Die Wirtschaft brummt. Die Eurozone ist von den Toten wiederauferstanden und wird wohl die größten Wachstumsraten seit einer Dekade vorweisen können. Die Währung ist robust, die Konjunkturen in Italien und Frankreich entwickeln sich besser als erwartet und sogar in Griechenland sehen die Zahlen langsam besser aus. Die Euroländer könnten die USA erstmals seit Jahren wieder wirtschaftlich übertreffen.

Geht es aber auch wirklich allen besser? Wer profitiert vom Boom der Wirtschaft? Während die Arbeitslosenzahlen innerhalb der Eurozone stetig fallen, bleibt die Jugendarbeitslosigkeit bei 18% während sie insgesamt bei 9% liegt. Auch sind die Unterschiede innerhalb Europas extrem: Während in Griechenland, Spanien und Italien 40% der 15-24 Jährigen arbeitslos sind, sind ihre Altersgenossen in Deutschland zu 90% beschäftigt.

Viele Jüngere sind angesichts der Wirtschaftskrise 2007-2008 erst einmal im „sicheren Hafen“ geblieben und haben weiter studiert. Das ist natürlich keine langfristige Lösung, vor allem nicht angesichts von Studiengebühren und Schulden, die während der Weiterbildung angehäuft werden. Wie kann Europa vermeiden, dass die Zukunft eine Generation von überqualifizierten, hochverschuldeten Arbeitslosen bringt?

Was denken unsere Leser? Marco ist der Meinung, dass Bildung immer wichtig sei, aber nicht automatische Jobs schaffe. Wie kann man nun aber sicherstellen, dass eine Ausbildung auch zu einem Job führt?

Wir haben European Young Leader Malcom Byrne gefragt, der für die Kommunikation der irischen Behörde für Hochschulbildung verantwortlich ist. Irland hat seine Arbeitslosenrate von 2012 bis heute mehr als halbiert, von 15% zu 6%. Was können die europäischen Länder daraus lernen? Wie garantieren wir zukünftigen Generationen einen Job nach abgeschlossener Ausbildung?

Wie folgt auf eine Ausbildung auch ein Job? Worauf sollte sich unser Bildungssystem konzentrieren? Was meint ihr? Wir fragen nach!

Foto: CC / Flickr – Tax Credits


5 Kommentare Schreib einen KommentarKommentare

Was denkst du?

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    Martin Reim

    Eigenverantwortung und Lernen lernen. Die Aufgabe der öffentlichen Bildung ist nicht die Ausbildung von Fachkräften. Ich habe immer mehr den Eindruck, das die Wirtschaft auch das der Allgemeinheit aufbürden möchte.

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    Franz Josef Manderfeld

    Vor Allem müsste das Bildungssystem modernisiert werden. Und zwar völlig frei von ideologischen Einflüssen von Linken und Grünen, die eher wert darauf legen, dass jedes 6 jährige Kind weiß, wie man ne Nummer schiebt, als Lesen und Schreiben.

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      Ian

      Das ist schlichtweg Beleidigung sämtlicher Schulkinder.

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    Ian

    Es sollte vor allem darauf geachtet werden , das die Jugendlichen nach ihrer Schule entsprechend ihrer Talente eingesetzt werden .Darauf sollte man insgesamt mehr achten .Jemand der weder Talente noch Interesse für ein Studium oder einen Job mitbringt benötigt etwas anderes studieren oder lernen lassen .Somit sollten die Jugendlichen beim Schulende zunächst einmal ein Jahr verplichtend mit Residenzpflicht in einer Stadt herausfinden , welches Studium und welche Berufschancen zu ihnen passen .Das würde die Zahl der Studienabbrecher erheblich veringern .Dieses Konzept würde sollte man analog auch auf Schulabgänger nach der mittleren Reife anwenden .Dadurch wäre eine optimale Allokation der Berufsvorbereitenden und ihrer späteren Berufe geben .Wo Mangel an Bewerbern auftritt müsste mit Verbesserung der Arbeitsbedingungen nachgeholfen werden.

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