Tausende Frauen haben weltweit über ihre traumatischen Erfahrungen berichtet. Ausgelöst durch die Enthüllungen über Hollywoodproduzent Harvey Weinstein lässt sich im Internet unter dem viralen Hashtag  #MeToo nachlesen, dass Sexismus und Gewalt gegen Frauen kein Einzelfälle sind. Aber was folgt aus der Debatte? Wie können wir gegen sexualisierte Gewalt vorgehen?

Sexuelle Übergriffe wurden bisher oft als ein Problem der „anderen“ abgestempelt. Diese Gewalt finde man in Indien oder es waren „afrikanische Männer“ in der Silvesternacht in Köln. Plötzlich richtet sich der Vergewaltigungs- und Missbrauchsverdacht auch gegen einen mächtigen Mann in Hollywood, der sich in der Vergangenheit öffentlich für Frauenrechte eingesetzt hat. Jetzt lesen wir über sexuelle Gewalt im Alltag durch Kollegen, in der Disko oder im Freundeskreis. Repräsentative Studien bestätigen den Eindruck, dass mehr als die Hälfte aller Frauen in Deutschland von sexueller Belästigung betroffen sind. Für einige scheint #MeToo der Anlass zu sein, mit dummen Sprüchen oder Drohungen noch einmal das zu verstärken, wogegen er sich richtet. Wir haben also offensichtlich ein Problem.

Auch in unseren europäischen Nachbarländern wird mitdiskutiert: So fordert die schwedische Außenministerin Margot Wallström schärfere Gesetze, um Frauen besser zu schützen. Eine Bewegung in den sozialen Medien sei nicht genug. Sie prangert mit eigenen Erfahrungen auch die Politik an. Die französische Staatssekretärin für Gleichstellung, Marlène Schiappa, kündigte ein neues Gesetz gegen sexuelle Übergriffe an. Hier lautet ein weiterer Hashtag #balancetonporc (verpfeif‘ das Schwein).

Wie verhindern wir sexualisierte Gewalt? Warum reden wir in der Debatte bisher nur über Frauen? Bei so vielen Opfern muss es auch viele Täter geben. Was machen Männer falsch? Wann werden sie selber zu Opfern? Sind neue Gesetze der richtige Weg? Schreibt uns eure Gedanken und wir fragen nach.

Foto: cc/ Flickr – Milena Glim



11 Kommentare Schreib einen KommentarKommentare

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    Sven Ohlendorf

    Nicht unbedingt vielleicht hilft eine Debatte um Anstand auch …was mir aufgefallen das der Respekt gegenüber anderen Menschen sehr nachgelassen hat …. vielleicht liegt es an der Technik ,die uns verändert . Empathie Fähigkeit sollte vielleicht gelernt werden.Wie wir andere verstehen und unsere Umwelt ….

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    Heinrich Guzy

    Sex ist die Treibkraft für die Vortpflanzung, auch in der Tierwelt. Dass ist das 2 Gebot der Exsistenz auf der Erde. Nur die Tierwelt respektiert bestimmte Regeln. Viel Glück bei der Lösung des Problems. Die Menschen haben doch Verstand,oder ??

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    Martin Rehntier

    Es gibt gerade bei sexueller Gewalt viele Wiederholungstäter.
    Ob neue Gesetze da etwas helfen – oder ist es doch die Rechtsprechung?

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    Nata Wisi

    Es muss mehr Möglichkeiten für Opfer, Frauen und Männer, schamfrei von ihren Erfahrungen berichten zu können. Opfern Mitschuld einreden oder ein Klima schüren, in dem ihnen nicht geglaubt wird, blockiert dabei einen angemessen Umgang mit Tätern – auch bei einer Verschärfung der Gesetze. Wenn Frauen und Männer Angst haben offen über ihre Erfahrungen sprechen, kann auch ein strengeres Gesetz (was prinzipiell durchaus sinnvoll wäre) allein nichts bewirken.

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    Conny Winkler

    Indem wir alle grabscher ,Vergewaltiger etc ,ohne Staatsangehörigkeit ohne ausnahme ausweisen.

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    Hans Meierding

    Wohin sollen wir Täter mit ‚Deutsche Staatsangehörigkeit‘, inkl der AfD Sekte, bei Sexualdelikten abschieben?
    Ne Idee parat C.Winkler oder heute nur Langeweile?

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    Ines Glatz

    Ich glaube, dass Problem liegt bei uns Frauen, weil wir uns zu wenig wehren.

    Ich habe mich immer gewehrt, weil ich ziemlich fit war, aber hab schon einige blaue Augen einstecken müssen.

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    Peter

    Richtig wählen, Grenzen sofort schließen und abschieben!

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