Die Weltwirtschaft verändert sich. Mit der Zunahme von weltweiter Migrationsströme und der Weiterentwicklung von Transport- und Kommunikationsmöglichkeiten, werden Grenzen zwischen Ländern zunehmend bedeutungsloser. Die Weltwirtschaft dreht sich mehr und Städte und Regionen und weniger um Länder.

Regionen und Städte überall auf der Welt befinden sich im Wettbewerb gegeneinander, um ausländische Investitionen und gut ausgebildete Arbeitskräfte anzuziehen. Anschluss an die Weltwirtschaft benötigt eine gute Konnektivität durch eine qualitativ hochwertige Infrastruktur (materiell und digital) und eine Öffnung gegenüber Handel, Investitionen, Wettbewerb und Humankapital.

Jedoch stehen Europas Städte und Regionen vor großen Herausforderungen im Rennen um Investitionen. Denn sie müssen sicherstellen, dass ihre Bildungssysteme die Arbeiter mit den richtigen Fähigkeiten ausstatten, dass ihre Wirtschaft Innovation und Unternehmertum fördert und dass Migranten gut in die Gesellschaft integriert werden (wie der Anstieg von rechtsextremen Parteien in Europa zeigt).

Kann die EU dabei helfen, dass Europas Regionen in der Weltwirtschaft wettbewerbsfähig bleiben? Die Kohäsionspolitik der EU versucht, mithilfe des Kohäsionsfonds, soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten innerhalb der EU-Mitgliedsländer zu verringern und Wachstum in den Staaten zu fördern, die ein Bruttonationaleinkommen von weniger als 90% des EU-Durchschnitts haben.

Willst du mehr über die Kohäsionspolitik der EU erfahren? Klicke auf unsere Infographik, wir haben ein paar interessante Fakten zusammengestellt:

Wir haben einen Kommentar von Dana bekommen, die wissen möchte, wie die EU-Kohäsionspolitik verändert werden müsste, damit sie effektiver werde.

Um eine Antwort zu bekommen, sprachen wir mit Dr. Michael Schneider, Präsident der EVP-Gruppe im Europäischen Ausschuss der Regionen (Versammlung der Regional- und Kommunalvertreter). Was würde er dazu sagen?

Dana, das ist eine sehr gute Frage. Es ist eine entscheidende Frage. Wir müssen die Kohäsionspolitik ändern, damit sie effektiver wird. Und was müssen wir ändern? Wir müssen die bürokratische Last verringern, die auf der Kohäsionspolitik liegt. Wir müssen die Strukturfonds vereinfachen, und dann bekommen wir viel bessere Ergebnisse.

Der nächste Kommentar kam von Jana, die findet, dass Sanktionen verhängt werden sollten, wenn EU-Regeln gebrochen werden. Hat sie Recht? Sollten die EU-Kohäsionsfonds davon abhängig sein, dass man die EU-Finanzregeln einhält? Was sagt Dr. Michael Schneider dazu?

Ich finde nicht und der Europäische Ausschuss der Regionen stimmt dieser Haltung auch nicht zu. Wir glauben, dass die Kohäsionsfonds aus bestimmten Gründen eingesetzt werden sollten, um Ungleichheit zwischen europäischen Regionen zu verringern. Wenn Mitgliedsländer gewisse makroökonomische Regeln nicht respektieren, dann sollte die EU andere Wege finden, die Länder zum Befolgen dieser Regeln aufzufordern. Man sollte jedoch nicht die Kommunen und Regionen dafür bestrafen.

#MakeEURegionsGreatAgain: Wie kann die EU-Kohäsionspolitik dabei helfen? Was würdest du an der Kohäsionspolitik der Europäischen Union ändern? Schreib uns deine Meinung und wir fragen Europas Politiker und Experten nach ihrer.

FOTO: CC / Flickr – Rock Cohen
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9 Kommentare Schreib einen KommentarKommentare

Was denkst du?

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    Marcel Burghart

    Scheitern wird die eu hoffentlich mitsamt euro. Die derzeitige eu mit Euro wird sterben. Bzw sie ist schon tot die wird nur mit Phantasie Geld am Leben erhalten

  2. avatar
    Christian Rogler

    Gar nicht… Mecklenburg wird nie München und der Mezzogiorno wird nie Mailand sein. Muss auch nicht. Jede Region hat ihre Stärken und Schwächen und selbst die strukturschwachen Gegenden haben ihre positiven Seiten, etwa geringe Grundstücks-, Miet- und Lebensmittelpreise. Ein Ausbau der digitalen Ökonomie kann auch ihnen wieder zu Auftrieb verhelfen, wenn Leute von dort aus zum Beispiel aus dem Home Office für Auftraggeber aus wohlhabenden Gegenden arbeiten können und nicht dem Job hinterherziehen müssen.

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