War’s das? Ist der „populistische Frühling“ schon vorbei? Brexit und der Sieg von Donald Trump in den USA versetzten vielen in Europa letztes Jahr einen Schock und ließen gleichzeitig Unterstützer von nationaler, populistischer Politik hoffen. Viele dieser Anhänger hofften der Erfolg der Nationalen würde andauern und auch der Partei von Geert Wilder in den niederländischen Wahlen einen Erdrutschsieg bescheren. Die holländischen Wähler jedoch haben dem gestern einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Im Vorfeld der Wahlen haben Umfragen der Partei für die Freiheit (PVV) von Geert Wilders die meisten Sitze im Parlament zugeschrieben. Ein Meilenstein für die niederländische Politik (obwohl Wilders wohl kaum eine Regierung hätte bilden können). Doch stattdessen hat Premierminister Mark Rutte mit seiner VVD kräftig abgesahnt. Sie kriegt die meisten Sitze, mit 33 aus 150.
Wilders PVV holte den zweiten Platz mit 20 Sitzen. Immerhin ein Zuwachs von fünf Sitzen im Vergleich zu den letzten Wahlen, doch bei Weitem weniger als die 24 Sitze, die die Partei bei den Wahlen 2010 erkämpfte. Der wahre Sieger der Nacht (abgesehen von der VVD) ist sowieso eine andere Gruppe: die Groenlinks-Partei hat ihre Zahl an Sitzen um zehn gesteigert und liegt jetzt bei einem historischen Hoch von 14 Sitzen. Die Christdemokraten (CDA) und die Liberalen von D66 haben jeweils 19 Sitze gekriegt.
Die größten Verluste musste die Partei der Arbeit (PvdA) einstecken. Diese verlor sage und schreibe 29 Sitze im Parlament, und rutsche auf noch neun verbleibende Sitze ab. Zuvor waren sie mit der VVD eine große Koalition eingegangen, und wurden offensichtlich dafür abgestraft.
Mark Rutte steht nun vor der schwierigen Aufgabe eine Koalition zu bilden. Er hatte zuvor schon der Möglichkeit einer Koalition mit Wilders eine Abfuhr erteilt, aber es ist unklar, ob eine stabile Koalition mit weniger als fünf Partnern zusammenkommen kann. Denn besonders linke Parteien könnten sich ein Beispiel am Schicksal der PvdA nehmen und vor einer Koalition mit der VVD zurückschrecken.
Läuten die niederländischen Wahlen den Zerfall des Populismus ein? Ist das Ergebnis ein Sieg für den Liberalismus? Waren die Erwartungen zu hoch für Geert Wilders? Teile deine Gedanken mit uns, wir bringen sie zu Politikern und Experten und fragen, was sie zu sagen haben.
8 Kommentare Schreib einen KommentarKommentare
das wäre wohl zu schön, um wahr zu sein. Ich denke eher nicht.
Na ja zweit stärkste Kraft würde ich nicht als Niederlage des Populismus bezeichnen auch wen es schön gewesen wäre
…vor allem wenn man nur noch mit „Betrug oder List“ gewinnen kann,..wird es nichtmehr lange gehen, …mit euch !!!
http://www.zaronews.world/zaronews-presseberichte/stadt-rotterdam-protuerkische-demonstration-gegen-die-niederlaendische-polizei-erlaubt/
https://philosophia-perennis.com/2017/03/16/news-rutte-wahlkampftrick/
http://www.morgengagazin.com/politik/holland-jubelt-alles-kann-so-bleiben-wie-es-sit/
https://www.facebook.com/1376888822539005/photos/a.1462613183966568.1073741840.1376888822539005/1985992424961972/?type=3
Schade
Der brexit und trump war kein Schock
Die anderen werden auch aufwachen.