Populismus ist ein Schimpfwort in Europas Hauptstädten. Es schwingt Demagogie, Respektlosigkeit gegenüber politischen Verfahren und Autoritarismus mit. Der lange Schatten aus dem 20. Jahrhundert, als Diktatoren ihre Taten mit „dem Willen des Volkes“ rechtfertigten, überschattet das moderne Europa noch heute. Populismus rigoros abzulehnen hat aber vielleicht mit verursacht, dass die EU auf viele technokratisch und distanziert wirkt. Populismus hat schließlich auch mit „Volksnähe“ zu tun.

Wir haben einen Kommentar von Craig erhalten, der eine „europäische Identität bei Migration“ einfordert. Sollten Politiker selbst Populisten werden, um sie im Wahlkampf mit ihren eigenen Mitteln zu schlagen, oder wählen die Bürger dann doch lieber das Original?

Viele würden sagen, dass die EU bereits einen populistischen Rechtsruck hinter sich hat. Immer mehr Regierungen unterstützen beispielsweise Maßnahmen, die Migration verhindern. Wenn nun aber populistische Ansichten salonfähig werden, fühlen sich Bürger dann besser vertreten oder darin bestärkt, Populisten zu wählen?

Wir haben Carl Bildt diese Frage auf der State of Europe Konferenz 2017 gestellt. Seht hier die Antwort vom ehemaligen Ministerpräsidenten und Außenminister Schwedens. (Für Untertitel auf cc klicken.)

Sollte die EU populistischer werden? Ist das europäische Projekt zu distanziert für die Bürger? Schreibe uns deine Ideen und wir fragen Europas Experten.

Foto: CC / Flickr – Keith Ellwood


16 Kommentare Schreib einen KommentarKommentare

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      Marcel Burghart

      Erstens schreibst du geistigen Schwachsinn. und zweitens weißt du überhaupt was das Wort populismus bedeutet?

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      Marco Walkewitz

      Erstens, körperlichen Schwachsinn kann man nicht schreiben, zweitens ja.

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    Martin Skorny

    Populismus ist schon immer ein fester Bestandteil der Politik (ebenso im EU Parlament) gewesen.
    Somit nichts neues.

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    Ivo Malz

    Demokratie ist ne Mehrheitsveranstaltung. Wer was erreichen will, muss die ungewaschene Masse hinter sich bringen. Aktuell haben die Rechten da ein Händchen für, und die Linke ist sich für den Pöbel zu schade. Schlussfolgerung? Davon abgesehen: Würde die EU sich mal aktiv als was anderes präsentieren als ein bürokratischer Wasserkopf, und das EU- Parlament als was anderes als eine Halde überbezahlter Abgehalfterter, die sich mit der Normierung von Bananenkrümmungen und dem zuschanzen von Privilegien an die oberen Zehntausend beschäftigen, wäre ihr Image sicher besser…

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    Alexander Plum

    Aah. Also ist Populismus nicht einfach nur…einfach Lösungen für komplexe Probleme sondern hat doch damit zu tun, näher am Bürger zu sein. So so. Was ist dann schlimm an „Populisten“? Also man kann sich ja schon mal verrennen aber das ist ein ganz neues Level ^^

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    Marius

    Erstmal Populismus definieren können ist ja schon eine Frage, der sich hier viele gar nicht stellen.

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    Alfred

    Jeder nimmt doch seit Jahren war, dass es mit der Zwangs-EU bergab geht. Eine größere Ungerechtigkeit unter den Nationen gab es noch nie. Das ganze System wird nur mit Geld und Zwang zusammen gehalten. Die EU-Bonzen machen sich so lange es noch geht die Taschen voll.

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      Nardo

      Nicht jeder. Sorry, aber das ist doch schon populistisch, wenn man von seiner Meinung auf die Allgemeinheit schließt.

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    Hans

    Nur Antieuropärer und Neider, klar denkende Menschen sind frei von Bashing und anderer Auffassung.

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      Martin

      Erst einmal fähig sein zwischen EU und Europa zu differenzieren.
      Es gibt nämlich, seitens der globalistisch geprägten EU Anhänger, gleichermaßen zuhauf Menschen/Institutionen, die Bashing gegenüber europäischen Nationalstaaten betreiben.

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      Hans

      Nur EU Gegner differentzieren.

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      Nardo

      Martin Skorny dazwischen kann man nicht unterscheiden. Europa selbst ist ein Post-Nationaler Gedanke. Nationalstaat und Europa passen nicht zusammen.

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