Was ist die Natur des Menschen? Ist sie egoistisch? Sind wir sozial? Oder ein bisschen von beidem? Das scheint ein Streitpunkt bei der Frage zu sein, ob Kommunismus funktionieren kann. Ist ein politisches System wirklich von der Natur des Menschen abhängig? Wenn das so ist, lässt sich unsere Natur ändern?

Postkapitalistische Thesen gewinnen seit der weltweiten Finanzkrise Zustimmung. Daher beschäftigen wir uns mit dem einflussreichsten Denker, der mit Kommunismus in Verbindung gebracht wird: Karl Marx.

Im Mai 2018 jährt sich Karl Marxs Geburtstag zum 200. Mal. Im Februar ist sein Kommunistisches Manifest seit 170 Jahren veröffentlicht. In Erinnerung an diese Jubiläen werden wir eine Debattenserie zu Karl Marxs Vermächtnis veröffentlichen. 

Wir bekamen einen Kommentar von Eva. Sie ist der Meinung, dass Kommunismus niemals funktionieren könne. Haben die Kommunisten also nicht mehr als ein paar gute Ideen, die letztendendes realitätsfremd sind? Oder sind die Thesen von vornherein nicht umsetzbar?

Wir fragten bei Wladimir Tismăneanu nach. Er ist Politikprofessor und Leiter des Zentrums für postkommunistische Studien an der Universität Maryland.

Evas Kommentar reflektiert die Meinung vieler meiner Studenten und ich glaube, wir müssen diese Ansicht ernst nehmen. Das kommunistische Projekt war ursprünglich ökonomisch, sozial, intellektuell, moralisch und als Zivilisationsprojekt gedacht. Der Kapitalismus sollte nicht nur ökonomisch besiegt werden sondern auch alle anderen sozialen Gefüge, die es bisher gegeben hatte – von der Sklaverei bis hin zur Dominanz der Bourgeoisie. Es sollte eine neue anthropologische Spezies geschaffen werden. Für Karl Marx war das die Aufgabe der globalen Revolution des Proletariats…Er glaubte, dass die Natur des Menschen transformiert werden könne. Das ist das größte Problem des Projekts: die Selbstüberschätzung dieser Utopie.

Für eine zweite Meinung fragten wir Charles Post, Soziologieprofessor am Borough of Manhattan Community College-CUNY.

Wenn Eva mit „Kommunismus” eine nicht kapitalistische Wirtschaft meint, die ein kollektives Eigentum der Industrie und Kommerz zulässt und Planwirtschaft vorsieht, dann glaube ich schon, dass er funktionieren kann. Aber dafür müssen zwei Bedingungen erfüllt werden, die es in den meisten Gesellschaften nicht gibt, die sich „sozialistisch“ oder „kommunistisch“ nennen und nannten

Zuerst braucht man ein gewisses Maß an materiellem Wohlstand, damit Menschen Freizeit und so weiter haben. Das gab es in Russland nicht.

Die zweite Bedingung ist Demokratie für die Arbeiter. Es muss ein breites Spektrum an Parteien, Redefreiheit, freie Wahlen und so weiter geben, damit die Menschen alles demokratisch diskutieren und abstimmen können. Ich glaube, diese Bedingung wurde in den sogenannten „postkapitalistischen“ Ländern auch nie geschaffen.

Kann Kommunismus in der Praxis funktionieren? Gab es gute Ideen, die nicht richtig umgesetzt wurden? Oder hat sich schon Karl Marx geirrt? Schreib uns deine Meinung und wir diskutieren mit den Experten!

Foto : CC / Flickr – Keijo Knutas



101 Kommentare Schreib einen KommentarKommentare

Was denkst du?

  1. Enzo Italia

    Naja, solange die Menschen in der Mehrzahl so sind,wie sie im Moment und seit Jahrtausenden waren,wird es eben sehr,sehr schwierig,fuer den Kommunismus.

  2. Marco Wagner

    Der Kommunismus ist in unserer Gesellschaft nicht möglich. Das sehen wir an der Flüchtlingskrise ziemlich gut. Wenn, dann allerhöchstens ein nationaler Kommunismus und auch hier muss man sagen, der Glaube, alle Menschen könnten gleich sein und alles gehört der Allgemeinheit, ist unmöglich. Selbst wenn wir das so durchziehen würden, müsste jeder enteignet werden, um anschließend das Gleiche zu bekommen. Wenn dann jeder für jede Tätigkeit das Gleiche bekäme, wo wäre dann ein Anreiz, Großes zu vollbringen. Man würde sich selbst genügen und das wäre es dann. Darüber hinaus wäre es eine anarchische Gesellschaft, die eine Führung im eogentlichen Sinne nicht tolerieren könnte.

    • Michael Herberts

      Und deswege ist er ab zu lehnen. Die ganz große Mehrheit der Menschheit möchte so eine Gesellschaf nicht !

  3. Kevin Gabbe

    Ich bin der Überzeugung das Kommunismus nicht funktioniert. Jede einseitige Idiologie bzw. auch Utopie genannt werden immer zum scheitern verurteilt sein. Nur eine Mischformen der verschiedenen Kräfte ist erfolgversprechend.

    • Erik van Fonderen

      In gewisser Weise der Plan der NWO. Ein Faschistisch- Kapitalistischer Kommunismus.

    • Adarr Malphas

      „Faschistischer Kommunismus“ … was?

    • Erik van Fonderen

      Sry ich hab vergessen, dass ich überwacht werde von Patrick Reinshagen.

    • Erik van Fonderen

      Ich hab mich leider Gottes schon in frühen Jahren mit Verschwörungstheorien beschäftigt.
      An irgendwas glauben wir doch alle.

  4. Phillip Thern

    Ich sage mal nicht kategorisch ‚Nein‘, obwohl die Beispiele, die wir historisch auf nationaler Ebene gesehen haben Menschenrechtsverletzungen katastrophalen Ausmaßes hervorgebracht haben und dies noch immer tun. Das Problem ist an sich nicht, dass Menschen nicht selbstlos handeln könnten und dies nicht regelmäßig täten. Menschen können sogar den größten Teil ihrer Arbeitskraft der Allgemeinheit spenden (siehe die hohen Steuerabgaben in Skandinavischen Ländern, wogegen unsere Abgaben in Deutschland noch wie ein Steuerparadies aussehen). Der Mensch muss aber immer das Gefühl haben, dass seine Anstrengungen und die Belohnung dafür in einem Verhältnis stehen. Geld ist im Grunde genommen immer eine Anerkennung, die man gegen Waren und Dienste eintauschen kann (jemand anderes für seine Dienste entlohnen, im wahrsten Sinne des Wortes). Diese Methode muss man auch um des Kommunismus Willen nicht aufgeben – es wäre sogar nützlich, die Illusion einer Marktwirtschaft aufrechtzuerhalten, und den Menschen den Gestaltungspielraum nicht nur weiterhin zu gewähren, sondern sogar auszuweiten

  5. Maria Pascu

    Ich wundere mich schon, wie diese Frage nach dem Erfolgspotenzial des Sozialismus / Kommunismus immer wieder aufkommt. Die Beispiele aus der Geschichte zeigen doch, wie utopisch die Idee ist… Jetzt an der damaligen Umsetzung zu zweifeln und eine Neuauflage starten zu wollen, wird nichts daran ändern, dass die menschliche Gesellschaft dafür nicht geeignet ist. Der Sozialismus/ Kommunismus ist nichts weiter als ein Nährboden für Monster und Freifahrtschein für Grausamkeiten. Siehe Lenin, Stalin oder den rumänischen Diktator Ceauşescu…

    • Serban Precup

      Astia habar nu au, deoarece nu au trecut prin asa ceva.

    • Erik Moilanen

      Wieso „darf“?
      Was wäre so schrecklich daran, dass es 1:1 umgesetzt wäre?

  6. Josef Besel

    Wann und wo hat der Kommunismus schon mal funktioniert bzw Bestand gehabt ? Selbst in Russland dem ersten kommunistischen Land erbärmlich gescheitert! In China eine eigene Art von Peking Ente süß & sauer! Letztes Jahr in Venezuela gescheitert !

    • Johnny Schädlich

      Venezuela hatte nie Kommunismus. Und Chavismus ist… alive and well :)

    • Josef Besel

      Johnny Schädlich : Was soll diese Wortklauberei meinetwegen Neokommunismus ! Gescheitert ist Gescheitert !

  7. Franz Josef Manderfeld

    Der kommunismus/ Sozialismus darf niemals mehr in irgendeiner Form etabliert werden. Dieses System kann niemals funktionieren, weil es einen Faktor außer Acht läßt; Und das ist der menschliche Faktor.

    • Joey Ritt

      Ja stimmt. Der Kapitalismus geht viel schonender mit der Ressource Mensch um :ironieoff:

    • Franz Josef Manderfeld

      Joey Ritt Wo steht das? So einen langen Kommentar habe ich nicht geschrieben, dass ich das hätte übersehen können. In welcher Zeile steht das denn?

  8. Ingo Zander

    einen Kommunismus hat es nirgends gegeben! Denn auch in Russland haben die Bolschewiki sofort die Macht an sich gerissen. Wenn ich schon höre und lese: „Die Diktatur des Proletariats“. Zeigt doch was in Wirklichkeit dahinter steckt: Machtgier einzelner weniger! Wie übrigens bei allen Religion, welche von einzelnen vereinnahmt wurden und werden!

  9. Serban Precup

    Alle Leuten aus Osteuropa und andere Länder würden ihr ein schöner Nein sagen.
    Bonua: ein Blick auf Venezuela wäre sehr informativ sein

    • Johnny Schädlich

      Schau mal die Beiträge von Empire Files über Venezuela.
      Außerdem hatte Venezuela nie Kommunismus.

    • Serban Precup

      Sicher
      Ich glaube dir
      Schone Linke Propaganda
      Ha

  10. Jasper Goldberg

    unsere großväter sind gestorben um die Zivilisation, Europa und die Freiheit vor der roten Brut zu schützen. Ja Kommunismus hat funktioniert: Massenmord Hunger Misswirtschaft und Krieg

    • Joey Ritt

      „Massenmord, Hunger, Misswirtschaft, Krieg“
      Gut dass wir sowas Kapitalismus nicht dulden.

  11. Antonio Vega

    Probiert es aus .. geht nach Nordkorea und bleibt einfach dort – Tut uns bitte bitte den gefallen.

  12. Michael Herberts

    Nein, diese Frage erübrigt sich einfach , nachdem der halbe Erdball es versucht hat . Und immer das Gerede von Gleicheit . Es gab bislang zwei Staatsformen wo die Menschen mehr als berechtigte Angst vor ihren Machthabern haben mussten/müssen : Rechte Diktaturen und Linke Diktaturen , und der Kommunismus so wie er praktiziert wurde/wird, ist eine linke Diktatur . Der Mensch sieht sich als Individuum , und nie als Teil einer masse , das ist normal und richtig so . Die gerechtesten Gesellschaftsformen – bei allen Fehlern die sie haben , sind bis lang die Demokratien ! Und man kann nicht gerade behaupten, die Menschheit hätte noch nicht viel Zeit zum ausprobieren gehabt ….

  13. Dschimm Biehm

    Auch ich habe große Zweifel an Marx‘ Alternativ-Entwurf zum Kapitalismus. Marx‘ Analyse des Kapitalismus und seiner Probleme halte ich aber für immer noch sehr relevant – um nicht zu sagen: Aktueller denn je. Deshalb freue ich mich auf die dritte Diskussion: Wenn nicht Kapitalismus und nicht Kommunismus – was dann?

  14. Sebastian Reinke

    Reichen 100 Millionen Tote nicht, um die Frage hinreichend zu beantworten? Die Ideologie ist bis ins Mark auf Unterdrückung des Individuums gerichtet, und nichts, was mit einem wehmütigen Auge à la „wäre doch schön, wenn“ bedacht werden darf.

  15. Michael Herberts

    Es gibt nichts vernünftigeres und humaneres als unsere freiheitliche Demokratie – die uns auch gerade diese Diskussion überhaupt ermöglicht – weiter zu verbessern , gerechter zu machen usw. Aber das Grundprinzip für eine gutes geselschsftliches und humanes Miteinander , haben wir schon !

    • Raki San

      Unsere “freiheitliche Demokratie“, wie Du sie nennst, oder auch einfach Kapitalismus, um sie ins direkte Contra zum Kommunismus zu stellen, ist aber im Endeffekt auf die Dauer auch zum Scheitern verurteilt, da die Schere zwischen arm und reich irgendwann so gross sein wird, dass die Leute aufstehen werden. Dies hat Marx schon vor 170 Jahren erkannt, und diese Tendenz beschleunigt sich momentan, da unser “Kapitalismus light“ namens “soziale Marktwirtschaft“ sich abgeschafft hat. Kommunismus hat in erster Linie nie funktioniert, weil die wirtschaftlichen Voraussetzungen, die Marx beschrieben hat, in keinem der Länder gegeben waren. Ich glaube allerdings, dass er auch in Zukunft nicht funktionieren wird, da er ohne gewaltsame Enteignung nicht auskommt. Und eine mächtiger und gewalttätiger Staat wird, wird auch immer Macht und Gewalt gegen Gegner ausüben. Allerdings bin ich der Ansicht, dass wir dringend sozialistische Reformen benötigen. Bspw enorme Umverteilungen von Einkommen und Steuerlasten, um dem o.g. Problem entgegen zu wirken. Zudem sollten einige Unternehmen, wie z.B der öffentliche Verkehr, das Internet, die Telekommunikation, Versicherungen, uvm staatlich und nicht Profit orientiert geleitet werden. Es gibt natürlich noch weitere Beispiele…

    • Raki San

      P.s. Der wichtigste Schritt wäre erst mal eine komplette Entkopplung von Politik und Wirtschaft. So lange Parteien und Politiker von Konzernen fürstlich entlohnt werden, wird keine Politik für den normalen Bürger gemacht werden…

    • Michael Herberts

      Also eine gewaltige Umverteilung brauchen wir ganz sicher nicht , denn das wäre Enteignung . Und ich will sehr hoffen , das unser Stadt mit aller gebotenen Härte gegen Umsturzversuche vor geht , ob nun von links oder rechts ! Wer es nicht schafft für seine Anliegen eine demokratische Mehrheit zu finden , hat eben verloren , so einfach ist das !
      Noch nie in der Geschichte der Menschheit ging es uns so gut . Es war auch nie so friedlich ! Klingt komisch , aber wenn man MaK von den täglichen Reizüberflutungen der Medien , vor allem sozialen Medien , tweg gehen und uns mal die Zahlen anschauen , dann hat sich die Menschheit enorm weiter entwickelt . Daran haben Sozial Demokraten sicher einen großen Anteil , Kommunisten mit Sicherheit nicht !

      Vernünftige Politik , die wirklich dem Menschen dient , macht man nicht mit Ideologien , sondern Sachverstand . Zum Glück leben wir so lange in Freiheit und auch Frieden , das die große Mehrheit sicher keinen Bock auf Kommunismus hat , selbst bei den Hartz4 Empfängern wird man da keine Mehrheit finden.

      Und was die Dinge anbelangt die im argen liegen , die muss man in der tat nun anpacken . Aber der Kommunismus wird da keine Lösung bieten . Wenn unser Land am Ende nicht mehr in der globalisierten Welt mihalten kann, nützt das den ärmeren auch nix, weil es dann gar nichts zu verteilen gäbe .

      Wir müssen unsere Energien wo anders investieren , als in so einen Schwachsinn wie Kommunismus . Wir müssen dafür sorgen , das die Länder in Afrika wettbewerbsfähig werden . Das geht allerdings , da Stimme ich Dir ausdrücklich zu , nicht mit dem Raubtier Kapitalismus , denn wir an vielen Stellen haben . Da brauch es eine globale , soziale Marktwirtschaft . Denn wenn wir Afrika nicht helfen mit fairem Handel , dann wkerden wir ein böses Erwachen erleben .

      Das sind dieThemen der Zukunft , und nicht ob in einem der reichsten Länder der Welt , der Kommunismus eingeführt werden sollte ….

    • Michael Herberts

      Politik und Wirtschaft kann man nicht entkoppeln . Man sollte allerdings die Lobbyarbeiten und die Verbindungen zwischen Politik und Wirtschaft transparent mache . Die Wirtschaft ist nicht der Feind des Volkes ! Die Wirtschaft sorgt fuhr Wohlstand ! Die Politik kann alleine kein Geld erwirtschaften . Das es in der Wirtschaft schwarze Schafe gibt , das ist natürlich wahr .

      Komplette Transparenz wer wo und wie entlohnt wird . Dann regeln sich die Dinge von selbst .

    • Raki San

      Du hast in meinen Augen nicht ganz verstanden, worauf ich hinauswill. Eine gewaltige Umverteilung, in Form von Erbschaftssteuern, Vermögenssteuern, höhere Spitzensteuersätze, etc. ist in meinen Augen weniger Enteignung, als wenn man einem 50-jährigen, der nach dreissig Jahren seine Arbeit auf längere Zeit verliert, an seine Ersparnisse geht. Enteignung sind für mich auch Renten, die nicht zum Leben reichen. Worauf ich doch hinauswill, ist die Entwicklung: Immer weniger Menschen besitzen immer mehr des Gesamtvermögens. Immer mehr Leute können von Ihrem Lohn und ihrer Rente immer schlechter leben, während sich die Bosse immer mehr bereichern. Preisdumping und Lohndumping sind zusammen eine gefährliche Abwärtsspirale. Denn wer wenig verdient, kann sich auch nur günstige Sachen leisten. Da muss dann halt der Pullover gekauft werden, der von Kinderhand hergestellt wurde, oder die Wurst aus der Massenproduktion. Das regionale Kleinunternehmertum stirbt. Man sieht das massenhafte Sterben der Läden in den Kleinstädten überall. Die Menschen bestellen eben bei Amazon, das Musterbeispiel für schlechte Arbeitsbedingungen und fragwürdige Steuerpraktiken, etc… Die Grosskonzerne wachsen weiter. Und jede turnusmässige Wirtschaftskrise beschleunigt diese Entwicklung. Dies hat Marx analysiert und dies trifft in der heutigen paradoxen Wirtschaftswelt, in der der Wert eines Unternehmens teilweise rein spekulativ bestimmt wird, mehr zu als jemals zuvor. Noch geht es der Mehrheit der Leute nicht schlecht genug, und sie geben sich damit (sarkastisch ausgedrückt) zufrieden, wenn man ihnen als Feindbild ein paar Füchlinge hin wirft, um vom eigentlichen Problem abzulenken, aber wenn es so weiter läuft, wird es früher oder später zum Knall kommen. Der Mensch ist denke nicht sozial genug, um eine freiheitliche kommunistische Gesellschaft mit Wohlstand und Frieden zu leben, ich bleibe jedoch dabei, dass es für einen dauerhaften Wohlstand der ganzen Gesellschaft mehr sozialistische Einflüsse braucht.

    • Raki San

      dazu kommt, das altern der Gesellschaft. Immer mehr junge Leute, die wenig verdienen, in prekären Beschäftigungsverhältbnissen angestellt sind, oder dauerhaft für Zeitarbeitsfirmen beschäftigt sind, trauen sich doch zurecht gar nicht mehr Kinder auf die Welt zu bringen. Dabei wäre das Geld in unserer Gesellschaft definitiv vorhanden. Nur ist es viel zu ungerecht verteilt….

    • Michael Herberts

      Der Sozialismus in Reinform hat noch nie funktioniert, außer das das betreffende Land am Ende pleite war , und vom „bosen“ Kapitalismus mit Finanzspritzen versorgt werden musste . Ich stimme Dir allerdings im ersten Teil des Textes zu . Ja, es ist in der Tat ein Skandal , das jemand der ein Leben lang gearbeitet hat, nicht von seiner Rente wirklich gut leben kann. Auch mit vielem anderen stimme ich Dir zu . Man muss eben genau überlegen wie man dieses Ziel erreicht . Den Spitzensteuersatz wie zu Kohl ’s Zeiten an zu heben , wäre z.b. ein richtiger Schritt.

    • Raki San

      Ich stimme Dir ja auch zu, dass der Sozialismus in Reinform noch nie funktioniert hat. Laut Studien funktioniert ein soziales Miteinander, welches die Voraussetzung für Wohlstand in einem kommunistischen, anarchistischen oder sonstigem wirklich gerechten System wäre, ab gesellschaftlichem Gruppen von 150 Menschen nicht mehr. Genau so frisst sich jedoch der Kapitalismus auf. Die Zukunft wäre eine Gesellschaft, die zwar das in der menschlichen Natur liegende Konkurrenzdenken, aber auch viel mehr die sozialen Aspekte berücksichtigt.

    • Raki San

      Und ich muss auch mal auf deine Aussage “eine gewaltige Umverteilung wäre Enteignung“ zurück kommen. Man darf dabei nicht ausser acht lassen, dass grosses Reichtum nicht durch eigenes Schaffen entsteht. Reichtum entsteht in erster Linie deshalb, weil Arbeiter um einen zu grossen Teil ihres erarbeiteten Mehrwerts betrogen werden. Von daher kann man es statt als enteignen auch als zurückgeben sehen…

    • Michael Herberts

      Wir leben in einem Land , mit klaren Regeln und Gesetzen und einer gute Demokratie – die sicher Schwächen hat, aber in der man frei leben kann und auch die Grundbedürfnisse bei jedem gesichert sind . Arbeitsplätze entstehen nicht von alleine, sondern durch Wirtschaftskraft. Was Du vor hast, würde diese Wirtschaftskraft drastisch schwächen und am Ende wären wir im ganzen ein armes Land . Sozialismus und Enteignung funktionieren nicht. Es gibt doch genug Beispiele auf der Welt. Und komm mir bitte nicht mit : „Es wurde halt noch nie richtig versucht“. Ja warum wohl ? Weil es eben eine zutiefst ideologische Politik ist , und wo Ideologen Politik machen , da entsteht Intoleranz gegenüber anders denkenden . Und weil man sich ja als linker Ideologe ohnehin als besserer Mensch sieht , der die einzig wahre und gerechte Sache vertritt, ist es ja gerechtfertigt die , die anderer Meinung sind, zu verfolgen . Das wird nie funktionieren. Was realistisch und machbar ist : Wir müssen den Mindestlohn schrittweise so erhöhen , das es keine Altersarmut durch Minirenten mehr gibt . Die Sachgrundlose Befristung gehört auf den Prüfstand und nach Möglichkeit abgeschafft . Und man kann sicher noch einiges andere verändern. Aber mit Verstand und Weitblick . Mit Ideologien macht man keine vernünftige Politik , das hat noch nie funktioniert , und wird es auch nie ….

    • Raki San

      Mit diesem Beitrag bist du leider überhaupt nicht auf meine Aussagen eingegangen, bzw hast sie nicht richtig interpretiert

    • Michael Herberts

      Ich stimme Dir zu , das es in vielen Bereichen : Lohnentwicklung , prekäre Beschäftigung , Mini Renten , Mini Jobs usw usw. ja – da gibt es viel Handlungsbedarf . Aber nicht mit den Mitteln des Sozialismus .

    • Raki San

      Es ist heutzutage recht einfach Arbeiter, Angestellte, Pflegekräfte, Beamte, etc um ihren verdienten Lohn zu bringen. Was ist daran falsch, die Millionäre durch entsprechende Steuern, Auflagen, etc um ihre “Raubtierbeute“ zu bringen?

    • Michael Herberts

      Wenn ich das Wort “ Raubtierbeute “ lese . Mit Ideologen kann man keine Politik machen , und Du bist einer , deine Versuche mir etwas positives am Sozialismus ab zu gewinnen , werden ins leere laufen . Man sollte aus der Geschichte auch lernen ;-)

    • Raki San

      Du verwechselst erst mal grundsätzliches, in dem du Kommunismus als Gegenteil von Demokratie bezifferst und verwechselst ihn damit mit Diktatur. Kommunismus ist jedoch als Wirtschaftsform zu sehen und somit als Gegenteil von Kapitalismus/Marktwirtschaft zu sehen. Von dem her ist jede Bemühung die ausartenden Wirtschaftstendenzen einzudämmen in gewisser Weise sozialistisch beeinflusst. Du tust so, als würde ich morgen die bewaffnete Revolution ausrufen wollen, dabei analysiere ich hier recht nüchtern anhand von wenigen Beispielen,dass die Marktwirtschaft begonnen hat aus dem Ruder zu laufen und es dringend notwendig ist enorme Korrekturen durchzuführen, um einen dauerhaften Frieden im Land zu garantieren. Und die Verantwortung dafür liegt nun mal bei den Superreichen und deshalb müssen die mit allen rechtsstaatlichen(!) Mitteln dafür zur Kasse gebeten werden.

    • Raki San

      Und btw befasse ich mich sehr intensiv mit der Geschichte der letzten zwei Jahrhunderte. Denn falls Du genauer hin geschaut hast, habe ich auch mehrere Gründe genannt, warum rein sozialistisch/kommunistische Gesellschaften nicht funktionieren. Es gilt aber dennoch aus den Fehlern verschiedener Systeme zu lernen und die guten und realisierbaren Seiten von diesen zu wahren. Und Fakt ist nun mal, soziale Gerechtigkeit kommt immer von links….

    • Joey Ritt

      Michael Herberts Die Politik kann in der Tat kein Geld verdienen, wenn ehemals staatliche Institutionen privatisiert werden.
      Bitte wie regeln sich die Dinge von selbst wenn die Zuwendungen von Lobbyisten transparent werden? Herr S. hat letztes Jahr 4,1 mio. von Konzern X erhalten. Was ändert das?

    • Michael Herberts

      Die Transparenz würde dazu führen. Das die Bürger genau wissen, wer wo noch Geld verdient und in welchem Zusammenhang das steht . Manches wird vielleicht logisch . Anderes hat einen schlechten Geruch . Und der Bürger kann das ja auf seine Wahlentscheidung einfließen lassen. So wie das in einer Demokratie sein sollte .

    • Michael Herberts

      Raki , Kommunismus wird nie als eine Demokratieform realisierbar sein . Wie viele Bespiele auf der Welt bedarf es noch, bis der letzte es kapiert hat . In unserer globalisierten Welt ist es auch absolut abwegig an die Realisierbarkeit zu glauben . Alle sozialistischen wie kommunistischen Systeme lagen am Ende am Tropf des „bösen“ Kapitalismus . Und Chinas Wirtschaftswachstum erwächst aus kapitalistischen Systemen – sogar dem Raubtierkapitalismus , was an Doppelmoral kaum zu überbieten ist . Die wirkliche soziale Marktwirtschaft , die ist die mir einzig bekannte, vernünftige Form , Wirtschaft und Menschen in Einklang bringen . Leider existiert aber die soziale Marktwirtschaft an vielen Stellen nicht mehr, sondern hat sich ein egoistischer , auf Gewinn Maximierung eingestellter Turbo Kapitalismus ausgebreitet . Da gilt es wieder für die soziale Marktwirtschaft zu streiten .

    • Raki San

      Was anderes habe ich doch auch gar nicht behauptet, ausser dass meine Reformen zu einer wirklich “sozialen Marktwirtschaft“ vermutlich etwas intensiver ausfallen würden, als Deine. Und ich der Ansicht bin, dass allgemeine Grundbedürfnisse wie Internet, öffentlicher Verkehr, Telekommunikation, etc. nicht profitorientiert aufgebaut sein dürfen und somit staatsfinanziert sein müssen, um allen Menschen die selben Chancen zu geben. Was in dem Fall sozialistische Reformen wären. 😉… Statt dessen werden solche Dinge ja immer mehr privatisiert. Es wird ja teilweise schon von der Privatisierung der Autobahnen gesprochen, deren Bau und Instandhaltung von Deinen und meinen Steuern finanziert wurde! Und was würden wir in dem Fall an Geld sehen?? Das ist ein Beispiel für Enteignung im kapitalistischen System. Dieses ist nur dreist-clever genug, dass es dafür keine Gulags benötigt, sondern die Menschen mit Konsum blendet…

    • Raki San

      Es wird sich aber auch nichts an der momentanen Situation ändern, da wir im Bundestag fast keine Kraft mehr sitzen haben, die konsequent für eine sozialere Marktwirtschaft kämpft, da man die Menschen heutzutage relativ einfach lenken kann, in dem man ihnen ein Feindbild hin wirft, welches noch schwächer ist, als sie…

    • Michael Herberts

      Ja , das ist zum teil leider war. Dabei sind mir auch AfD Wähler bekannt, die sozial mehr als abgesichert sind . Leider ist bei manchen die „German Angst“ stärker als der Verstand ! Bin im übrigen auch kein Freund der Privatisierungen – siehe Telekom ,Deutsche Bahn usw. Autobahnen dürfen auf keine Fall privatisiert werden !

    • Raki San

      Die AfD ist eben auch nur eine Lobby-finanzierte Pfarrei.. Und das ganze ist auch ein Grund, weshalb ich in meine politische Einstellung immer auch ein eine Prise Idealismus einfliessen lasse, denn meine Meinung ist: je mehr ein Boot nach rechts zu kippen droht, desto weiter muss man nach links stehen… In diesem Sinne denke ich, wir haben hier eine der sachlicheren Diskussionen geführt. Viel mehr gibt’s nicht zu sagen. Und das Ziel einer Diskussion ist ja im Endeffekt, die Meinung des gegenüber zu verstehen, nicht sie zu übernehmen… Wünsche ein schönes Wochenende!

    • Michael Herberts

      Die optimale Lage eines Bootes ist natürlich wenn es schön in mittig schwimmt ;-) . Die AfD hat sicherlich nichts mit einer Pfarrei zu tun , finanziert wurde sie unter anderem von Putin, sicherlich von keiner Kirche ! Ansonsten stimme ich Dir zu und wünsche Dir auch ein schönes Wochenende :-)

    • Raki San

      … Und dazu muss man es erst ausbalancieren.. 😉.. Finanziert wird die AfD unter anderem offensichtlich vom Mövenpick Milliardär… Danke, muss jetzt leider arbeiten.. 🙈

    • Michael Maaß

      Eine schöne Diskussion Michael. Und Dein Schulbuchwissen über Kommunismus ist beeindruckend. :)

      Zwei Themen sind hängen geblieben, wo ich auch mal meinen Senf dazu geben muss. Wenn Du davon sprichst, dass man Afrika helfen muss, damit es am globalen Markt Konkurenzfähig wird, warum tut man das Gegenteil und das seit Jahrzehnten. Hast Du Dir mal angeschaut, wie die Hilfen aussehen? Afrika wurde ein Handelsabkommen aufgezwungen, womit Sie z.B. unsere Lebensmittelreste dort hin billig verkaufen können und die Einheimische Bevölkerung dies natürlich kauft, da es eben billig ist und somit die eigene Landwirtschaft, die sowieso schon brach liegt, noch richtig zu zertrampeln. Und davon gibt es tausende Beispiele und viele Abhandlungen, die man einfach mal lesen sollte. Google mal nach Landergrabbing, eines der perfidesten Dinge in Afrika mit grosser Unterstützung von Deutschland.

      Das Zweite ist, wir brauchen weder den Sozialismus oder Kommunismus für Fairniss. Die Beispiele für eine faire Wirtschaft gibt es immer wieder, nur passiert dies nicht durch Regierungen sondern durch eigene Initiativen von Menschen. Und meist ähneln sie sich. Eine eigene Währung ist die Basis und fängt in kleinen Städten an. Manche haben das Geld nach einer gewissen Zeit entwertet, so dass nach z.B. 1 Jahr 10,- EUR nur noch 9,- EUR Wert sind, was zu Investitionen statt Horten von Geld geführt hat. Oder andere Beispiele, wo statt Globalisierung Regionalität einhält und eben durch eigene Währungen wieder Städte und Dörfer florieren, die vorher völlig brach lagen. Da die Einwohner nicht mehr ausserhalb einkaufen gegangen sind, sondern wieder daheim und so auch wieder Gewerke innerorts entstanden sind. Da gibt es seit Jahren Beispiele in Argentinien und Brasilien. Es gibt diese Ansätze seit dem Mittelalter, immer wieder und sie haben ein Problem. Die Politik und Wirtschaft. Da diese Beispiele keine grosse Lobby haben, werden sie immer wieder zerstört, obwohl sie funktionieren. Durch Regulierung, Verbote, Sanktionen, nicht weil sie es selber kaputt machen. Selbst das Bedingungslose Grundeinkommen hat schon funktioniert in den 70ern. Und aufgegeben musste das Konzept nur werden, weil die Ölkrise kam und somit alle getroffen hatte. Die positiven Auswirkungen dessen kann man aber heute noch nach lesen. Und wie will man eine Mehrheit finden, wenn man bevor man davon erfährt, dies schon kaputt gemacht wird. Es gibt so viel positive Ansätze, sie müssen nur mal genutzt werden aber dafür braucht man Vernunft und Mut und das haben Politiker und Wirtschaft nicht, da es wie so oft um Machterhalt geht.

      Und da die Geschichte so ihren Lauf schon seit zig tausend Jahren nimmt, passiert auch immer wieder das gleiche. Es knallt irgendwann und fängt von vorn an. Ist schon schade, dass Menschen in dieser Beziehung so dermaßen Lernresistent sind.

    • Michael Herberts

      Mike , Du liest offenbar nicht alles von mir – was man keinem übel nehmen kann , ich schreib nämlich viel 😁- aber was Du im ersten Absatz anprangerst , das habe ich schon oft als Kritikpunkt angebracht . Und ob Du es glaubst oder nicht , bei jeder Gelegenheit tue ich dies auch in meiner Partei . Damit schöpfe ich alle Mittel aus , die ich habe …..

    • Michael Maaß

      Doch, doch und es ist auch Lobenswert von Dir, dass Du das machst. Aber wie wir wissen, hilft es leider nicht. Du hast die Ich Perspektive, Dir geht es gut und daher sollte man nicht so viel meckern und es reicht dann, wenn man versucht etwas zu ändern, auch wenn es lange dauert oder gar nicht klappt. Ich sehe es aus einer anderen Perspektive. Wenn es genug anderen gut geht, dann geht es mir längerfristig auch gut. Das ist die Nachhaltigkeit, die seit vielen Jahrzehnten fehlt. Denn wenn es immer mehreren schlecht geht und da ist Deutschland nicht ausschlaggebend, wird es zwangsweise irgendwann knallen und das will niemand.

      Und wenn wir von Deutschland reden, natürlich, man kann behaupten, mit Hartz4 fällt man weich und man muss nicht hungern, hat meist eine Wohnung, also leben wir im Wohlstand. Aber ist das wirklich Wohlstand? Bereits 8 Mio beziehen Hartz4, minus Kinder sind es 6. Zählen wir die Rentner noch zu, die kaum was haben. Und diejenigen in prikeren Beschäftigungsverhältnissen. 2013 waren es schon 5 Mio Minijobber, tendenz steigend. Dann kommen wir auf eine Beeindruckende Zahl, denen es scheinbar nicht so gut geht.
      Der Wohlstand berechnet sich grob gesagt aus dem Gesamteinkommen durch die Bevölkerung. Aber wie soll das funktionieren? Dann wird ein Durchschnittseinkommen von 3000,- EUR pro Person ausgegeben. Und wer hat dies realistisch, wenn allein nur 6 Personen in Deutschland so viel besitzen wie der Rest von Deutschland?

      In 20 Jahren wurde 19 mal das Arbeitslosensystem verändert und in 18 Fällen nur dafür, dass die Zahlen besser aussehen. Soll das die Politik der Zukunft sein? Jeder mit Verstand, sollte wissen, dass dies irgendwann nicht mehr gut geht. Wir wissen nur nicht, wann das wann ist.
      Es ist wie beim Klima, das Leuten ist Ohrenbetäubend aber man tut dennoch so, als wenn man alle Zeit der Welt hat.

      Wir werden sehen, was passiert und wer recht hat. Ich möchte eigentlich nicht recht haben, denn mir geht es auch gut hier, nur sehe ich die Dinge eben anders wie Du, denn wie gesagt, mir geht es nur so lange selbst gut, wie es der Mehrheit gut geht und daran sollte man arbeiten. Die Realität sieht genau andersrum aus.

    • Michael Maaß

      Übrigens bist Du auch nicht auf meinen Teil mit den ganzen Möglichkeiten der Verbesserungen eingegangen, die es seit dem Mittelalter schon gab. Genauso machen es auch die, denen sowas ein Dorn im Auge ist, wegignorieren. ;)

    • Michael Herberts

      Mag sein , das das mit de eigenen Währung in Afrika und anderen Regionen funktionieren kann, für Deutschland ist das natürlich kein Model . In einer globalen Welt , wird es ganz ohne politische Regularien nicht gehen . Es wäre schön , wenn der Handel so funktionieren würden , aber leider gibt es immer noch die kurzfristige Gewinnmaximierung .

      Was das meckern angeht . Gegen Meckern hab ich in der Tat was . Nicht aber , wenn man die Politik konstruktiv kritisiert . Viele verwechseln das leider .Von Dir kommen ja Vorschläge , ob die umsetzbar sind , kann ich nicht sagen .

      Ich weis ja welche Partei Dir nahe steht , auch wenn es da einige respektable und kluge Köpfe gibt , halte ich sie nicht für Regierungsfähig , hauptsächlich aus Außen und Sicherheitspolitischen Gründen . Und mit den anderen Parteien sind bestimmte Reformen leider nur langfristig möglich , das passt mir auch nicht immer . Es gibt noch vieles im sozialen Bereich , das verbessert werden muss . Allerdings können wir wegen Sozialreformen auch nicht die Stabilität und Verlässlichkeit unseres Landes aufs Spiel setzen . Also werden die Schritte weiter nicht in dem Tempo erfolgen , in dem Du und auch ich sie mir wünschen würden .

    • Anonymous

      Achwo, hat in Bayern gut funktioniert. Ich hab den Ort nicht mehr im Kopf und weis auch nicht, ob es noch läuft das Projekt. Das funktioniert schon überall und auch in einer globalen Wirtschaft. Man muss die Menschen nur ein wenig animieren, dort einzu kaufen, wo sie sind. Und da schadet man auch nicht der Wirtschaft. Und wie gesagt, es hat schon funktioniert.

      Und ich glaube leider nicht mehr richtig dran, dass durch politische Entwicklung sich etwas verbessert. Denn da steht das Problem mit der extremen Lobby im Weg. Und die Parteien werden hier definitiv nicht sich selbst das Bein absegen. Du brauchst ja nur schauen, es gibt kaum einen Politker, der nicht nach seiner Karriere in einem Aufsichtsrat der Firmen sitzt, die vorher in Regierungszeit unterstützt wurden. Wie willst Du das durchbrechen? Teilweise genieren sie sich nicht mal mehr und es passiert auch schon sehr offensichtlich.

      Gerade die Themen, womit die Politik sich wieder ordentlich Glaubwürdigkeit verschaffen könnte, wie z.B. Renteeinzahlungen für alle sowie die Bürgerversicherung oder wie man es später nennen mag, blockiert gerade die CDU. Dabei würde man hier genau das schaffen, was viele wollen. Ein faires System für alle. Und Du weisst, ich bin Unternehmer und schneide mir mit der Meinung ins eigene Fleisch, da es für mich dann teurer wird. Aber es ist wichtig für die Gesellschaft und auch hier sieht man die positiven Ergebnisse, wenn man nur mal raus schaut oder einfach mal zu unseren Nachbarn in Österreich. Nur sollten die Kompromisse endlich mal sogenannt „oben“ anfangen und man sie nicht immer von den kleinen Bürgern abverlangen. Ich denke, da werden wir gar nicht so verschieden in der Meinung liegen aber wie willst Du es erreichen? Wollen wir warten, bis die AFD aus Frust der Menschen nicht nur die grösste Opposition inne hält, sondern mit regiert? Wie viele Chancen erwarten die etablierten Parteien noch? Ich bin gespannt auf die kommenden 4 Jahre.

    • Anonymous

      Zur Bürgerversicherung frage ich immer jeden, der mit Medizin zu tun hat. Alle halten diese Versicherung für einen große Quatsch , der nur noch mehr Ungerechtigkeiten hervor bringen würde . Reformen im Gesundheitswesen : Ganz klar, da gibt es viel zu leisten ! Aber nicht mit der Bürgerversicherung . Frag mal Ärzte aber auch erfahrenes Pflegepersonal, was die davon halten ….. Lobby Arbeit ist nicht per se schlecht . Schlecht ist nur, wenn es zu Kungeleien führt, die sich zum Nachteil der Bürger oder von Arbeitnehmer auswirken . Doch Politik und Wirtschaft muss auch vernetzt sein . Und wir brauchen auch unsere DAX Giganten , um wirtschaftlich stark zu bleiben. Aber der normale bis kleine Mittelstand vor Ort, da stimme ich Dir zu , ist natürlich eine der Säulen unserer Gesellschaft . Und alles was ich bei uns im Ort kaufen kann, kauf ich auch hier. Z.B alle elektronischen Geräte , von Küche bis TV und co, alles bei unserem kleinen Händler im Ort . Hat dann auch den Vorteil, das der Chef des Ladens auch mal kostenlos zu mir kommt, um mir technischen Null 😄 unkompliziert zu helfen . Den Service haste bei Mediamarkt und co natürlich nicht . Da zahle ich gerne auch was mehr, dafür bin ich dann aber gut versorgt . Leider haben wir aber immer noch eine große „Geiz ist Geil“ Mentalität . Da freuen sich Menschen , weils bei Kik das Hemd für 7 € gibt oder t-shirts für 2 . Da wird geschaut wo die Milch oder Butter noch 20 cent günstiger ist. Oder man 6 Schnitzel für paar Euro bekommt . Und das sind längst nicht alles Menschen, die den Euro zweimal umdrehen müssen … Also müssen wir alle auch schauen , wo wir im einzelnen etwas tun können. OK, da renn ich bei Dir offene Türen ein , das weis ich :-)

    • Elias Winter

      In der demokratischen Volksrepublik Korea, in Kuba, in der Volksrepublik China, .. hier ist ein guter Anfang um sich schlau zu machen, https://www.watson.ch/Schweiz/International/154934336-Ehemaliger-Z%C3%BCrcher-Gemeinderat-%C3%BCber-Nordkorea–%C2%ABIn-Pj%C3%B6ngjang-sieht-es-aus-wie-in-New-York%C2%BB

      Darüber hinaus, Kuba z.B. – es wird doch wohl kaum jemand leugnen können, daß die Art und Weise, mit der der Inselstaat mit Katastrophen fertig wird, die medizinischen Fortschritte desselben, u.a. ein Medikament gegen Hautkrebs, die Bekämpfung der Mutter zu Kind Übertragung von HIV, etc. sowie die Lebenserhaltungskosten, die Wohnraumfrage u.v.m., beinahe ideal sind.

      In China wurde die Armut auf den ländlichen Gebieten um 70% reduziert, werden Krebspatienten schon geCRISPRt ( Google CRISPR ), werden derzeit große Fortschritte in wissenschaftlichen Bereichen erzielt, die den Menschen zugute kommen sollen, wird Entwicklungshilfe an afrikanische Länder geleistet und Schulder derselben und anderer, armer Länder gestrichen.

      Natürlich ist der Kommunismus in seiner praktischen Anwendung aus eurozentrischer Sicht nicht perfekt, aber ein probates Mittel der Dritten Welt, sich gegen Kolonialismus, Imperialismus, Unterwerfung und Ausbeutung zu wehren und die grundlegenden Bedürfnisse armer Leute ( Unterkunft, Nahrung, Bildung, Medizin etc. ) zu befriedigen. In den Industrienationen würde sich seine praktische Anwendung unterscheiden, da sich auch seine Theorie unterscheidet – kulturbedingt. Dennoch verbesserte, wenn man vorher und nachhet vergleicht, der Kommunismus stets die Lebensumstände in den Ländern, in denen dieser angewendet wurde. Und in diesem Sinne heißt Kommunismus Sozialismus, weil die Meisten das mit der konkreten Praxis des Kommunismus meinen und Kommunismus nicht als das Ziel der klassenlosen Gesellschaft betrachten. Das ist es zwar, aber dazu ein Zitat von Kim Jong Il,

      „Der Marxismus kombinierte die Forderungen der den Sozialismus anstrebenden werktätigen Volksmassen mit den revolutionären Kräften und Kampfmethoden. Der Marxismus beleuchtete, dass in der kapitalistischen Gesellschaft Widersprüche zwischen den Produktivkräften und den Produktionsverhältnissen bestehen, sie durch den Klassenkampf der ausgebeuteten werktätigen Massen gegen die Ausbeuterklasse beseitigt werden können und die Klasse, die dieses Ringen in voller Verantwortung anzuleiten hat, eben die Arbeiterklasse ist. Vom Marxismus wurde die Unvermeidlichkeit des Untergangs des Kapitalismus und des Sieges des Sozialismus begründet. Er verband das Streben der ausgebeuteten werktätigen Massen nach dem Sozialismus mit den wirklichen revolutionären Kräften und Kampfmethoden, mit denen diese Gesellschaftsformation verwirklicht werden kann. Dadurch wurde der Sozialismus von einer Utopie zur Wissenschaft, und in der Geschichte des Kampfes der Menschheit um ihre Befreiung vollzog sich eine revolutionäre Wende. Die vorangegangene Lehre vom Sozialismus, die auf der materialistischen Geschichtsauffassung basiert, vermochte sich aber nicht von ihrer historischen Begrenztheit zu lösen. Die bestehenden Theorien sahen die sozialhistorische Bewegung nicht als eine Bewegung des Subjektes an, die durch die führende Wirkung und Rolle ihres Subjektes, der Volksmassen, entsteht und sich weiterentwickelt, sondern als einen naturgeschichtlichen Prozess, der
      sich hauptsächlich durch materielle und ökonomische Faktoren verändert und entwickelt. Dem Prinzip der materialistischen Geschichtsauffassung nach verschärfen sich in der kapitalistischen Gesellschaft mit der Weiterentwicklung der Produktivkräfte die unversöhnlichen Widersprüche zwischen den Produktivkräften und den Produktionsverhältnissen, ebenso die antagonistischen Widersprüche zwischen den Ausbeuterklassen und den ausgebeuteten Klassen; es wachsen und erstarken die revolutionären Kräfte, allen voran die Arbeiterklasse, und die Revolution reift folglich immer mehr heran. Die vorangegangenen Theorien über den Sozialismus sahen im revolutionären Kampf in den materiellen und ökonomischen Faktoren das Wesentliche, sie definierten die Festigung des Subjektes der Revolution und die Erhöhung seiner Rolle nicht als den grundlegenden Weg der Revolution.“

  16. Tom Haas

    Der große Sieg des Kapitalismus ist nicht der gegen die Sowjets. Der Kapitalismus hat im Wettstreit mit dem Realsozialismus nicht gesiegt, er hat überlebt. Der Globalismus/Spätkapitalismus unserer Zeit ist ein siechendes, dekadentes Wrack, das durch sein zähes Wirken allenthalber menschliche Tragödien und absurde Perversionen aus dem Boden sprießen lässt. Der Realsozialismus tat das gleiche, er hat nur den Fehler gemacht, den Menschen nicht genug Ablenkung zu bieten – heißt jede Woche 12 neue, belangslose Serien beim Streaminganbieter, soziale Netzwerker voller Katzenbilder und sinnfreier Diskussionen, die Millionen Stunden an Potenzial an gesellschaftspolitischem Engagement binden und alles, womit man sich sonst die Zeit totschlägt – das gab es in der Sowjetunion nicht. Deswegen waren sich die Leute der miserablen Zustände ihres Lebens bewusst, sie konnten ihren Blick nicht einfach anderen Dingen zuwenden.

    Der Sieg des Kapitalismus ist ein zweifacher Sieg: Er hält hinter jeder Straßenecke, jedem Knopfdruck und jeder URL eine neue, bunte, schillernde Ablenkung für uns bereit. Und er hat uns glauben lassen, dass alle Menschen schlecht sind. Das muss er. Wenn ein Chef denkt, seinen Mitarbeitern liegt etwas an ihm, könnte er sie nicht mehr ausbeuten. Wenn zwei Unternehmen vergleichbare Produkte bereitstellen, versucht man den anderen aus dem Geschäft zu drängen, statt eine respektvolle Zusammenarbeit anzustreben. Wenn die Kollegin mehr Gehalt bekommt, hat sie dem Vorgesetzten einen geblasen und nicht etwa gute Arbeit geleistet, so dass man sich bei ihr was abschauen könnte.

    „Der Kommunismus funktioniert nicht, denn alle Menschen sind schlecht“ ist eine angstvolle Parole des Kapitalismus, die er immer und immer wiederholen muss, damit er sie selbst glaubt.

    Jede Freundschaft ohne Hintergedanken, jedes Geschenk ohne Erwartung, jeder Akt der Solidarität ist ein Schritt in Richtung des Kommunismus. Der Mensch ist ein edeles Wesen. Man muss ihn nur lassen.

    Hasta la victoria siempre.

  17. Bzdok Benno

    Mal eine kleine Geschichte aus dem Leben………
    In der damaligen DDR hatten wir Marx, Engels, Lenin usw. die ja zu unserer Leitkultur gehörten. Nach der Wende hatte man alle diese Bücher im Altpapier, tausende Bände, die angeblich keinen mehr brauchen würde. Dann hatte ich die Gelegenheit zum ersten Besuch in den USA. Dort wo wir wohnten, stand eine Universität in dieser Stadt. Am Stadtrand einen Campingplatz für ca. 2000 Wohnmobile, wo auch Studenten wohnten. Natürlich kam man mit diesen Studenten, an den Abenden am Grill und bei Getränken auch schöne Gespräche, über Gott und die Welt. Als wir dann einen Tag die Uni besichtigten, man hatte uns zu einer Führung eingeladen, fiel mir ein übergroßes Holztor auf. Meine Frage war zu dieser gut verzierten Tür, was diese hier verberge. Wie sich herausstellte, war es der Eingang zur Bibliothek. Ich durfte diese auch öffnen und hineinschauen. Die ersten drei Regale an Büchern die ich sah, waren Marx, Engels, Lenin usw. Genau diese Bücher, die man uns eingeredet hatte niemals mehr zu brauchen. Mein erster Gedanke war,die haben die alle aus der DDR aufgekauft………..
    In den Gesprächen kam dann dazu, das man eigentlich auch das alles erlernt hatte dazu, was auch wir damals in der Schule gelernt hatten. Das Kapital z.B……….
    Bestandteile-
    1. Die Französische Revolution
    2. Die Englische Ökonomie
    3. Die deutsche Philosophie
    Auch die Feststellung, dass der Kommunismus erst möglich sein wird, wenn das Bewusstsein der Menschen eine neue Qualität erreichen würde . Genau was auch wir erlernt haben, denn der jetzige Mensch hat keinerlei Bewusstsein…… Wir zerstören uns selbst, wir zerstören die Natur, wir setzen die Welt aufs Spiel, wir haben keinerlei Bewusstsein……nicht einmal gegenüber uns selbst. Noch versuchen wir uns über das Geldwerte zu definieren und es wird sich auch erst ändern:
    „Wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss verschmutzt, das letzte Tier getötet ist, denn dann wird den Menschen bewusst werden, das man Geld nicht Essen und nicht trinken kann.

  18. Amaru Mujica

    Es braucht eine ganze Menge Gewalt und Propaganda in Schule, Familie und Ausbildung den Menschen so wie er heute denkt und handelt zu formen. Es ist albern da noch von der „Natur des Menschen“ zu reden. Die Marktwirtschaft lässt den Leuten ja keine andere Wahl als gegeneinander zu konkurrieren und die Profiteure dieses Systems haben die entsprechenden Mittel um die passende menschenfeindliche Ideologie über RTL &Bildzeitung an die Massen zu verfüttern. Das unter solchen Umständen noch so viele Menschen solidarisch gegen dieses System kämpfen und kritisch denken zeigt welche sozialistischen Potentiale die Menschheit heute hat.

    • Michael Herberts

      So viele Menschen ? Nicht mal im Ansatz die Mehrheit . Und die wird es auch nie geben. Weil die Menschen gelernt haben, solchem Schwachsinn nicht mehr zu glauben . Gewalt und Propaganda an Schulen ? Ich weis nicht in welchem Land sie leben, vermutlich eher in einer Parallel Welt . Passt der Alu Hut noch ?

    • Amaru Mujica

      Da haben sie aber ein schönes Feindbild. Haben sie auch Argumente?

  19. Jan Mjälte

    Der Kommunismus (Sozialismus) hat vornehmlich in Zeiten Anklang gefunden, wo folgende Bedingungen zutrafen: Ein schroffes Gegenüberstehen von Reich und Arm; ein hoher Grad von Arbeitsteilung und hohe Ansprüche der niederen Klassen; eine starke Erschütterung des öffentlichen Rechtsgefühls durch Revolutionen; allgemeine Abnahme der Religiosität und Sittlichkeit im Vole. (Wilhelm Roscher, deutscher Nationalökonom)

  20. David Meier

    Pha… Kommunisten sind doch pussys

    Echte linke sind stalinisten!
    Aber ob der ohne den stählernen funktioniert?

  21. Amaru Mujica

    Schon lustig, dass hier alle damit kommen der Sozialismus sei gescheitert und völlig außer acht lassen daß der Kapitalismus gerade total unfähig ist die Klimakatastrophe zu bewältigen, massenweise Kriege produziert und durch die Automatisierung der Produktion hundertemillionen Lohnarbeiter ins Elend stürzen wird.
    Nur geplant und demokratisch können die großen Probleme der Menschheit angegangen werden. Die Profitgier des Kapitals schafft nur immer neue Riesenprobleme.

    • Pete Warth

      In allen sozialistischen Ländern dieses Planeten sind Umweltverschmutzung und Raubbau am Planeten viel schlimmer betrieben worden als in einem einzigen kapitalistischen Land.

    • Michael Herberts

      Ja, witzig . Mit die größten Umweltsünder sind Russland / und war die Sowjetunion . Und ist immer noch China. Also das ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. Aber von extremen Ideologen ist auch kein vernünftiger Beitrag zu erwarten . Und ob das lustig ist, das der Sozialismus überall gescheitert ist . Er ist es jedenfalls, und das ist Fakt !

    • Amaru Mujica

      Wenn es im hier und jetzt um die Lösung ökologischer Probleme geht wird immer „der Standort gefährdet“, sprich; die Profitabilität ist bedroht. Diesen Unsinn würde eine Wirtschaft die nach Bedürfnissen plant beseitigen.

      Die Ostblockstaaten waren dabei sich zu industrialisieren und haben zusätzlich noch eine riesige Rüstungsindustrie unterhalten. Man kann darüber diskutieren ob und wie das falsch oder richtig war mit dem sozialistischen System an sich haben diese Umstände nichts zu schaffen. Man vergleiche die Auswirkungen der Industrialisierung in den kapitalistischen Staaten im 19.jhr und füge halt noch die Technologie des 20.jhr hinzu.

      PS: In China regiert zwar die KP aber die Betriebe sind auf Profit ausgerichtet. China ist also kapitalistisch und ein gutes Beispiel dafür wie barbarisch das Kapital Mensch und Natur auspresst.

  22. Jeff161

    Wie viele Leute hier was schreiben, die sich keinen Meter mit der Materie auskennen. Lest Marx, Lenin und am besten auch noch Stalin und Mao und setzt euch mal Vernünftig damit auseinander, bevor hier Dummgeschwätzt wird.

  23. Jep Green

    Kommunismus in all seinen Ausprägungen ist eine menschenverachtende Ideologie. Der Kommunismus hat mehr Menschen auf dem Gewissen als der Nationalsozialismus.

  24. Pete Warth

    Sozialisten ermordeten hunderte Millionen Menschen auf allen Erdteilen dieses Planeten. Nein, dieses Pack hat keinen weiteren Versuch zu bekommen.

  25. Daniel Fechner

    Meiner Meinung ist es sehr wohl möglich, die Natur des Menschen zu verändern, doch leider nicht in der 1. Generation, wie man an der Weimarer Republikund deren Nachfolgerregierung auf schreckliche Art erkennen konnte.
    Die erste Bedingung von Charles Post, „materieller Wohlstand der Gesellschaft“ finde ich eine interessante Bedingung, zum einen gibt dadurch jeder etwas zum Gemeinwohl hinzu, des weiteren verbessert sich der Wohlstand der armen Bevölkerung nicht zu stark, sodass ein ähnliches ausschweifender Lebenstil, wie bei manchen Neureichen (bspw. durch einen Lottogewinn), zu erwarten wäre, doch denke ich, dass dieser Punkt weniger Beachtung geschenkt werden sollte, wenn das Wesen der Menschen pflichtbewusst und hilfsbereit geprägt wäre.
    Zusammenfassend ausgedrückt, die Natur des Menschen müsste sich zuerst ändern, vorerst sollte die Welt oder zumindest die Region, in den dies stattfinden soll, allgemein sozialer werden, damit die Schere zwischen Arm und Reich verkleinert wird, außerdem könnte dies dazu führen, dass der hilfsbereite Mensch wieder als Vorbild, noch vor dem Antihelden, anerkannt wird. Anschließend sollten dee nächste Generation schon in der Schule die Vorteile einer starken Gemeinschaft näher gebracht werden, sodass das Wohl des einzelnen hinter dem Wohl der Gemeinschaft, als zukunftsweisende Ansicht verinnerlicht wird.

  26. Benjamin Appelt

    Ich bin der Überzeugung, dass der Kommunismus in seiner bisherigen Form nicht funktioniert, weil er den Faktor Mensch nicht einberechnet. Aber Soziale Schlüsseldienstleistungen / Industrie zu Verstaatlichung wird gesellschaftlich Rückhalt erhalten.

    Für diesen Gesellschaftlichen Rückhalt, wir wollen ja keine DDR 2.0 mit Mauer, Stasi usw, braucht es ehr eine Soziale Marktwirtschaft mit staatlichen bzw halbstaatlich gesteuerten Grundversorgungen. Dafür muss aber unsere jetzige EU komplett zerschlagen und auf eine Sozial Union neu gegründet werden.

    Es kommt auch immer auf das Volk und die Größe des Landes an. Gerrade in Japan wird von der Mentalität der Menschen her nicht mal ne Soziale Marktwirtschaft in den nächsten 50 Jahren Fuß fassen können!

    Sprich wir brauchen ehr einen Sozialismus der Demokratisch und Individualistisch ist. Weg von dem Ideologischen Denken hin zu praktischen Lösungen auf das Individum abgestimmt.

  27. Jens Bennarend

    Natürlich kann der Kommunismus funktionieren, wenn das Bewusstsein der Menschen für seine „Vorzüge“ vorhanden ist.

    Der immer wieder aufkommende Einwand, der Kommunismus wäre nicht demokratisch, das lehre die Geschichte, ist doch nicht stichhaltig. Das, was die Geschichte zeigt, ist, dass ein tiefes Bewusstsein dafür noch nicht gegeben war, was die selbsterklärten Kommunisten damit versuchten auszugleichen, dass sie Regime aus Überwachung & Repression installierten. Was wir also erlebt haben, war ein oligarchisches System des staatsmonopolistischen Kapitalismus, mithin einen Verrat an der Idee – aus meiner Sicht jedenfalls.

    Kommunismus ist per Definition die Herrschaft der Massen, also muss er durch und durch demokratisch sein. Nur sollte man sich hüten, die Gesellschaftsform in unsere heutige hineinzupressen, anders gesagt, nicht die Vorstellung einer Anpassung des Kommunismus an das, was wir kennen, kann einer Vorstellung dessen, was sein könnte, gerecht werden. Es geht vielmehr um eine Umwälzung der gesamten Gesellschaft, also eine Revolution. Nach meiner Idee ist das aber keineswegs eine bewaffnete Auseinandersetzung zwischen Kapitalisten und Proletariat, wie man den Begriff nach 1789 und 1917 gerne interpretiert, sondern eine tiefgreifende, friedliche Umwälzung des Bewusstseins und der Lebensumstände der Menschen, wie wir sie gerade jetzt auch durch die Internetrevolution global erleben. Ich empfinde es durchaus so, dass durch den demokratischen Zugang zu Informationen bis in die letzten Winkel der Welt das Bewusstsein über die gewalttätige Ungerechtigkeit des Kapitalismus wächst. In den armen Regionen dieser Welt schlagartig und mit aller Härte, wenn die Menschen unsere Lebensverhältnisse mit den ihren vergleichen. Aber auch bei uns als Profiteuren des Systems entsteht ganz behutsam ein Nachempfinden des Ungleichgewichts. Es wird sichtbar in Bewegungen zum Beispiel des Vegetarismus einerseits – ich bin keiner – sowie letztlich in der Abschottungsbemühungen der reichen Länder, manifest in den Mauern und Zäunen in Ungarn, Spanien und vielleicht demnächst den USA.

    Ich habe Marx allerdings so verstanden, dass zwei Grundvoraussetzungen für eine solche Revolution, die dann bei ihm zwangsläufig kommen muss, gegeben sein müssen:

    1. Die total Akkumalation des Kapitals.
    2. Die technische Endentwicklung der Produktionsmittel.

    Eine abschließende Akkumulation allen Kapitals hätte zur Folge, dass auch dem Letzten die Absurdität des kapitalistischen Systems klar und deutlich vor Augen stünde, weil ein Streben nach immer mehr Gewinn nicht mehr möglich ist.

    Die Endentwicklung der Produktionsmittel aber würde zum Einen die Arbeit des Menschen zur Befriedigung basaler Bedürfnisse beenden, sodass eine Planwirtschaft nicht einmal mehr nötig wäre. Zum Anderen wächst die Entfremdung – aber auch die Entlastung – von der Arbeit bis zu einem Punkt, an dem der Arbeiter nichts mehr mit dem Produkt verbindet. Wenn ein Arbeiter jetzt schon nur noch eine CNC Fräse oder einen 3D-Drucker programmiert oder Bauern die neueste Generation seiner Maschinen mit GPS Daten füttert und der Rest automatisiert läuft, wird deutlich, was sich da meines Erachtens anbahnt.

    Das hätte zur Folge, dass ein nachhaltiger und wirtschaftlicher Wohlstand, den Charles Post als notwendige Voraussetzung benennt, gegeben ist, und zwar in einem Maße, dass eine Planwirtschaft im herkömmlichen Sinne unnötig wird. Das wäre dann eher eine Frage der richtigen Programmierung.

    Eva hat also recht, der Kommunismus kann nicht funktionieren, wenn man ihn einfach dadurch versucht umzusetzen, dass man das jetzige System anzupassen, weil das Bewusstsein nicht vorhanden ist.
    Das aber bedeutet, dass Eva Unrecht hat, wenn sie behauptet, dass der Mensch dazu nicht in der Lage wäre. Die Entwicklungen, die Marx beschreibt, sehe ich weiterhin, diese sind durch den mangelhaften Versuch sie umzusetzen gebremst worden, aber sie haben nie aufgehört zu wirken. Nach dem Fall des eisernen Vorhangs nehmen sie eher immer mehr Fährt auf. Die eigentliche Frage ist, ob die von Marx beschrieben Zwangsläufigkeit bislang einfach noch nicht erreicht ist.

  28. Joey Ritt

    Ich versuche die ursprüngliche Frage zu beantworten: Kann der Kommunismus in der Praxis funktionieren?
    Ich glaube Ja.

    • Traute Etuart

      Nicht einmal in Kleingruppen auf Dauer – alles ausprobiert!

  29. Michael Herberts

    Nein ! Beweise gab und gibt es genug ! Die Demokratie ist die einzig mögliche Art in Freiheit zu leben . Die Demokratie gilt es zu verteidigen und zu bewahren, sie ist es , die uns seit über 70 Jahren Frieden und Wohlstand sichert !

  30. Elias Hombre del Campo

    Mit gerechter Bezahlung und genug Geld zum leben vielleicht. Derzeit in allen sich sozialistisch nennenden Ländern nicht der Fall. Man sollte außerdem andere Meinungen zulassen dürfen…

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