Lügenpresse, Lügenpresse, Lügenpresse. Ein wichtiges Feindbild der Pegida-Anhänger ist klar: die Medien. Und bei wöchentlichen Demonstrationen, die seit Oktober 2014 in Dresden und weitered deutschen Städten stattfinden, wurde das auch lautstark skandiert: „Lügenpresse – Auf die Fresse.“ Diese Anfeindungen haben in der Bundesrepublik zu einer größeren Diskussion geführt: Kann man den Medien vertrauen?

Der Journalismus scheint ein Glaubwürdigkeitsproblem zu haben. Seit Beginn der Flüchtlingskrise, seit Pegida und seit dem Aufstieg der AfD scheint das Misstrauen in Journalisten Konjunktur zu haben. Doch benutzt wurde der Begriff „Lügenpresse“ schon in der Vergangenheit. Er wird immer dann hervorgeholt, wenn es darum geht, Medienberichte eines „Gegners“ herabzusetzen. So geschehen im Kaiserreich, in der Weimarer Republik, im Nationalsozialismus und auch jetzt, im 21. Jahrhundert. 2014 wurde das Wort Lügenpresse zum Unwort des Jahres gewählt.

Doch wieso taucht der Vorwurf gegenüber den Medien plötzlich wieder auf? 2015, als die Flüchtlingskrise an Intensität zunahm, schien auch das Misstrauen gegenüber den Journalisten zu steigen. Eine Studie im Auftrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung aus dem Jahr 2015 zeigte, dass eine Mehrheit der Deutschen der Ansicht war, dass die Medien kein zutreffendes Bild der Flüchtlingkrise zeichneten. 39 Prozent der erwachsenen Bevölkerung fanden auch, dass an dem von Pegida propagierten Vorwurf der „Lügenpresse“ etwas dran sei.

Und diese Entwicklungen gab es nicht nur in Deutschland, in ganz Europa sank das Vertrauen in die Medien im Jahr 2015, wie eine Umfrage für das Eurobarometer zeigte. Doch wie sieht es heute aus? Ist das Glaubwürdigkeitsproblem des Journalismus bis heute noch größer geworden? Sind die Medien wirklich so manipulativ, wie manche ihnen vorwerfen (darunter einige unserer Leser, zum Beispiel hier und hier)?

Neueste Studien zeigen eher das Gegenteil: Das Vertrauen in Medien sinkt nicht, es steigt. Die neueste repräsentative Umfrage der Europäischen Kommission für das Eurobarometer fand heraus, dass das Medienvertrauen so hoch ist wie seit 15 Jahren nicht mehr. Das Interessante dabei: Das Medienvertrauen hat besonders bei Menschen an den Rändern des politischen Spektrums in Deutschland zugenommen. Am stärksten war der Zuwachs zum Vorjahr am rechten Rand. 51% der Menschen im rechten Spektrum vertrauen den Medien, 18 Prozentpunkte mehr als zuvor.

Willst du mehr über das Vertrauen in Medien erfahren? Klicke auf unsere Infographik, wir haben ein paar interessante Fakten zusammengestellt:

Die Schwarzkopf-Stiftung organisiert in ihrem Projekt Europa Verstehen in 14 Ländern EU-Kompakt-Kurse, die ein grundlegendes Verständnis europäischer Politik interaktiv vermitteln sollen. Dabei sammelt die Stiftung zahlreiche Fragen und Kommentare von Schülern und Schülerinnen aus ganz Deutschland. Wir haben diese Fragen genommen und sie Politikern und Experten der EU gestellt.

Zunächst wollten wir wissen, ob das Vertrauen in Medien in Deutschland gesunken oder gestiegen ist. Und dafür sprachen wir zunächst mit Kim Otto, Professor für Wirtschaftsjournalismus an der Uni Würzburg, der zusammen mit seinem Team die Umfragedaten der Eurobarometer-Studie wissenschaftlich ausgewertet hat. Haben die Deutschen das Vertrauen in Medien verloren?

Also nach den empirischen Daten, die wir haben, ist das eine Phantomdebatte. Man muss dabei sehr differenzieren. Es gibt viele Umfragen, die nach dem Vertrauen in die Medien fragen. Wenn ich nach dem Vertrauen in die Medien frage, dann kriegt man relativ schlechte Werte. Wenn man aber nach dem Vertrauen in die Presse, in das Radio oder in das Fernsehen fragt, dann bekommt man relativ hohe Werte. Wir haben Langzeitdaten von 2001 bis 2016 und in jedem Jahr wird in Deutschland repräsentativ abgefragt: „Haben Sie Vertrauen in die Presse, in das Radio und in das Fernsehen?“ Und noch nie war das Vertrauen so hoch wie 2016. Das heißt, die Menschen vertrauen den traditionellen Medien sehr, nicht aber dem Internet. Und wenn ich nach dem Vertrauen in die Medien frage, dann denken viele Befragte auch automatisch an das Internet und den Informationen im Internet wird sehr stark misstraut.

Die gleiche Frage haben wir auch an Professor Frank Überall gestellt, der Bundesvorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbands ist. Was glaubt er, ist das Vertrauen gestiegen oder gesunken?

Es gibt verschiedene Studien und natürlich gibt es eine Skepsis gegenüber Medien, die zum Teil auch größer geworden ist, angesichts der aktuellen Debatten. Aber insgesamt kann man schon sagen, dass die Menschen in Deutschland Medien vertrauen. Also Medien, die auch tatsächlich Medien sind. Das ist das große Missverständnis, das heute existiert: Soziale Medien, die ich persönlich nur als soziale Netzwerke bezeichne, werden als Medien wahrgenommen. […]

Eine weitere Frage aus den Reihen der Schüler, zielte auf die Unabhängigkeit der Medien ab: Wer berichtet überhaupt unabhängig in Europa? Für diese Frage sprachen wir zunächst mit Julia Bönisch, Chefredakteurin von sueddeutsche.de.

Es gibt sehr viele Medien, die unabhängig und neutral über Europa berichten. Ich glaube, man kann allen großen Medien vertrauen. Menschen empfinden häufig solche Medien als manipulativ, die eine andere Meinung vertreten als sie, also bedeutet das ja vielleicht nur, dass Medien einen unterschiedlichen Blick auf das Thema haben. Wir gelten als eher links-liberale Zeitung, im Unterschied zur FAZ, die eher konservativ eingeordnet wird. Aufgrund dieser Prägung beurteilen wir Vorgänge anders, aber das heißt nicht, dass wir manipulativ berichten. Im Gegenteil, wir versuchen auch in unserem Haus ganz klar zwischen Bericht und Meinung zu trennen. Berichten heißt erst einmal nur das zu erzählen, was stattgefunden hat. Die Beurteilung machen wir dann in speziellen Texten, die auch extra als Kommentar gekennzeichnet sind. Dieser Meinung kann man sich anschließen, muss man aber nicht. Selbst wenn man anderer Meinung ist, lohnt es sich immer solche Stücke zu lesen, weil sie zum Nachdenken anregen und es gut ist, sich mit anderen Meinungen auseinanderzusetzen.

Um eine andere Meinung zu hören, sprachen wir auch mit Tabea Rößner, Mitglied im Bundestag und medienpolitische Sprecherin der Grünen.

In Deutschland pochen Medien darauf, dass sie unabhängig sind. Medien werden nicht staatlich gefördert, das heißt sie bekommen kein Geld vom Staat. Dass Journalisten und Politiker ständig im Dialog sind, das ist ja klar. Und auch Journalisten haben natürlich politische Standpunkte und Meinungen. Deswegen haben wir in Deutschland gesagt, dass wir eine vielfältige Medienlandschaft wollen. Vor allem auch wegen der historischen Erfahrung des Nationalsozialismus, in dem Medien massiv instrumentalisiert wurden. Daher haben wir ein öffentlich-rechtliches Rundfunksystem, das Meinungsvielfalt innerhalb der Angebote abbilden muss. Und der öffentlich-rechtliche Rundfunk wird unabhängig finanziert, da alle Bürgerinnen und Bürger für ihn bezahlen. Er ist also nicht von Staatsgeldern abhängig, denn dann besteht das Risiko von parteiischer Berichterstattung. Diese Einflussnahme soll eben nicht erfolgen und daher glaube ich, dass wir in Deutschland ein sehr gutes System haben, um Staatsferne zu gewährleisten.

Eine weitere Schülerfrage beschäftigt sich mit dem Phänomen Donald Trump, der ja lieber twittert anstatt Journalisten Interviews zu geben. Die Frage lautete: Braucht man überhaupt noch Medien, wenn Politikerinnen und Politiker ihre Message direkt über das Internet verbreiten können? Das wollten wir von Journalistin Julia Bönisch hören.

Natürlich kommunizieren Politiker, genauso wie Firmen, direkt mit Nutzern, Zuschauern und Konsumenten. Aber man braucht auch Instanzen, die dazwischen geschaltet sind, die Aussagen einordnen oder sogar demaskieren können. […] Journalisten können zum Beispiel Zusammenhänge herstellen und aufzeigen, was noch vor wenigen Jahren gesagt wurde und wie Meinungen von Politikern sich geändert haben. Das sind Leistungen, die nur Medien erbringen können. Politiker werden von selbst nie auf so etwas aufmerksam machen. Und deswegen glaube ich, dass Medien unverzichtbar für die Demokratie und für eine kenntnisreiche Diskussion der Bevölkerung über Politik sind.

Und was sagt der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands, Frank Überall, dazu?

Also ich denke, dass Medien zum Einordnen total wichtig sind. Die Einzelmeinung eines Politikers ist ja erst einmal wenig wert, wenn man einen Sachverhalt richtig verstehen möchte. Dafür braucht man verschiedene Meinungen und die braucht man konzentriert an einem Ort und professionell aufgearbeitet, gewichtet und kommentiert. Das leisten Journalistinnen und Journalisten.

Man kann sich natürlich selbst hinsetzen und sich die Meinungen selbst zusammenfügen. Man kann sich auch hinsetzen und jeden Sonntag eine Torte backen. Manchmal ist es wohl aber sinnvoller einfach zum Bäcker zu gehen.

Vertraust du den Medien? Oder findest du, dass an den Lügenpresse-Vorwürfen etwas dran ist? Versuchen uns die Medien zu manipulieren? Oder kommen diese Vorwürfe von Personen, die einfach eine andere politische Einstellung haben? Schreib uns deine Meinung und wir fragen Europas Experten und Politiker nach ihrer.

Diese Debatte wurde in Kooperation mit dem Projekt Europa Verstehen der Schwarzkopf-Stiftung veröffentlicht. Disclaimer
ECPA
FOTO: CC / Bigstock- Hadrian



75 Kommentare Schreib einen KommentarKommentare


  1. Krisztina Juhasz

    Es ist schwerig, weil eine Nachricht meistens von einer Seite betrachtet wird. Damit kann viel Schaden aber auch Gutes bewirken:)

    • Marco Christmann

      Zeig mit bitte mal eine gute Seite an einseitiger Berichterstattung? ? lol

    • Krisztina Juhasz

      Marco Christmann ,

      der den Artikel schreibt, es ist meistens seine Ansicht.

  2. Holleman Wiberg

    Ich finde, die Presse berichtet zumindest in vielen internationalen Bereichen sehr tendenziös. Der Ukrainekonflikt, der Krieg in Afghanistan oder der US-Wahlkampf sind nur einige Beispiele. Aber auch in Deutschland sind da Trends erkennbar, zu sehen unter anderem beim medialen Aufbauschen des „Schulzzuges“ oder der Berichterstattung über „Flüchtlingskrise“ und ihre gesellschaftlichen Folgen. Natürlich ist es schön, wenn eine Zeitung meine Meinung teilt, aber auf die Dauer ist das nicht besser als die berüchtigte Filterblase der sozialen Medien. Man merkt schon, dass zumindest die Zeitungen sich immer mehr ähneln, wo sie früher definitiv unterschiedliche Sichtweisen hatten. Ob politisches Kalkül dahinter steckt, darüber kann ich nur mutmaßen, aber ich halte es heutzutage für wichtiger denn je, seine Informationen aus mehreren, möglichst unterschiedlichen (aber glaubhaften!) Quellen zu beziehen.

    • Julian Winter

      Alles, was ich eben aufgezählt habe, sind Fakten. Dass Russland das Völkerrecht verletzt hat: Fakt. Keine Meinung irgendeiner Zeitung. Dass Donald Trumps Protektionismus mehr schadet als hilft: Ein Fakt, 9999 von 10.000 Wirtschaftsexperten stimmen da zu. Keine Meinung irgendeiner Zeitung.

    • Julian Winter

      Ich finde es gut, wenn man über Tendenziösität in Nachrichten reden will, weil man über Tendenziösistät in Nachrichten reden MUSS. Aber häufig werden solche Diskussionen eher zum Schein geführt, um Aggressoren wie Russland weichzuspülen oder geistfreie Politik eines Donald Trump zu legitimieren als „naja, aber die Leute wollten ihn halt“.

    • Holleman Wiberg

      Sie haben den Punkt meines Kommentars offensichtlich verfehlt.

    • Verzerrung durch Medien

      Julian Winter Sie sind gut darin die Fakten aufzuzählen die ihnen passen nicht war? Denn das ist das Problem heutzutage. Man konzentriert sich auf die Fakten die ins Bild passen. Und die sogenannten Experten sind auch nicht unvoreingenommen.

  3. Klaus D. Meyer

    Jeder hatt die Möglichkeit sich zu informieren und seine Meinung zu bilden. Wer mit Bildzeitung Merkur und anderen Quellen der Springerpresse seine Meinung bildet muss in Kauf nehmen ein vorgefertigtes Weltbild vorzufinden dass seine Sicht der Welt beeinflusst. In der Vielfalt liegt die Wahrheit . Mehr Quellen mehr Wahrheit und Objektivität

  4. Marcel Burghart

    Die presse hat sich im us Wahlkampf, in der brexit Sache selbst deklassiert. Von der flüchtlingskriese und den Warnungen die systemgetreu sofort als nazi defamiert wurden …obwohl in nachhinein sich alles bestätigt hat

    • Siegfried Wenninger

      Was hat sich im Nachhinein bestätigt? Bisher wurden wir weder „ismlamisiert“, noch „überfremded“ noch „umgevolkt“. Und den vielbeschworenen Zusammenbruch des Euros hab ich auch noch nicht gesehen.
      Fazit: alles sinnlose Panikmache von interessierter Seite.

    • Marcel Burghart

      Der Anstieg der Vergewaltigungen, die Aussage es seien gut ausgebildete Fachkräfte wurde von Anfang an bezweifelt, die Milliarden kosten für uns das Geld ist weg für immer weg. Und noch vieles andere. Und zum Euro die blase bläht sich gerade so auf durch die ezb, die immer noch die Finanzkrise von 2008 verschleppt wenn es jetzt knallt dann richtig, dann wird das was 2008 gewesen ist bzw nicht eingetreten ist weil es mit Phantasie Geld verschleppt wird ein spass gewesen sein. Denn niemand wird jemals das Geld bzw. Die Staatsanleihen der bad Bank der ezb bezahlen können und das heisst Crash. Vielleicht mit Absicht?

    • Sebastian Hoffmann

      Man muss sich halt auch mal selber die Mühe machen und die Demographie auf lange Sicht hochrechnen. Da kann man sehr schön sehen, dass der altersstarke deutsche Bevölkerungsteil irgendwann in der nahen Zukunft weg sein wird.
      Da schlagen über eine Million tendenziell eher junge Araber und Afrikaner natürlich stärker ins Gewicht und dies wird zwangsweiße auch zu mehr islamischen Traditionen/Forderungen führen.

    • Leipold Björn

      Sebastian Hoffmann
      Und was genau ist so schlimm daran
      Wie oft gehst du in die Kirche?
      Und wäre dir ein inzestiöser, aussterbender Staat lieber

    • Karl Asch

      Inzest, bei über 80 Mio Menschen? 😂 Und natürlich sind Menschen, die die Verwandtenehe praktizieren die Rettung vor Inzest.

  5. Mulan Fernandez

    Nein weil ich weiß wem die Zeitungen gehören Es sind hier bei uns nur ein paar Familien Leute wie Liz Mohn, Fride Springer und noch einige andere Familien und diese Leute sind so mächtig das sie die Macht haben zu bestimmen was hier in Deutschland passiert als beispiel möchte ich an unseren ehemaligen Bundespräsidenten Wulf erinnern. Und deshalb habe ich keinerlei Vertrauen in unsere Presse tut mir leid

  6. Markus Wietstock

    Der Vorstand Der Bertelsmann Verlage Und der Öffentlich rechtlichen Funkanstallten sind Millionen Spender der CDU muss man jawohl nicht 1 und 1 zusammen zählen um zu verstehen für Wem Sie stehen ! Doch nicht für Wahrheit und Demokratie Hunde beißen sich nicht selbst !

  7. Daniel Kottwitz

    Nein, die gleichgeschaltete Lügenpresse in Deutschland hat schon seit Jahren nichts mehr mit Journalismus zu tun.

  8. Daniel Hesse

    Lügenpresse würde ich nicht pauschal sagen. Es wird einfach die Wahrheit weggelassen, oder so verpackt das sie dem Leser oder Hörer ein vorgefertigtes Meinungsbild eröffnet. Die Leute werden einfach entmündigt sich selbst eine Meinung zu bilden, und die wenigen die sich wirklich weitläufig informieren und sich die Dreistigkeit einer eigenen Meinung erlauben werden abgestempelt und beschimpft.
    Man darf nicht zu faul sein sich wirklich zu informieren und nicht das was im Propaganda- TV kommt für Bahre Münze halten. Jeder weis das öffentlich- rechtliches TV politikabhängig ist, und freies TV einzig und allein auf Unterhaltung setzt .

  9. Dennison Richard Dick

    Pegida hin oder her: typische Taktik derselben Medien um Kritik im Keim zu ersticken indem man das soziale Kapital angreift. Nach den Patzern beim Erdogan-Putsch, der Ukraine und der informationellen Nutzlosigkeit ist die Antwort auf die Frage jedoch klar.

  10. Martin Papenfuss

    Nachrichten oder Berichterstattung kann man dass in diesem Land nicht mehr nennen. Wer bis jetzt noch nicht versteht, dass all diese Rechtsstaatlichen Handlungen zum gewollten Bürgerkrieg führen sollen. Staatlich geplant und durch die Massenzuwanderung umgesetzt. Destabiliesiere und Instrumentaliesiere. So hebelt man die Nationalität aus. Blendet durch Medien gezielt dass Volk und lenkt von der gezielten Inflation ab. Tag X der Inflation bzw. des Eurocrash steht schon fest.

  11. Marko Ce

    Schlechte Journalisten schreiben Texte, die selbst von Idioten als schlecht recherchiert erkannt werden. Darauf hin wird dann halt „Lügenpresse“ geschrien. Dabei sind es nur Idioten, die sich über Idioten aufregen und während dessen ziehen die einen Idioten ihre Kollegen in den Schmutz und die anderen werfen sie in einen Topf. Außerdem ist es bei Idioten beliebt, für das eigene Versagen immer die anderen zu beschuldigen. Idioten halt. Sollte man grundsätzlich abschaffen.

    Statt dessen sollte der Aufwand guter (journalistischer) Arbeit wertgeschätzt werden, dann gäbe es zwar nicht jeden Tag Content für Clicks and Money, aber weniger Lügenpressegeschrei, weniger verblödete Menschen und ganz allgemein eine bessere Stimmung im Land und mittel- bis langfristig vielleicht sogar eine bessere Welt. Aber das ist sicherlich zu kurzsichtig (im Sinne von weitsichtig) von mir gedacht… Irgendwann flippe ich mal aus und gründe einen eigenen Blog und erkläre den ganzen Idioten mal die Welt.

  12. Christian Woleig

    Ein Großteil „der Presse“, sofern man das verallgemeinern kann, unterliegt den eigenen soziokulturellen Scheuklappen und weigert sich diese Selbstzensur zu erkennen und Sie aufzugeben.

    So wird die elende Beweihräucherung der USA weiter getrieben, das stigmatisierende Bild vom „faulen Sozialschmarotzer“ wider bekannter korrigierender Daten bzgl. des Arbeits“marktes“ oder dem angeblich hysterischen TTIP-Gegner weiter kolportiert. Schieflagen wie Cum-Ex werden mit Hofberichterstattung statt Berichterstattung garniert.

    Mit Ausnahme von Portalen wie Neue Debatte, NZZ Neue Zürcher Zeitung, heise online oder das immer kritischer werdende Handelsblatt, nehme ich keine Zeitung, keinen Sender mehr ernst, allen voran die seichte Darbietung von linientreuen „Nachrichten“ im Kleber-Journal.

    Gerade die panische „Berichterstattung“ zu Russland ist schon fast lächerlich und gefährlich. Aber der „Große Bruder“ braucht dieses Feindbild, da die Russen und die BRICS-Ländern dem Pleitedollar immer mehr Volkswirtschaften entzieht.

  13. Gabriel Stroe

    Vor 100 Jahren konnte man in der Presse ein Foto des Reichspraesidenten in Badeanzug sehen (und 60 jaehrige Maenner sind keine Augenweide) und es wurde unter jedem Stein gesucht und jeder Pups aus der Vergangenheit der im Rampenlicht Stehenden erforscht. Heute kann ich aus der Presse nicht erfahren, was die Bundeskanzlerin 11 Jahre lang in der DDR Akademie so gemacht hat. Vielleicht hat das etwas damit zu tun, dass die besagte Kanzlerin regelmaessig Kaffeekraenzchen mit den beiden Besitzerinnen der gesamten privaten Presse haelt…

    • Chris H. Wege

      Vor 100 Jahren galt Kriegsrecht und es gab noch einen Kaiser. Reichspräsidenten gab es erst ab 1919.
      Bitte erst mal Geschichte nachlernen :P

    • Gabriel Stroe

      Beim naechsten Post werde ich ihr Beduerfnis nach Genauigkeit beruecksichtigen. Sie haben Recht, es war vor 95, nicht vor 100 Jahren. Koennen Sie auch einen wirklich inhaltlichen Beitrag bringen, Herr Oberlehrer?

  14. Florian Fichte

    Es ist heutzutage schwierig geworden, in der Informationsflut Informationen zu verifizieren.
    Jede Form der Berichterstattung ist einseitig geprägt, meist durch die politische Einstellung des Verfassers oder der Redaktion/Verlags.
    Zudem kommt noch die überhastete Herausgabe von Nachrichten, um als Redaktion nicht hintenanzustehen.
    Auch sorgen bewusste Lügen diverser Regierungen (Desert Storm II) aus der jüngeren Vergangenheit für ein flaues Gefühl im Bauch.
    Wir vertrauen zu sehr auf Informationen, die uns vorgesetzt werden ohne sie zu überprüfen oder zu hinterfragen.
    Und jetzt wird jede Quelle, die etwas anderes als die Medienriesen behaupten, als Fakenews abgestempelt.
    Was noch mehr für ein flaues Gefühl sorgt.

  15. Rene Süßmann

    Informationen müssen direkt und indirekt Mehrwert erzeugen. Die Frage nach Vertrauen(= Verkauf) ist falsch. Das sagt nichts über den Gehalt der Nachrichten aus.

  16. Pius Stark

    teilweise schon . Es is halt oft viel Subjektives in den Berichten ! ( nicht im Kommentar ! )

    • liberte jones

      Ich glaube, die Nachrichten sind immer mehr zum Sprachrohr von Interessengruppen geworden. Aber nur noch 10 % der unter 25 jährigen lesen Zeitung oder. schauen Nachrichten im Fernsehen. Auf dem Alten wachst Neues.

  17. Mika Schumacher

    Da die SPD über die ddvg Mediengruppe verfügt und Ihr eigen nennt, wäre ich vorsichtig was aus dieser Richtung kommt!!…..Siehe Schulz Hype !!…Oder Ehe für alle, was Frau Merkel gar nicht gesagt hat!!…..Wer kann mir erklären, wann und an welcher Stelle, Frau Merkel, Ehe für alle zugestimmt hat??……..Hier die Antwort von Frau Merkel, auf die Frage Ehe für alle!!…………Gegen Ende der Veranstaltung im Maxim Gorki Theater wird sie noch nach dem Thema „Ehe für alle“ gefragt – ein Vorhaben, auf das sich die große Koalition zu Beginn ihrer Arbeit 2013 wegen des Widerstands der Unionsparteien nicht hatte verständigen können, welches aber in den vergangenen Tagen die Gemüter bewegt hatte. Sie sei „bekümmert“, sagt Merkel, dass diese sehr individuelle Frage Gegenstand von „Parteitagsbeschlüssen und plakativen Dingen“ sei. Sie wolle mit der CDU und der CSU „anders darauf reagieren“. Sie selbst und viele Mitglieder in der Union beschäftigten sich intensiv mit dem Thema. Und: Sie wünsche sich eine Diskussion, die „eher in Richtung einer Gewissenentscheidung geht“……..Was Ihr Veranstalter ist in höchsten Grad unterirdisch!……Das nenne ich ein Angriff auf die Demokratie!

  18. Lars Feddersen

    DIE Lügenpresse gibs wohl eher nicht.. Aber sehr wohl Unabhängigere Presse und tendenziöse Presse.. Das beste Beispiel ist doch Fiki Fiki Silvester in Köln.. Ob man da jemals ohne öffentlichen Druck etwas davon in ARD und ZDF erfahren hätte? Zum Glück gab es eine Kölner Lokalzeitung, welche den Auswuchs von Merkels Asylexperiment öffentlich gemacht hat.. Und das Trump bashing von ARD und ZDF ist ja schlichtweg nicht mehr zu ertragen. Auch muss ich mir nicht immer dieses AfD bashing der öffentlich rechtlichen Programme zur Gemüte. Ich bin alt genug mir meine Meinung selber zu bilden. Dazu muss man sich keine undemokratische Berichterstattung der öffentlich rechtlichen Programme anschauen..

    • Daniel Gebauer

      Merkel wurde doch auch häufiger kritisiert in den Medien. Dazu kommen die ganzen Satire-Magazine. In einer Welt ohne Pressefreiheit würde es so etwas wie Extra 3 nicht geben. Kritik ist hier nicht strafbar. Wo ist ihr die fehlende Pressefreiheit?

  19. Mickey Glencairn

    Meldungen werden aus einem Pool wie Agentur Reuters oder Deutsche Presse gemacht. Alle Medien ob TV oder Print or Internet Bedienen sich dort. Nur wenige Redaktionen sind wirklich unabhängig. Da Reuters/ Deutsche Presse bereits ausgesiebte nach ihrem eigenem Ermessen u Interesse Publizieren. Das kann zu Einseitiger Bericht Erstattungen führen oder gar das einzelne Meldungen erst garnicht Publiziert werden. So kommt es das über Deutsche Obdachlose, Alleinerziehende oder HartzIV Empfänger ein Artikel pro Jahr aber über Flüchtlinge tagtäglich Berichterstattung zu hören lesen gar zu sehen sind. Wobei ich mich frage .; Wieso den Medien und Deutschen Flüchtlinge wichtiger sind als der Obdachlose dem man real begegnet?

  20. Jan Behrend

    Ihr Oberdeppen von DebatingEurope.EU – einfach die (halb-)Nazis durch die Übernahme ihrer Begriffe zu Medien-Kritikern zu verklären, und sie salonfähig machen. Wenn schon eine sachliche Diskussion -dann ohne diese Versager-Überschrift ! Danke.

  21. Daniel Gebauer

    Was hat die Presse mit dem Problem des Wahlkampfes zu tun? Die Politik verspricht etwas und die Medien können ja nur dies wiedergeben. Was wirklich passieren wird wissen ja noch nicht mal Merkel und Schulz selber jetzt. Das ist alles eine Vermutung am Ende. Und es gibt Meinungsfreiheit in Deutschland. Beweist mir bitten sonst das Gegenteil. Journalisten sind hier nicht in Haft. Medien brauchen aber Nutzer und Käufer. Wenn ihr euch alle beschwert: Wieso kaufen denn so viele Menschen die Bild? Sie wollen diese lachhafte Berichterstattung. Wollen lieber die Geschichten über die Promis statt wirkliche Nachrichten. Dazu lieben viele Käufer diese unsinnigen Schlagzeilen. Kauft den Schrott nicht und die gehen pleite….

  22. Thomas Erb

    Dass an den Vorwürfen „etwas dran ist“, ist eine dermaßen weit gefasste Umschreibung, dass man sie im Grunde zwangsläufig bejahen muss. Nichtsdestotrotz sind die „etablierten Medien“ – schon diese Zusammenfassung ist fragwürdig – mit das Beste, was wir haben, denn ihre Kritiker versagen bei der Erarbeitung eines höheren Vertrauensniveaus mit einer außergewöhnlichen Konsequenz…

  23. Tristan Schäfer

    Die Parteineigung von Journalisten ist wie folgt:
    1. Die Grünen (35,5)
    2. SPD (26,0)
    3. Wechselwähler / „Ich neige keiner Partei zu“ (19,6)
    4. CDU (8,7)
    5. FDP (6,3)
    Natürlich behaupten alle Journalisten, egal welcher couleur, ihre Meinung zurückzustellen und neutral zu informieren, aber allein die Themenwahl ist schon parteiisch.
    Das fällt natürlich dem Leser besonders dann auf, wenn Themen aufkommen, bei der ihre (grüne) Mehrheitsmeinung stark von der Mehrheitsmeinung im Volk stark abweicht.
    Daher: Journalisten waren schon immer Grün/Links und nie neutral, aber erst die Migrationskrise hat das verdeutlicht.

  24. Maria Remmers

    Genauso viel oder wenig, wie den Berichten die hier gepostet werden. Denke man hat Ohren und Augen um sich selbst eine Meinung bilden zu können

  25. Erna Götze

    Weder der Presse noch dem Fernsehen kann man trauen.Oft schön gefärbte Bericht,immer Werbung für die SPD von ARD und ZDf und dann diese langweiligen Talkschow,s

  26. Elajah Till

    Ganz sicher nicht sogenannten Experten oder zwielichtigen Umfragen.

    „Traue nie einer Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“

    • Thomas Koenig

      Weil die meisten Leute keine Ahnung von Statistik haben, können sie statistische Analysen schlecht beurteilen. Da pflegt man dann gerne das Vorurteil von der*m bösen Statistiker*in. Bedauerlich. Manchmal habe ich das Gefühl, selbst Gebrauchtwagenhändler haben eine bessere Reputation. Merkwürdigerweise vertraut man aber den Weisskitteln, selbst dann, wenn man Biologie schon in der Oberstufe abgewählt hat.

    • Nardo Vogt

      Eine Statistik ist tatsächlich nicht immer aussagekräftig. Mehrere schon. Statistik ist kein Teufelswerkzeug. Es ist wichtig zu wissen, wie man sie liest und interpretieren kann.

  27. Alexej Dos Más

    Die Medien sind ein Geschäftsmodell und dienen mehr der Unterhaltung als der sachlichen Information.

  28. Hans Meierding

    Alle Medieninformationen sind in ihrer Gesamtheit glaubwürdiger denn AfD/NPD-Sekte oder sonstigen Weltverschwörern nebst Irrationalisten.

  29. Ruth Frank

    Früher sagte man schon , … “ Papier ist geduldig “ !!! Ich nehme es heute mit allen Informationen egal woher , genauso. Trotzdem denke ich , die Chance ist 50/50 das zumindest was dran ist und versuche mich im Zweifelsfall und bei Interesse , genauer und anderweitig zu informieren. Meistens ist man danach auch nicht viel schlauer , aber man kann eher erkennen wenn was faul ist. Z.B. fünf verschiedene Varianten. !!

  30. Martin Reim

    Man sollte sich umfassend informieren und sich dann selbst ein Bild machen. Ich nutze gängige Massenmedien sowie unabhängige Medien und meinen Verstand. Wenn man dann sich selbst auch mal reflektiert, bekommt man schon ein recht gutes Bild der gegenwärtigen Lage.

  31. Sina Koch

    Nein, ich auch nicht. Oftmals langweilt mich das weil ich denke, die lügen ja schon schon wieder.

  32. Jonathan Veit

    Wie jeder moderne Bürger glaube ich den Medien nur das, was meiner Meinung entspricht bzw. diese untermauert!

    • Otomo Legion Hososto

      Und alles was nicht in die Filterblase past ist „“Lügenpresse““!!!

  33. Jean Claude Ahn

    Nee,die Medien sind schon lange verkauft an den Banken, Betrieben und Versicherungen. Die Finanzien diktieren ihre Wille an blinden und tauben, skrupellosen Journalisten die sich gerne beschiessen lassen!

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