Sollte mehr Geld der Reichen den Armen gegeben werden? Das ist wohl die fundamentalste Angelegenheit in jedem demokratischen System. Die Frage gewinnt heutzutage mehr und mehr an Bedeutung, durch die zunehmende Ungleichheit in der Welt. Doch die Antwort darauf ist keine einfache.

Und die Dinge werden noch komplizierter, wenn der Austausch von Wohlstand über Grenzen hinweg stattfinden soll, wo das Gefühl von nationaler Solidarität nicht existiert. Öffentliche Anfeindungen von Finanzhilfen für andere Staaten ist nur eine Manifestation davon.  Eine andere ist die Frustration vieler Bürger in reichen Ländern darüber, dass Geld an die EU abgegeben wird, dass anschließend in anderen, ärmere Länder investiert wird.

Die EU-Kohäsionspolitik dreht sich nicht nur darum, dass reiche Länder für arme Staaten bezahlen. Denn innerhalb reichen EU-Ländern gibt es auch ärmere Regionen (genauso wie es auch reichere Regionen in ärmeren Ländern gibt). Über die Kohäsionspolitik versucht die EU, Unterschiede nicht nur zwischen Ländern, sondern auch zwischen einzelnen Regionen, auszugleichen. Es ist das größte Investitionsprogramm der EU, mit mehr als 350 Milliarden Euro alleine für die Jahre zwischen 2014 und 2020 (ein Drittel des EU-Budgets). Die Regionen, die am meisten davon bekommen, sind meistens Regionen im Süden und Osten von Europa, darunter Regionen in Polen, Italien und Spanien.

Willst du mehr über die Kohäsionspolitik der EU erfahren? Klicke auf unsere Infographik, wir haben ein paar interessante Fakten zusammengestellt:

Was denken unsere Leser? Wir haben einen Kommentar von Goran bekommen, der darüber frustriert ist, dass reichere EU-Länder immer wieder versuchen, die Zahlungen in den Kohäsionsfond für ärmere Länder zu reduzieren. Aber ist es überhaupt fair, dass reiche EU-Länder (und Regionen) für die Entwicklung von armen EU-Ländern (und Regionen) durch den Kohäsionsfond bezahlen?

Um darauf eine Antwort zu finden, sprachen wir mit Kevin Morgan, Politikprofessor im Bereich Steuerung und Entwicklung an der Universität Cardiff. Was sagt er dazu?

Ich würde sagen, die kurze Antwort ist: Ja! Starke Länder und Regionen sollten zur Entwicklung von schwächeren beitragen, und dafür gibt es zwei Gründe: den ersten würde ich „aufgeklärtes Selbstinteresse“ nennen und der zweite ist die ethische Pflicht zur sozialen Gerechtigkeit.

Was das aufgeklärte Selbstinteresse angeht: Deutschland beispielsweise kriegt einen sehr guten Deal aus der Eurozone, was Währung und Absatzmärkte für seine hochwertigen Produkte in Süd- und Osteuropa betrifft. Deutschlands Beiträge in den Kohäsionsfond ist das Mindeste, was es dafür zurückgeben kann. Starke Länder kriegen also eine Menge dabei raus. Es ist also in ihrem eigenen Interesse, schwächeren zu helfen.

Der zweite Grund ist soziale Gerechtigkeit. Es besteht eine ethische Pflicht für reichere Menschen, denen zu helfen, die weniger Glück hatten. Es gibt also zwei Antworten auf Gorans Frage: das Selbstinteresse sagt „Ja“ und die soziale Gerechtigkeit sagt „Ja“.

Für eine weitere Meinung sprachen wir auch mit Andrzej Porawski, Geschäftsfüher der Association of Polish Cities, eine Organisation, die lokale Regierungen in Polen repräsentiert. Was sagt er dazu?

Ich würde ihm erklären, dass es fair ist. Und zwar aus folgenden Gründen: Das Geld, das von reichen Ländern an arme bezahlt wird, bringt nicht nur den armen Staaten was, sondern auch den reichen. Denn das Geld führt zu wirtschaftlichen Entwicklungen in den ärmeren Ländern, was zu engeren Kontakten mit den reicheren Ländern führt und zu mehr Kooperation zwischen Firmen auf beiden Seiten. Der Effekt dieser Zahlungen dient also nicht nur einem Land, das unterstützt wird, sondern der gesamten europäischen Wirtschaft.

Ein weiterer Kommentar kam von  Sabo, der uns daran erinnert, dass es das Ziel der Kohäsionspolitik ist, schwächer EU-Mitgliedsstaaten wettbewerbsfähiger zu machen und ihr Level von Wohlstand zu erhöhen und wirtschaftliche Unterschiede innerhalb der EU abzuschwächen. War die EU damit erfolgreich?

Ich würde sagen, in Gänze betrachtet, dass es Belege dafür gibt, dass die Kohäsionspolitik einen positiven Beitrag dazu geleistet hat, die enormen Unterschiede zwischen Westen und Osten und Norden und Süden, abzuschwächen. Ich wünschte, die Belege wären noch klarer und drastischer, aber ich bin davon überzeugt, dass die Kohäsionspolitik das Richtige ist und wir darauf weiter bauen können.

Damit eine Kohäsionspolitik wirklich effektiv und nachhaltig ist, muss sie auf zwei Prinzipien basieren und ich möchte beide davon gestärkt sehen… Nummer eins ist Solidarität, in der starke Länder und Regionen schwächeren helfen… Nummer zwei ist Subsidiarität, wobei wir Macht an die unteren Level übertragen, damit Politik auf den lokalen Kenntnissen von Örtlichkeiten und Regionen basieren kann. Aber diese Regionen müssen dann auch für die Ressourcen und für ihre Performance verantwortlich sein. Die kurze Antwort ist also Ja, die Kohäsionspolitik hat einen positiven Beitrag geleistet, aber sie muss noch viel mehr nach 2020 tun und die beiden Prinzipien müssen gestärkt werden.

Was würde Andrzej Porawski sagen? Sicher, manche Länder haben ein erstaunliches Wachstum hingelegt seitdem sie der EU beigetreten sind (Polen beispielsweise). Andere sind jedoch langsamer gewachsen. Es gibt immer noch große Unterschiede zwischen wohlhabenderen und ärmeren Mitgliedsstaaten. Wie effektiv war also die EU-Kohäsionspolitik?

Also, die Effektivität der EU-Kohäsionspolitik hängt auch von den individuellen Entscheidungen von denjenigen ab, die die Ressourcen zur Entwicklung erhalten… Die Europäische Union gibt die Regeln für die Nutzung des Kohäsionsfonds vor, aber der Gebrauch der Gelder wird von den Menschen in den Empfängernationen entschieden. Verschiedene Länder haben also verschiedene Herangehensweisen, und manche sind erfolgreicher als andere. Und es gibt auch verschiedene Rahmenbedingungen, sozial und wirtschaftlich, und Entscheidungen, die in einem Land erfolgreich waren, müssen nicht unbedingt in einem anderen Land funktionieren… Aber ganz allgemein würde ich sagen, dass die EU-Kohäsionspolitik effektiv darin war, den ärmeren Regionen und Ländern in Europa zu helfen.

Als letztes kam in Kommentar von Graziano, der findet, dass der EU-Kohäsionsfond zurückgezogen werden sollte, wenn es offensichtlich ist, dass ein Land gegen europäische Regeln oder Werte verstößt. Ist es richtig, dass man solch eine finanzielle Unterstützung an die Einhaltung von Schulden- und Defizitregeln bindet, oder an die europäischen Werte?

Ich glaube, wenn wir Regeln aufstellen, sollten wir uns im Großen und Ganzen auch daran halten. Wenn wir an die Geschichte denken, merkt man, dass die ersten Brecher dieser Regeln mächtige Länder wie Deutschland, Frankreich oder Italien waren, obwohl heutzutage oft Griechenland als der alleinige Schuldige dargestellt wird. Wir müssen Regeln also respektieren, aber wir müssen auch verstehen, dass es Umstände gibt, in denen die Regeln etwas gelockert werden sollten. Wie zum Beispiel bei der Sparpolitik, da sollten wir die Regeln für Südeuropa, insbesondere für Griechenland, etwas lockern…

Ich habe immer argumentiert, dass e seine geteilte Verantwortung zwischen den Regionen, Mitgliedsstaaten und der Europäischen Union ist. Sie müssen alle eine Rolle spielen, denn keine arme Region kann seine Probleme unilateral auf dem regionalen Level lösen. Aber wenn diese Regionen Geld bekommen, dann sind sie auch rechenschaftspflichtig gegenüber den Geldgebern, was ihre Performance mit den Geldern angeht. Und in der Vergangenheit sind manche auch mit einer schlechten Performance davon gekommen und deswegen müssen die Regierungen gestärkt werden, um Transparenz und Effizienz zu garantieren.

Ist es fair, dass reiche EU-Länder für die Entwicklung von armen EU-Ländern bezahlen? Und war die EU-Kohäsionspolitik in der Vergangenheit effektiv? Sollte die Hilfe eingeschränkt werden, wenn ein Land gegen Regeln verstößt? Schreib uns deine Gedanken und wir fragen Politiker und Experten aus ganz Europa nach ihrer.

FOTO: CC / Flickr – Thomas Galvez
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60 Kommentare Schreib einen KommentarKommentare

Was denkst du?

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    Richard Ott

    So ein Quatsch. Wir leihen den „armen“ Euroländern Geld, damit sie damit unsere Waren bezahlen. Das ist genau das Gegenteil von einem guten Deal, aber die meisten werden das erst begreifen, wenn unsere Kreditnehmer alle pleite gehen.

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      Leipold Björn

      Passiert ja nicht nachdem wir ihnen immer mehr leihen und damit ihre Infrastruktur aufkaufen

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      Richard Ott

      So wie Fraport es mit den Flughäfen in Griechenland gemacht hat? Das war erst *nach* der griechischen Staatspleite und dem Streichen eines Teiles der griechischen Staatsschulden. Deutschland macht im Jahr ungefähr 300 Milliarden Euro Handelsüberschuss, und nur ein Bruchteil davon wird dazu verwendet, Infrastruktur im Ausland aufzukaufen, wir geben einfach nur Kredit.

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      Guido Carsten

      genau, weil deutschland auch ausnahmslos alles zahlt und ausnahmslos alle flüchtlinge aufnimmt und und und …. texte und fragen lesen und verstehen is nich so dein ding oder? … es geht darum ob reiche eu länder zahlen sollten und nicht das deutschland zahlen soll…. man man man…. ;)

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      Markus Ohland

      …Dann glotze mal nachrichten…😂😂😂

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    Martin Reim

    Deutschland verdient sehr gut an der Eurozone und ein gemeinsamer Währungsraum setzt annähernd gleiche Wirtschaftsbedingungen voraus. Deshalb ist es richtig, dass Länder die Wirtschaftlich stark sind, wirtschaftlich schwache Länder unterstützen. Nichts anderes passiert auch beim Länder Finanzausgleich in der BRD. Solange aber von der guten Wirtschaftsleistung bei denen, welche in der Real Wirtschaft das Wachstum erzeugen nichts ankommt, wird man dafür keine Mehrheit in der Bevölkerung finden. Dass ständiges Wachstum ein Irrweg ist, steht auf einem anderen Blatt. Eine andere, gerechtere Gesellschaft wäre möglich. Es fehlt an Leuten die in der Lage sind ein glaubhaftes Bild dieser Gesellschaft zu zeichnen. Erstmals in der Menschheitsgeschichte könnte zumindest die Hälfte der Weltbevölkerung miteinander kommunizieren und das in Echtzeit. Rein technisch sind wir somit in der Lage einen Konsens zu finden, wie man Ressourcen gerecht verteilen könnte und allen Menschen halbwegs gleiche Chancen geben könnte. Aber Katzenvideos und Bibis Beauty Palace sind ja auch ganz nett…

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    Kai Prieß

    Ist doch eh alles nur übergangsweise… Europa wird auf Dauer nicht funktionieren wenn nicht auch die Ökonomien verschmelzen und man ein vollständig einheitliches Rechtssystem schafft…sonst kommt es immer wieder zu Konflikten die sich aufsummieren… ist doch im Grunde schon jetzt so… europäisches Recht vor nationalem Recht ;) Wenn sich jetzt aber ein Land dagegen sperrt, kann Europa nichts machen… denn sonst kommt der Gerexit oder oder oder… ;) Ich bin für einen Europafond, der dann, angefangen bei den ärmsten oder auch wirtschaftlich schwächsten Nationen, dazu eingesetzt wird proaktiv die Infrastruktur, die Wirtschaft und die „sozialen Systeme“ im Vorfeld aufzubauen… anstatt zu warten bis es knallt und dann das nächste Rettungspaket zu schnüren…und die Gelder verpuffen einfach nur so… das ist kontraproduktiv. Dafür verpflichtet sich diese Nation dann mindestens die nächsten 100 Jahre nicht aus der EU auszutreten und das EU-Recht vollständig anzunehmen… so sollte es natürlich bei allen beteiligten sein… jeder macht einen kleinen Schritt zurück, damit man zusammen einen oder auch 100 Schritte nach vorne machen kann… 700.000 000(sagen wir 35 sind erwerbstätig) Menschen ;) *5 Euro im Monat * 12 Monate ;) = 25.200.000.000 € … im Jahr…! Alleine die ganzen offenen Reparationszahlungen und Schulden der Staaten… wenn die mal erst mal weg wären…….. das ist natürlich nur ein Rechenbeispiel……….. eine Firma mit hohem Ertrag kann sich zB. ein bisschen Charitypublic relations -> Kundenbindung und Wahrnehmung erkaufen indem sie 1000 geben… oder 100.000 … oder oder…….. viel mehr wäre möglich…………!

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      Kai Prieß

      Davon abgesehen könnte man das Geld theoretisch ca. 10 Jahre einfrieren und die Zinsen wirken lassen… irgendwann ist das dann ein Plusgeschäft… weil die dadurch gestärkten Bedingungen, der Länder die sonst die Rettungspakete geschluckt haben, zahlungskräftiger werden und irgendwann das Gegenteil bewirken (Idealfall)

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      Daniel Blubb

      Kai Prieß, das mit den Zinsen ist ein mikroökonomisches Konzept, d.h. einzelne Privatpersonen werden am Gewinn von irgendwas etwas beteiligt. Dieses irgendetwas muss aber von irgendwem als reales Gut erarbeitet werden. In der Regel sind das die Arbeitnehmer in einer Gesellschaft. Folglich kann man das Prinzip nicht auf die Gesamtgesellschaft übertragen. Irgendwo müssen die Zinsen ja herkommen.

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      Kai Prieß

      Na ja… das eingezahlte Geld kann die EZB entlasten und diese vergibt dann im Umkehrschluß faire Kredite etc. . Mal davon abgesehen … wo geht denn das meiste Geld verloren? Man gucke mal nach Spanien mit 30% Jugendarbeitslosigkeit zB…. würden die alle einzahlen sähe das schon mal wieder ganz anders aus…

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    Nescho Bojic

    Anders gefragt, ist es fair das Reiche EU-Länder an armen EU-Ländern verdienen? Wieso stellen sich die Menschen ‚Umverteilung‘ immer als so eine art Einbahnstraße vor? Wenn wir viel exportieren dann MUSS(!) doch irgend jemand viel IMPORTIEREN. Und ein Land das mehr importiert als exportiert erwirtschaftet ein Deffizit. Das Interessante dabei ist ja, dass dieses Deffizit nicht mal bei den Deutschen ankommt – jedenfalls nicht bei allen. Deutschland hat z.B. in der EU den größten Niedriglohnsektor! Zu verstehen, wieso der Mittelstand in Deutschland weiter schrumpft, bedeutet gleichzeitig zu verstehen wieso Länder wie Spanien, Italien, Griechenland usw. Probleme haben. Europa müsste eigentlich als eine Art gigantischer Binnenmarkt verstanden werden. Vor allem weil wir ja auch fast alle in der Euro-Zone sind, also eine gemeinsame Währung haben, aber eben keine gemeinsame Wirtschaftsformen. In den Bereichen wie Arbeit, Finanzen und Steuern gibt es gewaltige Unterschiede zwischen den einzelnen Staaten. Hier müsste es wesentlich mehr Angleichungen geben. Und am allerwichtigsten, es bräuchte ENDLICH eine Finanztransaktionssteuer! Und zwar auf alle Transaktionen! Der Kapitalmarkt generiert Milliarden, aber davon fließen praktisch fast nichts zurück in die Gesellschaft.

    Die Entscheidende Frage ist doch, wenn immer mehr Leute die ‚unser‘ Zeug kaufen Pleite gehen, ja wer wird dann am Ende unser Zeug dann kaufen?

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      Ralf Peter

      Diese EU ist am Ende.
      Ihr wisst es nur noch nicht.

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      Nescho Bojic

      Dann ist es ja gut das wir es nicht wissen und machen dann einfach mal weiter.

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      Tobi Corax

      Nix, diese EU Gleichschalterei und Bevormunderei muss aufhören. Dass es Sozialisten jeglicher Coleur immer wieder versuchen dürfen, ist ein Trauerspiel. Hat im dritten Reich, der DDR und der Sowjetunion nicht funktioniert …

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      Nescho Bojic

      Und das sie alles und jeden in eine Topf werfen von Nazis bis DDR muss aufhören, das sog. EU Kritiker jeglichen Coleur immer wieder das versuchen, ist ein Trauerspiel. Weil mit der Realität hat das nämlich nichts zu tun …

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      Daniel Blubb

      Super Kommentar Nescho Bojic. Da hat jemand das System verstanden. Tobi Corax, es gibt nicht nur Schwarz und Weiß (Sozialismus vs. Kapitalismus) man muss einen Kompromiss finden. Es geht auch nicht um Gleichschalterei sondern in erster Linie darum Makroökonomie zu verstehen. Zwei Beispiele: Eine ausgeglichene Handelsbilanz ist optimal, sowohl Überschüsse als auch Defizite sind für alle Beteiligten schlecht, weil Geld für sich nichts Wert ist, sondern immer nur seine Relation zu Gütern. Die Sparpolitik ist Blödsinn, weil wenn alle Sparen, wer macht denn Schulden? Einer muss sie machen, weil das ein Nullsummenspiel ist. Somit führt Sparen zu Stagnation. Das sieht man sehr schön am Niedriglohnsektor (das Sparen der Unternehmen): Wenn die Arbeiter zu wenig Lohn haben, dann kaufen sie auch weniger. Das bedeutet weniger Nachfrage bei den Unternehmen und somit zu weniger arbeit und damit zu Entlassungen. Also ein Teufelskreis. Man kann die Arbeitslosigkeit nicht mit Lohnkürzungen bekämpfen!

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      Nescho Bojic

      In der Öknomie hat das auch einen Namen, das sog. Sparparadox.
      https://www.youtube.com/watch?v=4T0Ck63pmyg

      Was ich auch interessant finde ist das Schäuble immer davon redet das die Griechen ‚Wettbewerbsfähig‘ werden müssen, wärend wir hier in Deutschland den größten Niedriglohnsektor von ganz Europa haben. So viel dazu. Wo sind eigentlich die 32 Milliarden an Steuerhinterziehung, über die der ZFD vor kurzem berichtet hat? Sicher, wir können Ländern wie Spanien oder Griechenland jeden Mist an den Kopf werfen, aber die Realität ist, das viele hier an deren Armut verdienen.

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    Marcus Meijer

    Haha, es sind nicht die armen EU Länder ! Das Geld wird den Banken in den Rachen geworfen – wie alle 3 Jahre in Griechenland zu sehen. Das Volk leidet weiter, hat keine Rente, kein Essen auf dem Tisch, keine Krankenversicherung etc. und die notleidenden Banken können dafür noch drei weiteren Vorständen nen Millionenboni zahlen

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    Daniel Weichert

    Diesen Ländern Geld überweisen damit sie unsere waren kaufen….klingt nach Sponsoring nur ohne Nutzen.

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    Christoph Raabe

    die chancen sind in einem binnenmarkt für alle gleich. das ist der sinn eines binnenmarktes. kapitalistische fehlentwicklungen mit steuergeld auszugleichen, wäre paradox. man kann nicht den wohlstand eines anderen staates nutzen wollen, ohne selbst die ökonomische kapazität zu haben. worte wie solidarität, zusammenhalt etc. werden immer von leuten mißbraucht, im grunde wollen sie uns immer unser geld, unser recht oder etwas anderes zu unserem nachteil verkaufen.

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    Niko Schneid

    scheißegal ob nun arme oder reiche Länder die EU wurde einfach eingeführt gegen den willen vieler Bürger aus vielen eu Ländern . DIe EU war so von anfang an undemokratisch und sie müsste verboten werden

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    Heiko Schneider

    Die richtig gestellt Frage muss eher lauten: Müssen Demokratien klerikalfaschistische Diktaturen unterstützen, die die Menschenrechte, die Pressefreiheit und die Unabhängigkeit der Justiz mit Füßen treten!

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    Torsten Bino Müller

    Man stelle sich mal vor Deutschland würde soviel verdienen wie andere Länder,wer rettet dann zb die abseits hungrigen Griechen, die mitunter immer noch besser dran sind als viele Rentner bei uns! Egal wir schuften für wenig und geben den faulen. Nicht mal ein danke bekommen wir von diesen Lumpen Staaten ,nur gierig fordern fordern fordern

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      Daniel Blubb

      Was für ein Quatsch. Die Nutznießer dieser Politik sind die Superreichen, Anleger und Unternehmen die global agieren. Das griechische Volk ist ganz arm dran, durch die Sparpolitik, die ihnen die EU aufzwingt mit Deutschland an der Spitze. Klar unseren Rentnern geht es nicht besser, das ist die Kehrseite unserer Politik. Es geht nicht um faule Griechen und fleißige deutsche (was sowieso Quatsch ist) sondern um die Ausbeutung der finanziell Schwachen durch die finanziell Starken.

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      Torsten Bino Müller

      Das was du da schreibst hat einen Namen. Es heißt Kapitalismus! Und in dem Leben wir nun mal . Also was soll das?und die Griechen sind nicht sooo arm wie du denkst. Nachforschungen /Studien haben herausgefunden das der durchschnittliche griechische Bürger mehr Kohle hat als ein deutscher

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    Wolfgang Press

    Wenn man in den „Armen“ Ländern lieber dem Dolce Vita dröhnt, dann ist das doch auch was. Nein, die sogenannten Reichen Länder sind nicht verpflichtet diesen angeblich Armen zu helfen. Die müssen, so sie den wollen, sich zuerst einmal selber helfen. Nach einer EZB Untersuchung sind selbst die ach so armen Griechen reicher als die deutschen.

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      Daniel Blubb

      Ich empfehle einen Ihnen sich mal einen Vortrag von Heiner Flassbeck anzuhören. Einfach mal auf youtube suchen. Der Herr erklärt sehr gut, welche Auswirkungen die deutsche Außenpolitik der letzten 20 Jahre auf die südeuropäischen Staaten hatte und weiterhin hat. Das Stichwort ist dabei Währungsunion mit dem Ziel einer einheitlichen Inflationsrate in allen Mitgliedsstaaten. Es wird deutlich, dass z.B. die Griechen über ihre Verhältnisse lebten, aber Deutschland noch wesentlich stärker unter seinen Verhältnissen. Auf Lange Sicht muss es ausgeglichen sein, d.h. Deutschland muss massiv investieren, damit würde dann auch die Wirtschaft wieder angekurbelt werden.

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      Wolfgang Press

      Daniel Blubb In der Tat, in Deutschland wir zu wenig investiert. Geld ist doch genug da. Das Problem ist ein anderes. Wenn eine Autobahn gebaut werden soll, dann hagelt es erst einmal von Einspruch, dann kommen Klagen durch alle Instanzen. Ein Beispiel: A44 Kassel Eisenach. Da hat ein Hühnerfarmer gegen geklagt. Im war verschiedese Ersatzland angeboten wurden. Das gefiel ihm nicht. Und jetzt darf nicht weiter gebaut werden bis der Fall vom Bundesverwaltungsgericht letzt instandlich entschieden wurde. Ein anderes Beispiel die A49. Da sollten seltene Frösche oder so was auf einen ehemaligen Übungsplatz der BW leben. Nur keiner hatte die gesehen. Jahrelange Verzögerung. Und davon gibt es unzählige Fälle. Da muss das Recht geändert werden.

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    Frank Hagen

    Die Exportoffensive des deutschen Großkapitals in der EU wird den deutschen Beschäftigten durch Niedriglöhne, Armutsrenten und prekäre Beschäftigungsverhältnisse abgepresst, Erwerbslose und Arme werden mit Hartz-4 unter das soziokulturelle und teilwese überlebensnotwendige Existenzminimum gedrückt, und jetzt soll die große Masse der deutschen Bevölkerung auch noch die Kreditausfälle für die Extraprofite deutscher Konzerne bezahlen! Wohlgemerkt sind viele Staaten der EU-Südschiene deswegen verarmt, weil sie unter einer beispiellosen Deindustrialisierung durch die deutsche Exportdampfwalze leiden, das wiederum führt zur Implosion der Staatseinnahmen und zur Explosion der Staatsausgaben zur Kompensation dieser Schieflage. Solange der deutsche Michel sich das alles gefallen lässt, sich von korrupten Parteien (die er immer wieder wählt) und gelben Gewerkschaften über den Tisch ziehen lässt, scheint es allerdings mehr als gerecht, dass der deutsche Bürger für seine Dummheit bezahlt. Leider habe ich diese neoliberale Bande von Dieben und Verbrechern nie gewählt und muss mit unter der Dummheit der Masse leiden, der anscheinend das Bier und die Sportschau am Abend (solange das Geld dafür noch reicht) wichtiger ist, als sich politisch zu informieren und sich seiner Peiniger zu entledigen.

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      Peter Grosser

      ihr habt beide gute kommentare abgegeben.
      :)
      was ist das hier eigentlich für eine seite? sowas wie der insm für eu politik?

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    Adelmo Aldinucci

    Ich bin einfach nur dafuer, den Irrsinn Euro zu beenden! Der Ausverkauf einiger Laender sollte schleunigst des Friedens willens beendet werden! Nach der naechsten Parlamentswahl wird Italien das machen, was Frankreich verpasst hat: Den Ausstieg einleiten!

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      Daniel Blubb

      Leider haben Sie recht. Die einzige Alternative ist, dass Deutschland seine Außenpolitik ändert und massiv die Löhne im eigenen Land erhöht. Ansonsten ist die beste Option für die anderen Länder auszusteigen und dann verlieren alle.

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    Benjamin Grun

    So etwas funktioniert auf Dauer nicht. Man könnte ja auch mal aus der Geschichte der USA lernen oder sehen wie es in Ländern wie Spanien oder Deutschland läuft… überall Unmut der Geber bis hin zu Separationswünschen. Die EU ist noch jung in der jetzigen Form und der Unmut ist schon sehr groß.

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    Christian Fischer

    Dann ist ja der Witz weg. Wenn, nachdem man selbst eine Mehrleistung gebracht hat den Nutzen daraus wieder abgeben soll. Aber davor natürlich das volle Risiko tragen muss. Das ist eine typisch sozialistische Denkweise.

    Die Lösung ist, dass die anderen Länder sich anstrengen, Strukturreformen auf den Weg bringen, beliebte Gewohnheiten ändern,…. und so konkurrenzfähig werden. Und wir reden nicht von konkurrenzfähig zu Bangladesch. Sondern zum immer noch Hochlohnkostenland (incl. Lohnnebenkosten) Deutschland.

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      Daniel Blubb

      Sie denken mikroökonomisch nicht makroökonomisch. Es können nicht alle wettbewerbsfähiger werden! Gegen wen denn? Es können doch auch nicht alle im Fußball gewinnen!. Exportüberschüsse sind auch keine Mehrleistung. Geld ist doch bloß ein Zwischenhandelsgut. Was bedeutet es denn, wenn wir mehr exportieren als importieren? Wir verkaufen unter Wert. Handel muss immer ausgeglichen sein.

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    Carsten Michalski

    nur das Deutschland kein Hochkostenland mehr ist… wenn selbst die Skandinavier Ihre Unternehmen outsourcen mit Niederlassungen in dem ach so teuren Deutschland! Mindestlohn hier rund 9€… dort 18€ OHNE Ausbildung!

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    Pius Stark

    Hilfe zur Selbsthilfe nicht mehr und nicht weniger . und keine Belohnung fürs Geldverschwenden usw. .

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    Andreas Amarantidis

    Wir sind alle Produkt unseres Umfelds. Wer wohlhabend ist mag vielleicht teilweise dafür gearbeitet haben, aber die Tatsache, dass er in einem Land geboren wurde, das ihm den Reichtum ermöglicht hat, ist absoluter Zufall.

    Auf Basis eines Zufalls andere vom Wohlstand auszuschließen ist Willkür und kann nicht die Grundlage für ein demokratisches Miteinander sein.

    Natürlich sollten starke Länder schwache Länder unterstützen. Die Frage zu stellen ist meiner persönlichen Meinung nach schon unmoralisch.

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    Gjon Pjetri

    Es ist keine Einbahnstraße. Die Märkte öffnen sich für nahezu alle Branchen in diesen Ländern.

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    Cemil Efek

    Die Vorteile haben reiche Länder und die armen Länder haben nur Nachteile fühlen sich wie Sklaven

  21. avatar
    Christian Woleig

    @Christian Liebeknecht

    Du zahlst nicht für Griechenland und die die Bürger die dort leben

    Du zahlst für unsere Banken und deren shareholder… nicht mehr und nicht weniger und das ist so gewollt den so wird Geld von uns Steuerzahlern zu den Konzernen und den Reichen und den Banken um geschaufelt.

  22. avatar
    Adam Mensch

    Was denn sonst? Das muss doch jedem klar gewesen sein? Sparen wäre das Gebot der Stunde. Nur davon will keiner nichts wissen.

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    Patrik Spurzem

    In Quellen jeglicher Art wird Investiert, damit privatisiert und ab 51% monopolisiert. Quellen sind dort zu finden, wo Maslow dern Bedarf der Grundbedürfnisse des Menschen sieht. Alle Kostenfaktoren werden dezentralisiert. Entweder durch Nutzung des Staates oder durch Scheinbranchen, die erst gehypet und dann mit einer Gegenwette an der Börse abgestoßen werden. Der Neoliberalismus begründet sein vorgehen so, dass er besser weiß zu wirtschaften. und damit besser für alle Menschen sei. Da stellt sich mir wiederum eine Frage. Wenn sie dies so gut wissen, wieso ist es dann nicht im Bildungssystem als Inhalt verankert, damit es jeder so gut weiß wie sie. Würde ja ihre Bemühungen schmälern. Und wäre wesentlich effizienter. Also das was sie selbst vorgeben erreichen zu wollen. Effizienz. Sie haben ganze Universitäten für die Wirtschaft, aber keine Bildung für die Grundschule? Sie schaffen es nicht, Wirtschaft Kindgerecht zu vermitteln? Und auch nicht Jugendgerecht in allen Bildungsinstanzen? Na was man nicht möchte schafft man auch nicht. Da ist es schon besser, wenn es sie gibt die uns alle nur Helfen wollen. Mama NEO ich danke dir! Dein Hotel Mama Neo wäret ewig in einer globalisierten Weltgemeinschaft. Wir brauchen dich! Wie viel Sarkasmus es bedarf um die Überheblichkeit derer aus zu gleichen, weiß ich nicht, das habe ich nie gelernt!

  24. avatar
    Susanne Plank

    Alles Schwachsinn. Der Mittelstand ist seit dem EU Beitritt verschwunden. Italiener und Griechen waren schon immer nicht sehr arbeitsfreudig. Polen lacht uns aus. Weil eh wir alles zahlen. Tschechien detto. Ungarn will nur kassieren. Türkei detto. Es gibt seit dem EU Beitritt mehr Diktatoren. Erdogan. In Österreich wählten 72 Prozent Erdogan. Dann bitte runter zu ihm. Kopftuch in Österreich sollte nicht mehr erlaubt werden. Den man MUSS sich an die Gegebenheiten des Landes richten. Moscheen weg. Wen wir in die Türkei fahrn müssen wir uns auch an die Sitten des Landes richten. EU ist nicht möglich wir sind Vielvölker. Kann nicht möglich sein. Vergleich USA und China das funktioniert nicht. Und wir tun weiter pumpen Geld in solche Länder. Schlimm

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