Warum sollten uns Insekten interessieren? Weniger Mückenstiche und Wespen, die um den Kuchen schwirren, klingt doch gut! Aber so einfach ist es nicht. Insekten sind die Grundlage für unser funktionierendes Ökosystem – sie bestäuben Pflanzen, sind Nahrungsquelle und zersetzen tote Tiere und sind damit ein wesentlicher Bestandteil unserer Biodiversität.
Eine jahrzehntelange Untersuchung hat jetzt belegt, was viele schon vermutet hatten: In Deutschland gab es zwischen 1989 und 2015 mehr als 75 Prozent weniger Fluginsekten. Damit geht es nicht mehr darum, ob wir ein Problem haben, sondern wie wir es beheben können. Andernfalls werden Obst und Gemüse demnächst zur Luxusware. Künstliche Bestäubung in dem Maßstab, wie wir sie ohne Insekten bräuchten, ist noch nicht möglich.
Die Biodiversität nimmt in ganz Europa ab. Vor allem in nordeuropäischen Ländern sind die Zahlen dramatisch: Belgien, Großbritannien, Dänemark und die Niederlande verzeichnen den massivsten Rückgang der Diversität. Eine Ursache könnte die Landwirtschaft sein, das klingt zwar sehr einleuchtend, ist aber nicht belegt.
Was können normale Bürger überhaupt tun? Muss das Insektensterben von den Regierungen oder internationalen Organisationen angegangen werden oder können wir alle einen Beitrag leisten? Florence hat uns geschrieben, dass jeder Europäer in seiner Rolle als Konsument eine wichtige Rolle spielen kann. Wir fragten Valerie Hickey dazu, die Expertin zu Biodiversität bei der Weltbank ist.
Das ist eine tolle Frage! Ich glaube, der direkteste Weg für Bürger Biodiversität zu erhalten, ist ihr Verhalten als Konsumenten. Wir haben ein ausgeklügeltes System von Zertifikaten für Produkte und Lieferketten. Wenn man also Holz, Fisch oder andere Produkte kauft, sollte man sie bei zertifizierten Stellen kaufen.
Also müssen sich Bürger über zertifizierte Programme informieren und dann ihre Kaufentscheidung treffen. Sicher können sich nicht immer alle das Premiummodell leisten, aber selbst wenn du es nicht kannst, kannst du darüber nachdenken, was du kaufst, kannst Produkte vergleichen und schauen, welche Anbieter engagiert sind.
Dann gibt es auch noch andere Wege, um Biodiversität zu schützen. Bürger müssen ihre politischen Repräsentanten daran erinnern, warum das Thema wichtig ist. Am Ende des Tages brauchen wir eine engagierte Bürgerschaft und nicht nur eine intellektuelle Auseinandersetzung mit dem Thema. Geht nach draußen die Natur genießen und seht, wie wunderbar sie ist!
Dann bekamen wir noch eine Frage von Everybodyknows, der argumentiert, dass die Landwirtschaft “ein Desaster” für die Umwelt sei und dass Landwirte Biodiversität über Profite stellen sollten. Wir haben Alberto Arroyo-Schell seinen Kommentar weitergegeben. Wie schätzt das der Politikberater zu Biodiversität beim WWF ein?
Wir müssen etwas vorsichtiger sein, weil es hier nicht unbedingt nur einen Übeltäter gibt. Es stimmt, dass die Landwirtschaft in Europa eine der größten Bedrohungen für Biodiversität ist. Aber die Landwirtschaft ist divers. Es gibt auch nachhaltige Landwirtschaft, biologische Landwirtschaft und Techniken, die Biodiversität sogar fördern können.
Wie die Landwirte Biodiversität zur Priorität machen? Naja, wir arbeiten dran…aber ich muss zugeben, das ist nicht ganz einfach. Ich glaube daran, dass letztendendes jeder von Biodiversität profitieren wird. Es gibt eine Menge Gewinne im Umweltschutz. Wenn nicht auf gesunde Böden und sauberes Wasser Acht gibst, hast du ein Problem… Dann haben wir alle ein Problem.
Wie können wir das Insektensterben verhindern? Müssen wir Landwirte oder Politiker vom Nutzen der Biodiversität überzeugen, oder sollten wir erst einmal bei uns selbst anfangen? Was denkt ihr? Was kann man noch tun? Schickt uns eure Meinung und wir leiten sie weiter!
Foto: cc/ Flickr – Jan Beck
Das ist eine tolle Frage! Ich glaube, der direkteste Weg für Bürger Biodiversität zu erhalten, ist ihr Verhalten als Konsumenten. Wir haben ein ausgeklügeltes System von Zertifikaten für Produkte und Lieferketten. Wenn man also Holz, Fisch oder andere Produkte kauft, sollte man sie bei zertifizierten Stellen kaufen.
Wir müssen etwas vorsichtiger sein, weil es hier nicht unbedingt nur einen Übeltäter gibt. Es stimmt, dass die Landwirtschaft in Europa eine der größten Bedrohungen für Biodiversität ist. Aber die Landwirtschaft ist divers. Es gibt auch nachhaltige Landwirtschaft, biologische Landwirtschaft und Techniken, die Biodiversität sogar fördern können.
34 Kommentare Schreib einen KommentarKommentare
hang lynch monsanto bayer round up guys? and ttip advicates
butter bei die fische
nicht mer schrebergarten und ähnliches weichen lassen, weil angeblich schrebergârten nicht direkt neben industriegebiet seien dürfen, obwohl schrebergärten erst da waren. sanierungsbedürftige gebiete einst schwerindustriegevuet jann man sanieren lassen … wer macht eigentlich die bauplañung?
frankensteins imperium
Diverses. Das Wort kommt mir vor wie der Pharmazie entfleucht. WEIL ALLES AUßER SIE SELBST EINE ENDKRYPTISCHE SCHERE IST
KOMMT RAUS: EXTREMOPHILE VISKUSITÄTEN
HORMONE
VERDAMMT!!!!!!!
DOCH ICH HABE GLUECK
SIE SCHAFFEN SICH AB
INKASSOFONDS UNTERSTUETZEN.
DIE QUOTE BEDIENEN
STATUS QUO
DER ENDWESTLICHE TEIL DIESER GIGANTOMANIE
IN KARTEN GESEHEN!!
Man sollte mal den Insektenbestäubungs-Notstand ausrufen. Regional als Test. Ist ernst gemeint. Kann ja sein dass Monokulturen die Ernährung gefährden. Und dann braucht es ein Gesetz zum praktischen Schutz.
Mann kann Nix verändern in Europa ist einfach scheiße Wetter wie sollen dann Insekten nicht sterben
Die Landwirtschaft sollte was verändern, es wird ja gemäht wenn es 10 cm Gras wächst. Es wird alles weg gemäht und gespritzt. Wenn ich bei Ziegenhain sehe das cm hoch die Gülle auf einem Feld steht, das sagt alles.
Nikotinide verbieten, sonstige Chemie erheblich reduzieren, Böden sanieren um auf Chemie verzichten zu können, mehr Blühpflanzen wachsen lassen die Insekten ernährt….
Die Agrarsubventionen müssen direkt an zunahme der Artenvielfalt geknüpft werden. Es muss Steuern auf Pestizide geben. Die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben bei Gülle, Pestiziden, Einrichtung von Blühstreifen muss viel häufiger und ohne Ankündigung kontrolliert werden.
Steuern auf Pestizide erheben. Agrarsubventionen an die Zunahme der Artenvielfalt knüpfen.
Englischer Rasen Tschüss
Unkräuter blühen auch sehr schön und Freuen sich.
Blüten an jedem nur erdenklichen Ort in der Stadt Pflanzen.
Auf jeden Balkon auf jeder Terrasse
Im Frühjahr stell ich mir einen Bienenstock auf die Terrasse!
Warum jeder einzelne? Das geht mir immer so auf den Keks, dass die Industrie (90%) sowas immer gern durch ihre Kanäle auf den einzelnen (10%) schiebt. Ob das nun Feinstaub oder Energieverbrauch ist. In diesem Fall ist es einfach: Pestizide verbieten und am besten industrielle Landwirtschaft und deren Monokulturen regulieren ( der Kleinbauer spielt schon lange nicht mehr mit). Fertig.
mein auto fährt auch ohne dieses ungeziefer.
Wenn die Merkel weg ist. Selbst die Tiere können das Gerede von Merkel nicht mehr hören. Dann sterben die lieber….
Glyphosate verbieten….
Für mich liegt die hauptschuld in der Landwirtschaft. Was da versprüht wird ist nicht tragbar.
Massentierhaltung, Pestizide muss dringendst auf ein Minimum eingeschränkt werden . Das bedeutet, die derzeitige Regierung muss sich mit ihre Geldgeber anlegen. Man beisst die Hand die einem füttert nicht. Wir müssen uns Grundlegend ändern, und das ziemlich schnell sonst sind die Themen von Heute lächerlich im Gegensatz zu dem was die Zukunft noch bringt.
„Die Bio Diversität nimmt … in den letzten Jahren ab..“. – und trotzdem erzählen uns Alle, die Biodiversität hätte sich über Jahrmillionen entwickelt…. Leute, Eines von Beidem stimmt nicht!
Soll das jetzt Getrolle werden? Beide Aussagen stimmen. Die heutige Biodiversität hat sich seit Millionen von Jahren entwickelt. Und wir machen das gerade innerhalb weniger Jahrzehnte kaputt.
Daniel Hausotto. Warum Ist dann die “ Natur “ nicht im Stande, bei Kataströphchen ( Co 2 erhöhung, Monokultur, Dünger z. B.) und geringsten Genveränderungen ein hohes Diversitätsniveau zu halten, wo sie doch angeblich über rießigste Zeiträume Dank größter Katastrophen (geologische Veränderungen,, z. B.) und bis heute nicht nachvollziehbaren großen genetischen Veränderungen diese beobachtbare Biodiversität hervorgebracht haben soll? Wo bleibt die Logik?
Einfach mal in deiner Gegend umschauen, fast überall nur tote Rasenflächen, und wo dann mal was wächst wird es in kurzer Zeit weggemäht
Es gibt faktisch keine natürlichen Böden mehr, überall wird nährstoffreicher Mutterboden aufgetragen
dadurch geht die Artenvielfalt der Wildblumen stark zurück
Dadurch fehlt die Nahrungsgrundlage der Insekten, dadurch leiden dann zahlreiche Tierarten widerrum an Nahrungsmangel
So geht alles zugrunde, Glyphosat tut sein übriges und Überdüngung
Geoengeneering einstellen!!!
Diese Chemie, die in den Himmel gesprüht wird, muss aufhören. Wer glaubt, daß es nur alleine an den Spritzmitteln liegt, schläft an der Wand.
Ausschließlich durch freiwillige Individuation.
Wie es „Der Werte Punktlandung“ nachweist.
In dem man aufhört den Luftraum mit Flugzeugen zu besprühen
Manche Kommentare lesen sich wie witze. Natürlich liegt es an der Industrie, oder daran das überall wo ein Stück grün ist gleich Häuser hingebaut werden oder daran das bauern insektizide versprühen. Bei meiner Tante auf dem Grundstück hört man kaum noch insekten jeglicher art weil dort alle paar wochen wad versprüht wird. Und warum der ganze scheiss? Weil jeder mensch zu jeder zeit alles kaufen möchte. Es gibt nunmal saisonale produkte die gibt es nicht im winter oder im sommer. Aber die menschen selber haben es in der hand. Dann kauft doch keinen scheiss in Winter den es nur im sommer gibt. Oder oder oder. Es liegt an so vielem aber jeder wälzt es gerne auf den andern ab.
Pestizide, die nachweislich eine extrem negative wirkung auf nutzinsekten haben, dürfen nur mit Ausnahmegenehmigung angewandt werden.
….Durch nur darüber reden sicher nicht .Es soll sich was ändern ….Dann muss es anders machen . Wenn wir Menschen so weiter machen,werden wir nur noch für Archologen interssant sein! Kann doch nicht immer nur um Profit gehen……
Da sind nur die Pflanzenschutzmittel Schuld !
Wenn Mann aufhört die Amazonas in Brand zu legen ? Bald müssen wir Frischluft kaufen !