Der Kölner Karneval gehört nicht nur zu den größten und bekanntesten Karnevalsfesten weltweit, er ist auch kulturelles Erbe. Im letzten Jahr endete der Auftakt am 11.11. um 11:11 Uhr jedoch in einem Alkoholexzess. Kölns Oberbürgermeisterin Henritte Reker will jetzt die Reißleine ziehen. Sie kritisierte, dass der Kölner Karneval zu einem „allgemeinen Besäufnis“ verkommen sei. Aber wie ist die rheinische Tradition noch zu retten?

Karnevalisten sind empört, sie sehen ein Kulturgut zu Unrecht kritisiert. Doch auch sie machen sich Sorgen um ihre mittelalterliche Tradition. Vielleicht ist der Karneval einfach zu erfolgreich. Massenhaft strömen inzwischen Touristen aus aller Welt nach Köln, um ausgelassen mitzufeiern. Über eine Million Menschen verfolgen den Rosenmontagsumzug. So eine Großveranstaltung braucht dann natürlich auch die passende Infrastruktur. Zum Auftakt hinterließen die Feiernden die Innenstadt verdreckt und Anwohner schockiert. Ein Runder Tisch mit Vertretern der Stadt, der Karnevalisten und Behörden beriet, wie sich die Vorgänge vom 11.11. nicht wiederholen sollen. Weniger Alkoholstände und mehr Toiletten sollen das Problem jetzt lösen.

Der Karneval ist aber auch ein Wirtschaftsfaktor für die Region. Nicht nur der Fremdenverkehr profitiert von den Feiernden, auch eine ganze Karnevalsindustrie hat sich rund um die „fünfte Jahreszeit“ entwickelt. Aufgeben will den Karneval in der Region sicher kaum jemand. Aber wie kann man die Jecken dazu bringen, sich zu benehmen?

Ist der Karneval zu einem „Besäufnis“ verkommen? Es ging es schon immer ausgelassen zu und die Kölner sind so einiges gewöhnt. Aber reicht es jetzt? Was denkt ihr?

Foto: cc/ Flickr – Daniele Civello



9 Kommentare Schreib einen KommentarKommentare

Was denkst du?

  1. Ingo

    Leider sind viele Feste zu Fress- und Saufgelagen verkommen. Der Karneval ist da keine Ausnahme. Nur im Gegensatz zu der heutigen Zeit konnten wir uns als junge Generation in den 60er – 70er Jahren den Alkohol nicht leisten. Wir waren so vergnügt, lustig bis aufgedreht. Die Bilanz 9 Monate später auf der Säuglingsstation sprach ihre eigene Sprache! grins

    • Beatrix

      Bin eines dieser Kinder. Geb. ’66 und weiss bis heute nicht wer mein Vater ist….. vielleicht bin ich deswegen so ein lustiges Kind. Also kann der köln Karneval für mich nie neutral sein. War er ein Husar oder ne Lumpenjung? Egal! Ich lebe und schon alleine deswegen lieb ich dieses Fest!

  2. Philip

    Ich hab nicht oft Zeit, mal gemütlich einen zu trinken, und wenn ich dann doch mal kann, lass ich halt die Sau raus. Das wird anderen Leuten auch so gehen…

  3. Christian

    Was sind denn das für Fragen? Karneval Fasching ist doch toll. Ich arbeite seid ein paar Jahren als Ordner bei einem Umzug mit. Klar wird getrunken und gefeiert aber alles im Rahmen, es gab nie Probleme.

    • Don Jose

      Soso, nie Probleme🤔

    • Christian

      Nein in Wernu nicht, und auch sonst hatte ich keine

    • Don Jose

      Achso, dachte in Donzdorf😁

  4. Lars

    Also man könnte, wenn man die öffentliche Hysterie bedenkt, meinen die unautorisiert Wasserlassenden würden nicht Urin auscheiden sondern Sarin;-)

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