklich erstaunlich und zeigt auch, wie genial Marx war, dass er diesen ständigen Missbrauch seines Namens und seiner Theorie überlebt hat.

Lest auch die Antwort von Herrn Wooldridge auf Alex‘ Frage.

Das ist ein sehr guter Kommentar. Es gab zwei Elemente des Marxismus: Ein Element ist die Kritik des Kapitalismus, die auf seine Fehler hinweist. Das zweite Element ist die Vision einer Gesellschaft, die auf dem gemeinsamen Besitz der Produktionsmittel beruht. Marx war ein Denker. Er ist daran gescheitert, eine neue Vision für die Politik zu schaffen. Alle Gesellschaften, die im Namen des Marxismus geschaffen wurden, waren ohne Ausnahme dramatische Misserfolge. Wir sahen Brutalität, Massenmorde und wirtschaftliche Ineffizienz. Die einzige Ausnahme ist China, auch wenn das eine kapitalistische Gesellschaft ist, die vorgibt, eine marxistische zu sein. Sie schätzen die Ideen von Marx wesentlich in ihrer Abwesenheit.

In seiner Kapitalismuskritik ist der Marxismus noch immer relevant, weil er die richtigen Einwände hat, die richtigen Fragen über Ungleichheit stellt und wie die Armen dieser Welt behandelt werden. Aber er hat die falschen Lösungen für diese Probleme angeboten.

Gibt es für Marx ein politisches Comeback? Was denkt ihr? Führt es immer in eine Katastrophe, wenn sich Politiker auf ihn berufen oder sollten wir anfangen, Antworten auf seine Fragen zu finden? Schreibt uns eure Ideen und wir fragen nach!

Foto: cc/ Flickr – DIE LINKE;

Portraits: Hermann c WDR – Herby Sachs; Wooldridge c The Economist



45 Kommentare Schreib einen KommentarKommentare

Was denkst du?

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    Martin

    Als erstes wäre es zu begrüßen wenn man endlich warhaben würde dass eine 150 Jahre alte philosophische Abhandlung über Ökonomie keine Grundlage für die Wirtschaft eines Landes seien kann.
    Dannach halte ich Fest dass verstaatlichungen der Industrie (& darüber hinaus) nicht zweckmäßig sind & wenn es sich um Enteignungen handelt indiskutabel sind.

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    Martin

    Nachtrag:
    Ulrike Hermann meint im Artikel
    „Das ist aber eine Behauptung, da sich Marx nie zum Kommunismus geäußert hat.“

    Wo gräbt ihr eure „Expertinnen“ aus???

    „Das Manifest der Kommunistischen Partei“ Autoren:
    Karl Marx und Engels.

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      Aljoscha

      Ich bin so raus XD

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    Ingo

    ich hoffe, für Karl May gibt es ein Comeback! grins Alles andere hat sich als Unfug erwiesen. Keiner diese Heilsbringer Marx, Engels haben die Diktatur voraus gesehen. Diese hat sich durch die Bolschewiki manifestiert mit allein in der Sowjetunion wieviel Millionen Toten? Nüchterne Zahlen gehen von ca. 40 Mio aus! Wieviel Tote im ersten real existierenden Kommunismus auf deutschem Boden? 1.000, einzelne Quellen sprechen bis zu 10.000, welche aber vermutlich nicht zu halten sind. Marx, Engels nein Danke

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      Franz

      Das bestätigt mich in meine Annahme, dass der Kommunismus/ Sozialismus viel zu utopisch/ dystopisch ist, als das er jemals funktionieren könnte. Jedes politische System ist nur so gut, wie die Menschen, die in ihm leben.

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      Martin

      Ich nehme an dass besagte Herren ganz genau sahen das ihre Pläne auf Absolutismus hinauslaufen müssen.

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      Claudia

      Das gab es nie Kommunismus. Das war von Anfang an Diktatur.

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      Claudia

      Richtig Franz Josef Manderfeld. Die lebten in einer völlig anderen Zeit. War ein Traum. Wohl gut gemeint. Nicht umsetzbar. Die würden sich im Grabe kreiseln.

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    Udo

    Wir sollten schnell beginnen auf seine kritischen Fragen in den Industriestaaten der alten konservativen Politik Antworten zu setzen . In vielen groesseren Staaten in denen nach Marx Democratisch Sozialistische Politik von Regierungen umgesetzt werden , fuer das Volk erfolgreich soziale Politik gemacht wird , zieht es sogar 80 % Deutscher Industrie hin . Insofern kann die Idee des Marx garnicht so schlecht sein . Bevor ihr mich jetzt einzeln mit fiesen Worten angreift , denkt erst einmal darueber nach , warum ihr z.B. in Deutschland so hohe Steuern , Mieten , Strom , teure Versicherungen , uvm. zahlt . Was in Democratisch Sozialistisch regierten Staaten so nicht stattfindet .

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      Ingo

      bitte mir doch einen wirklich funktionierenden kommunistischen Staat auf dieser Erde zu nennen. Es sind, es waren diktatorisch regierte Staaten welche jedwede Eigeninitiative Einzelner im Keim erstickt haben. Denn es waren und sind immer Staaten die über die Diktatur des Proletariats regierten. Obwohl mir nie jemand sagen konnte wer das Proletariat war, ist oder sein soll! Es waren immer ein kleine Klicke von sehr schnell älter werdenden Männer, welche zum Schluß aus dem Amt gejagt werden mussten!

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      Udo

      Ingo Zander
      Erklaer doch mal was Marx gesagt und als Soziale Gesellschaft erklaert hat , aus der zu lesen ist das es Kommunistisch ist .
      Schau ich lebe als Deutscher mit fast 10 Millionen weiteren Deutschen und 80 % Deutscher Industrie in einen seit 25 Jahre Demokratisch Sozialistisch Regiertem Land . Wir haben soziale Mieten , Strom und Lebenshaltung , sind z.B. Deutschland in der Degitaltechnik um 5 Jahre voraus . Unsere Kids haben eine bessere Bildung als viele deutsche Kids , mein 16 jaehriger Sohn geht auf ein halbstaatliches Privates Gymnasium , Zielrichtung Ingenieur . Ich wohne unweit von Siemens , thyssenkrupp , BASF und 5 Std. von BMW und Mercedes in San Luis Potosi , in Tampico , und 5Std. von Liebherr und Deutsche Airbus in Monterrey . Mexico hat schon 2016 ein Gesetz gemacht nachdem ab 2020 bis 2025 die PKW Diesel out sind , und foerdert Tesla und Daimler beim E – Auto . Bei uns koennen sogar Geringverdiener einen Staatlichen Credit bekommen um ein Haus zu bauen , auch allein erziehende Muetter / Vaeter . Fuer Geringverdiener gibt es free Kitas . Und fuer Deutschland ist Mexico 4. wichtigster Wirtschaftshandelspartner . Und nochmals , wir haben eine Democratisch Sozialistische Politik , und z. Z. Wahlen fuer eine neue Regierung , alle 4 oder nach 8 Jahren eine Neue . Derartige Regierungen nach Vorbild des sogenannten Kommunismus , wie Kohl und jetzt Merkel in Deutschland gibt es hier schon seit dem Spanischen Ueberfall nicht mehr .

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      Jing

      Nicht zu vergessen, bei euch läufts auch mit der Korruption und Kriminalität. Komisch, da es ja offensichtlich jedem gut gehen kann.

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      Udo

      Solange der Mensch auf dem Planet lebt gibt es Krimminelle und gibt es Korrupcion , wenn du dies mit Mexico verbindest , dann sag ich dir * das Mexico bei derzeit 181 Millionen Einwohner , gemaess der knapp 80 in Deutschland , weniger Krimminalitaet , ob der hohen Praesens unserer Policia hat als Deutschland , und Koruppte Banker oder der ehemalige Direktor der Staatlichen Stromversorgung im Knast sitzen . In Deutschland bekommen solche Typen noch hohe Abfindungen oder sogar Beraterposten in der Bundesregierung *

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    Sinan

    Die Gefahr ist höher als es sich vorstellen lässt. Deren Sympatisanten sind für das Volk brand gefährlich.

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    Josef

    Es gleicht der Erfindung des Rades auf’s Neue ! Der Beweis für die Richtigkeit der Theorie von Marx konnte noch keine sozialistische Gesellschaft erbringen !
    Anekdote : Die Mutter von Karl Marx soll zu ihrem Sohn gesagt haben „Karlchen es wäre besser du würdest Kapital machen anstatt über Kapital zu schreiben“ !

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    Dschimm

    Und wieder dreschen die Kommentatoren auf Marx‘ Antworten ein. Thema verfehlt – lest nochmal von vorn, bitte.

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    Benno

    Mal eine kleine Geschichte aus dem Leben………
    In der damaligen DDR hatten wir Marx, Engels, Lenin usw. die ja zu unserer Leitkultur gehörten. Nach der Wende hatte man alle diese Bücher im Altpapier, tausende Bände, die angeblich keinen mehr brauchen würde. Dann hatte ich die Gelegenheit zum ersten Besuch in den USA. Dort wo wir wohnten, stand eine Universität in dieser Stadt. Am Stadtrand einen Campingplatz für ca. 2000 Wohnmobile, wo auch Studenten wohnten. Natürlich kam man mit diesen Studenten, an den Abenden am Grill und bei Getränken auch schöne Gespräche, über Gott und die Welt. Als wir dann einen Tag die Uni besichtigten, man hatte uns zu einer Führung eingeladen, fiel mir ein übergroßes Holztor auf. Meine Frage war zu dieser gut verzierten Tür, was diese hier verberge. Wie sich herausstellte, war es der Eingang zur Bibliothek. Ich durfte diese auch öffnen und hineinschauen. Die ersten drei Regale an Büchern die ich sah, waren Marx, Engels, Lenin usw. Genau diese Bücher, die man uns eingeredet hatte niemals mehr zu brauchen. Mein erster Gedanke war, die haben die alle aus der DDR aufgekauft………..
    In den Gesprächen kam dann dazu, das man eigentlich auch das alles erlernt hatte dazu, was auch wir damals in der Schule gelernt hatten. Das Kapital z.B……….
    Bestandteile-
    1. Die Französische Revolution
    2. Die Englische Ökonomie
    3. Die deutsche Philosophie
    Auch die Feststellung, dass der Kommunismus erst möglich sein wird, wenn das Bewusstsein der Menschen eine neue Qualität erreichen würde . Genau was auch wir erlernt haben, denn der jetzige Mensch hat keinerlei Bewusstsein…… Wir zerstören uns selbst, wir zerstören die Natur, wir setzen die Welt aufs Spiel, wir haben keinerlei Bewusstsein……nicht einmal gegenüber uns selbst. Noch versuchen wir uns über das Geldwerte zu definieren und es wird sich auch erst ändern:
    „Wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss verschmutzt, das letzte Tier getötet ist, dann erst dann wird den Menschen bewusst werden, das man Geld nicht Essen und nicht trinken kann.“

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      Martin

      Das ökonomische Kalkulationsproblem löst auch kein neues menschliches Bewusstsein.

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      Michael

      Jede Staatsform außerhalb einer Demokratie , lehne ich ab . Wir haben in Europa lange gebraucht , so frei und ohne Angst unsere Gedanken austauschen zu können , wie jetzt gerade , da ist es ein Wahnsinn mit dem Gedanken einer anderen Staatsform zu spielen !

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      Michael

      Michael, setz Dich doch mit dem Thema mehr auseinander, als mit einfachen Parolen daher zu kommen. Marx kann dafür nichts, was in der Zukunft passiert ist. Er war Philosoph und Gelehrter, sowie ein sehr guter Ökonome und hatte z.B. schon richtig erkannt, wohin die Globalisierung führen wird. Denn die Globalisierung ist keine Neuerfindung, sondern begann schon 1850.

      Und eine Demokratie ist erst mal an keiner Staatsform gebunden, so hat sich Marx mit dem Kommunismus auseinander gesetzt aber hatte auch die Zeitung Organ der Demokratie rausgebracht.

      Die Thesen verlieren nicht die Gültigkeit, nur weil er sich für die aus heutiger Sicht falsche Richtung interessiert hat.

      Wie Du weisst, wäre Luther aus heutiger Sicht einer der grössten Antisemiten aber wird ihm das vorgehalten? Seine Thesen sind dennoch anerkannt. Und die Thesen von Marx haben sich auch bewahrheitet, also kann man sich zumindest mal damit auseinander setzen, ohne die Staatsform gleich ändern zu wollen.

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    Michael

    Karl Marx ist eine Figur der Geschichte , und das soll er auch bleiben !

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      Adalar

      Die EU wird auch bald Geschichte sein. Und das soll sie dann auch bleiben.

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      Michael

      Michael, wie alt ist die Demokratie? Sei nicht Blind und Ignorant.

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      Michael

      Übrigens wird er das auch bleiben aber die Thesen halt nicht, wie auch die Demokratie nicht, wobei man hier gerne noch mal über die heutige Ansicht der Demokratie noch mal dikskutieren sollte.

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      Michael

      Wenn ich von Demokratie spreche , dann meine ich damit immer unsere Verfassung mit ihren ersten Artikeln. Diese Demokratie ist für mich nicht verhandelbar !

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      Michael

      Sag das mal den Frauen (Artikel3) Ob die das auch so sehen?

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      Michael

      Du weist wie ich das meine ! Ein Mensch sollte ein paa wenige unverrückbare Prinzipien haben, mein Einstehen für unser GG ist so ein Grundsatz von mir . Da steh ich felsenfest ! Da läufst Du gegen eine Wand ;-)

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      Michael

      Das GG ist gut, müsste nur richtig eingehalten werden. Ist ja alles immer schwammig, ansonsten bin ich da voll bei Dir. Aber es hat nichts mit Ökonomie zu tun. Und das GG wird ja erst mal nicht eingeschränkt, wenn man die Folgen des Kapitalismus deutlich beschreibt. Aber man sollte auch nicht so Blind sein und nicht sehen, das der Kapitalismus die Demokratie mittelfristig auch zerstört. Und dafür gilt es eine Lösung zu finden. So kann man das Wissen und die Lehren von allen hernehmen und schauen, wie man da raus findet.
      Und man sollte nicht warten, bis es knallt.

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      Michael

      „Das GG wird ja erstmal nicht eingeschränkt“. Nicht erst mal – die ersten Artikel dürfen überhaupt nicht eingeschränkt werden . Dinge die auf Seite 156 stehen, darüber kann man reden . Die Grundrechte aber, dürfen niemals berührt werden . Leider haben alle sozialistischen und kommunistischen Systeme bislang ALLE Grundrechte immer eingeschränkt. Mehr Gerechtigkeit JA , gegen Steuerflüchtlinge durchgreifen JA , mehr Geld für Bildung , Pflege JA . Im übrigen aber auch dringend für unsere Bundeswehr , eine Schande was den Soldaten/innen inzwischen zugemutet wird. Leider aber ein Thema, das es in unserer pazifistisch geprägten Gesellschaft leider schwer hat. Es gibt viele Baustellen , aber der Kommunismus ist für keines dieser Baustellen eine Lösung, außer vielleicht fürs Militär, den da haben sich diese Systeme ja auch nie lumpen lassen….

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      Michael

      Der Kommunismus kann nicht funktionieren, da der Mensch nicht fähig dazu ist, vielleicht in 300 Jahren aber da wird das dann anders heissen, falls die Menschheit so lange überhaupt noch macht. Aber das heisst nicht, dass man die Bewertung von Personen wie Marx nicht mal aufnehmen sollte, da die ja auch defakto eingetreten sind. Niemand will deswegen gleich das politische System ändern, nur weil man jemanden in machen Punkten recht gibt. Das ist dieses Schwarz/WEiss denken. Es gibt aber noch viel dazwischen.

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      Michael

      Ja gut, über gute Ideen und Lösungsansätze kann man immer diskutieren , da stimme ich Dir zu !

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      Michael

      Siehste, geht doch. ;)

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      Holger

      Michael Herberts Michael Maaß Ich erinnere an NSA & Co. Da wurde und wird meiner Ansicht nach Art. 10 GG massiv eingeschränkt, und zwar ohne richterliche Anordnung – anders als zB im Strafvollzug. Auch dort gibt es eingeschränkte Grundrechte (Art. 2 (2) Satz 1 u. 2, Art. 10 (1)), in diesem Fall aber durch Art. 19 (1) GG legitimiert.

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      Michael

      Das ist das, was ich mit dem nicht einhalten meine. Aber da redet man ja sowieso gegen Wände. Dass ist dann immer was anderes und nicht vergleichbar. Übrigens führt der Bruch mit Art. 10 ebenfalls mittelfristig zum Bruch mit Artikel 5. Denn wer Angst hat, passt sich an und sagt nicht mehr seine wirkliche Meinung. Das haben ja auch schon einige Politwissenschaftler bestätigt aber ist halt alles wurscht.

  10. avatar
    Daniel

    Michael…Deine CDU auch bald…Die Geschichte hat euch schon längst ein Bein gestellt…lenk besser deine Gedanken in sinnvollere Richtungen…z.B. Wie schaffen wir überhaupt die nächsten vier Jahre…rumpöbeln an allem was nicht eurer Gesinnung entspricht ist keine Politik.
    Und das Ausschlachten des Sozialsystems durch Flüchtlinge,nur um der Wirtschaft einen Schub zu geben…ist auch keine Politik und zeigt dass auch eine CDU in Zukunft kein großes Interesse mehr an Demokratie hat. Hier wird schon lange nicht mehr zum Wohle aller entschieden…sondern nur noch für einen immer kleiner werdenden elitären Kreis

  11. avatar
    Michael

    Daniel, bevor Du anderen schlaue Ratschläge gibst, beschäftige dich lieber mal mit den ganzen Nazis innerhalb der AfD. Damit bist Du erst mal ausgelastet ;-)

  12. avatar
    Daniel

    Ich befasse mich gar nicht mit denen…auf jeden Fall nicht mehr als du.außerdem finde ich das etwas primitiv so etwas zu sagen wo du doch weißt daß ich nichts mit denen hab

  13. avatar
    Michael

    Dann entschuldige ich mich , aber das kam in den letzten Monaten anders über . OK dann vergiss meine Kommentar . Nix für ungut !

  14. avatar
    Thorsten

    Karl Marx wollte einen „neuen Menschen“ Die sozio-psychologie antwortet heute und fordert den „gesunden Menschenverstand“ ….

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