Gibt es was an der EU zu meckern? Wir haben mit der Person gesprochen, die alle Beschwerden gegen die Verwaltung der Europäischen Union entgegennimmt: Emily O’Reilly. Sie ist seit 2013 Europäische Bürgerbeauftragte und arbeitet seither gegen Misswirtschaft, unangemessenen Lobbyismus und für mehr Transparenz. Dadurch unterstützt sie Bürger und Firmen, die ihre Rechte durch Institutionen der EU verletzt sehen.

Wir haben viele Fragen von euch erhalten, für die Emily O’Reilly zuständig wäre. Oft geht es euch um Geheimniskrämerei bei internationalen Verhandlungen wie dem Freihandelsabkommen TTIP oder dem Brexit. Der Vorwurf, europäische Politik finde nur hinter verschlossenen Türen statt, ist schnell gemacht. Aber warum werden Sachen eigentlich geheim gehalten?

Unser Leser Christos ist sich zum Beispiel nicht so sicher, ob mehr Offenheit wirklich automatisch etwas Gutes für internationale Verhandlungen wäre. Brauchen die Unterhändler ein gewisses Maß an Geheimhaltung oder sollten sie sich besser in die Karten schauen lassen, damit es später keine Missverständnisse gibt?

Sollten internationale Verhandlungen der EU offener geführt werden? In unserer #Ask Reihe folgt Emily O’Reilly Kommissionspräsident Juncker, Ratspräsident van Rompuy und den Spitzenkandidaten der letzten Europawahl. Sie stellen sich euren Fragen! Diskutiert und fragt mit, wir geben die Fragen an die Politiker weiter!



6 Kommentare Schreib einen KommentarKommentare

Was denkst du?

  1. Martin Reim

    Im Rahmen der Partizipation, müssen auch die Bürger wissen was da verhandelt wird, und letzten Endes müssen sie auch zustimmen damit eine Einigung zustande kommt. Wir sind der Souverän.

  2. Pro Jet Corp

    Sollte alles offengelegt werden!
    Es sollte außerdem VolksAbstimmungen über RandZiele als Vorgabe für Politiker geben!

  3. Ingo Zander

    offene Verhandlungen, offene Debatten ob im Reichstag oder EU. Wer den Bürger mitnimmt hat ihn in aller Regel auf seiner Seite. Dann heißt es eben nicht die in Berlin oder Brüssel, was machen die jetzt schon wieder? Die haben gut reden!!!

  4. Alexis Bolle

    eine allgemeine Diskussion über komplizierte Sachverhalte setzt Bürger voraus, die bereit sind sich in die Marterie einzuarbeiten und die verschiedenen Positionen zu verstehen und zu reflektieren. Echte Teilhabe setzt somit voraus, daß der Bürger bereit ist hierfür seine Freizeit zu opfern. Echokammern, virale Kommunikation und PR sind oft nicht einfach zu erkennen , wenn sie gut gemacht sind.

  5. Oliver Urban

    Da braucht es keine Transparenz sondern einen Austritt. Grundsätzlich sollten alle Entscheidungsfindungen und Beschlüsse zur Gesetzgebung in Deutschland von Brüssel wieder komplett nach Deutschland zurückgeholt werden. Diese Gesetzgebung aus Brüssel macht unsere ganze Gewaltenteilung kaputt. Unsere Gesetze hat unsere eigene Legislative vorzugeben. Kein Anderer. Die ganze EU stellt eine Entmachtung des Wählers dar. Die anti EU Haltung wird in vielen Ländern eh immer größer. Zwar nicht bei den Regierungen aber bei den jeweiligen Bürgern. Sowieso bloß ne Frage der Zeit bis Ungarn, Polen und die Slowakei aus dem Ganzen austreten und der EU den Todesstoß versetzen. Hoffentlich schon 2018.

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